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Granatkanone (2376)

 

 

In den Kriegszeiten der 2370er Jahre bekam es die Föderation mit einer Vielzahl von mächtigen Gegnern zu tun. Die Borg, Klingonen, Jem’Hadar, Breen, Cardassianer, oder die Son’a. Die Summe dieser Kriegserfahrungen führte zur Entwicklung einiger schwerkalibrigen Waffen wie den isomagnetischen Desintegrator, dem Photon Burst oder der Granatkanone. Letztere wurde 2370 auf den Reißbrettern entwickelt und stellt eine Weiterentwicklung des Grantwerfers aus dem 23 Jahrhundert dar, welcher zwar transportabel, aber alles andere als handlich war. Der neue Grantwerfer ähnelt eher einem Gewehr, und kann zum Transport auch zerlegt werden. In Serienproduktion ging die Waffe gegen 2376.

 

Wie bei vielen anderen Großkalibrigen Waffen ist der Granatwerfer nur in Ausnahmesituationen im Einsatz, und es bedarf der Zustimmung des taktischen Offiziers oder des Captains um ihn zu benutzen. Wie schon der Photon Burst ist der Granatwerfer eine Feldwaffe, und sollte unbedingt im Freien verwendet werden, da der Einsatz innerhalb von Gebäuden/ Stationen/ Schiffen zu schweren Schäden an Ausrüstung und Personal führen kann.

 

Der Granatwerfer besteht aus drei Segmenten: Griff, Munitionskammer und Feuerkammer.

Der Griff und die dahinter liegende Energiezellenaufbewahrung ähnelt entfernt den früheren Designs der Typ III Phasergewehre, die gegen die Borg Bedrohung eingesetzt wurde. Die Energiezellen sind jedoch schwächer, da die Waffe zur Projektilverfeuerung weniger Verbrauch hat. Diese Reduzierung macht die Waffe für den Träger etwas leichter.

Die Munitionskammer ist ein zylindrischer Behälter an dem auch der sekundäre Griff, dem man bei einem Gesamt-Gewicht von 14,75 kg auch dringend benötigt, befestigt ist. Die Kammer kann bis zu 60 Sprengkörper fassen, die weitaus kleiner sind als die Explosionsprojektile des Photon Bursts.

Das vorderste Segment ist die Abschusskammer. Sie ist ein nahezu rechteckiger Kasten, der nach hinten in einem Ausläufer spitz zuläuft. Hier werden die Projektile programmiert, wie sie sich nach einem Abschuss Verhalten sollen. Einen großen Teil dieses Segments macht auch die Kühlung aus, die eine schnelle Rate an Abschüssen erst ermöglicht. Somit können vier Granaten pro Sekunde verschossen werden, ohne eine Überhitzung zu befürchten. Auf dem Kopf der Abschusskammer befindet sich noch eine Lampe für dunkle Umgebungen.

 

Die Munition:

Wie die meisten Sprengkörper der Föderation und der Starfleet besteht die Munition des Grantwerfers aus Materie/Antimaterie Geschosse, deren extremer Auflösungseffekt der beiden Stoffe für die notwendige Sprengkraft sorgt.

Der Granatwerfer aus dem 23 Jahrhundert hatte noch eine sehr einfache Funktion, indem er Granaten relativ ungenau verschoss, und es keine weiteren Einstellungsmöglichkeiten gab. Dieser neue Werfer kann da schon mit der Einstellungsmöglichkeit eines Typ 2 Phaser mithalten.

Die Stärke der Explosion einer Granate kann beispielsweise schon in zehn Stufen eingestellt werden. Von Blendfunktion ohne große Sprengkraft (Stufe 1) bis hin zu Stufe 10, die ein Haus einstürzen lassen, oder Schiffshüllen auseinander reißen kann.

Neben der Sprengkraft gibt es noch andere Funktionen die der Granate einprogrammiert werden kann. So kann der Zeitpunkt bestimmt werden, wann das Geschoss detonieren soll. Das kann wahlweise ein Timer sein, oder der Befehl bei Kontakt zu explodieren. Die intelligenten Granaten können dabei auch Materialien unterscheiden, und man kann ihr sagen, dass sie bspw. nur beim Kontakt auf organisches Gewebe sprengen soll.

Die Granaten können auch als Minen eingesetzt werden. Sie können magnetisiert werden, so dass sie an Metallen haften bleiben, und explodieren erst dann, wenn sich ein Ziel nähert. Eine weitere Funktion dieser Methode ist die Benutzung des Lasers. Sollten Eingänge vermint werden, ist es gängige Methode eine oder zwei magnetisierte Granaten am Rahmen zu befestigen. Der Laser versperrt somit den Zugang, und sollte eine Person oder ein Objekt diesen durchbrechen, werden die Granaten detonieren.

Die letzte Einstellungsmöglichkeit ist für die Reichweite gedacht. Der Schütze kann dem Schleudermechanismus anweisen sein Projektil bis zu eine Entfernung von 370 Metern zu verschießen.

 

Da die Projektile über eine ballistische Flugbahn verschossen werden, kann der Schütze auf eine Computerintelligenz zurückgreifen, die die Flugbahn auf den Zentimeter genau berechnen kann. Mit ihr sind keine langen Berechnungen oder Abschätzungen mehr nötig, und Ziele entgehen so sehr selten einer Attacke.

 

Trotzdem der Granatwerfer eine Projektilwaffe ist, war er während des Dominion-Krieges genauso anfällig für die Energie-Dämpfungsfelder des Feindes wie die normalen Phaser. Gestartet werden die Granaten nämlich durch einen elektrischen Impuls der ohne Energie eben nicht kommen kann.

 

Der Granatwerfer wird als Spezial-Waffe geführt, und liegt normalerweise nicht in jeder Waffenkammer der Starfleet. Sie ist ein reines Kriegsprodukt, das Missionsspezifisch aufgenommen wird.

 

Text by Thomas Raube,

Illustrationen  by PC Game „Elite Force“ (c) by Paramount Pictures, Activision und Raven Software

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