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Weapons Guide
Das TR-116 aus dem Jahre 2376
Da die Sternenflotte auch für die Sicherheit und den Schutz aller Föderationsmitgliedswelten verpflichtet ist und auch ständig neue Bedrohungen auftauchen, muss die Sternenflotte ständig ihr Waffenarsenal vergrößern und weiterentwickeln. Neben den regelmäßigen Upgrades im Bereich der Partikelwaffenentwicklung folgte man auch historischen Spuren und schlug ein neues Kapital der Projektilwaffengeschichte auf.
Das TR-116
Dieses Gewehr ist ein Prototyp mit einem revolutionären Zielsuch- und Projektilschusssystem.
Das TR-116 besteht aus derselben Hochglanzlegierung wie ein Standard-Phasergewehr, ist aber wesentlich länger. Es ist zwar leicht, aber durch seine Gesamtlänge von über einem Meter im Gefecht umständlicher zu handhaben als die kompaktere Energiewaffe. Der Kolben weist eine leichte Krümmung auf, sodass er bequem in eine Armbeuge passt, während der andere Arm die Waffe ruhig hält. Der doppelte Lauf geht in eine vergrößerte Mündung mit einem Strahlendämpfer über; der Abzug befindet sich oberhalb des Hauptgriffs. Während die Gewehre des 20. Jahrhunderts unter dem Kinn gehalten werden mussten, damit der Schütze den Lauf entlang blicken konnte, ist das TR-116 so konstruiert, dass es aus der Hüfte abgefeuert werden kann, da sein Zielmechanismus unabhängig von der Ausrichtung der Waffe funktioniert. Das kleine Magazin, welches an der Unterseite des unteren Stützlaufes befestigt ist, ist ungefähr 20 Zentimeter lang und kann problemlos mit einer Hand entnommen und ausgetauscht werden. Jedes Magazin enthält 30 Einheiten Tritanium-Munition, was in etwa der Energiekapazität einer Typ III-Energie-Zelle bei tödlicher Einstellung gleichkommt. Der gekrümmte untere Rand des Magazins bildet einen kleinen Griff, mit dem der Schütze die Waffe stützt, was zeigt, dass die Waffenkonstrukteure der Sternenflotte viel Wert auf Details und eine leichte Handhabung legen. Der Bereitschaftsmodus des TR-116 wird durch ein schwaches elektronisches Geräusch und durch eine blau leuchtende Anzeige in dem großen, eckigen Mündungsgehäuse sowie durch einige blinkende Dioden an der rechten Seite des Hauptkammergehäuses direkt über dem Abzugsbügel signalisiert.
Die Waffe wurde ursprünglich für große Entfernungen konstruiert und eignet sich vorzüglich für Scharfschützen, wenn sie unter normalen Sichtbedingungen eingesetzt wird.
Ein hochpräziser exographischer Zielsensor und ein Mikrotransporter steigern die Fähigkeiten der Waffe allerdings enorm. Das Gewehr und der Zielsensor sind separate Einheiten, aber vollkommen integriert und sehr einfach zu handhaben. Sie eignen sich sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder. Das Headset besteht aus einem verstellbaren schmalen Metallband mit einer gelben Linse, die groß genug ist, um entweder das rechte oder das linke Auge eines humanoiden Schützen zu bedecken. Das Display zeigt dem Schützen ein konstantes exographisches Bild und enthält drei Reihen von Anzeigen im unteren linken Sektor. In der Mitte des Sichtfelds liegt die rechteckige „Todeszone“ mit rundem Fadenkreuz. Im Ruhezustand leuchtet es gelb und es blinkt rot, wenn ein Ziel anvisiert wurde, begleitet von einem akustischen Signal. Die Bewegung des Sensors kann mithilfe eines kleinen runden Reglers an der linken Seite des Abzugsbügels, der mit dem Daumen bewegt wird, direkt gesteuert werden. Der Regler ist von mehreren Anzeigen umgeben, die in Abständen rot aufleuchten. Er ermöglicht es dem Schützen, ein Gebäude zu durchleuchten und sein Ziel aus erheblicher Distanz zu finden. Das macht das TR-116 zu einer idealen Gefechtswaffe.
Ein versetztes Ziel kann man nur treffen, indem man die Kugeln zum Ziel transportiert, ohne dass die Wucht des Einschlags vermindert wird. Das Feuern durch Schotten und Wände hindurch bremst die Kugel erheblich ab und kann sie aus ihrer Flugbahn lenken. Der Einsatz eines Mikrotransporters ermöglicht es jedoch, die Kugel abzufeuern und in acht bis neun Zentimetern Entfernung vom Ziel wieder materialisieren zu lassen. Sensoren können sie aufgrund des schwachen Transporterfeldes weder orten noch zur Waffe zurückverfolgen. Wenn eine einzige Kugel auf diese Weise das Herz eines Humanoiden trifft, ist er sofort tot. Beim Einsatz eines Mikrotransporters gibt es außerdem keine Pulverspuren durch Verbrennungsrückstände der Waffe. Doch selbst ohne diese raffinierte Schusstechnik ist das TR-116 eine extrem leise Waffe, praktisch ohne Rückstoß. Alles in allem ist das Gewehr schwer aufzuspüren, und leicht zu handhaben.
Die Herstellung wurde zwar zugunsten der Weiterentwicklung von regenerativen Phasern eingestellt, dennoch ist dem TR-116 ein Platz in den Analen der Waffentechnik sicher.
Text by Tribblemaster |
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