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„The lost Series“

 

 

In dieser kleinen aber düsteren Rubrik will ich jener Serien gedenken, die zwar das Licht der Welt erblickt haben, jedoch nie die Chance hatten etwas aus sich werden zu lassen, zu wachsen und zu gedeihen und mit lustigen bunten Schuhen über die Spielwiese der Welt zu trampeln, dann aber den Löffel abgaben und schließlich aufgrund elender Zuschauerzahlen, neuen politischen Situationen und machtgierigen Filmstudios, die lieber ihre Energie und Kräfte an „realitätsnahe“ Serien vergeuden, abgesetzt wurden um Platz zu machen für „„„Serien““““ in denen talentlose Schauspieler mit offenem Mund, die nur aufgrund gewisser, „Grundvoraussetzungen (lieber auf Latten als unter Bohlen!)“, verpflichtete wurden über (b)anales, kitschiges, lahmes, seifenopermäßiges zu quatschen. Und die damit dummerweise hunderttausende von pre-entwickelten, Jungen und Mädchen vor dem Bildschirm scharen. Viele gute Serien können dagegen nicht einmal ansatzweise diese Zuschauerzahlen erreichen, da sie halt nicht auf dem oben genannten „realitätsnahen“ Niveau operieren. Nach kurzer Zeit, maximal eine Staffel, werden sie ausgebuhht, abgeschossen, abgesetzt, erledigt eben. Doch im Gegensatz zu Star Trek, das sich im Nachhinein als ein Millionen Menschen (und Dollar) Magnet entwickelte, werden wir wahrscheinlich nie wieder die Chance haben neue Abenteuer ala Space above and beyond zu sehen. (Außer man zählt die wiederholten Ausstrahlungen der Serien dazu, die jedes mal um mehrere Minuten gekürzte (kastrierte) sind, und somit die gesamte Story verändern.)

 

Beginnen wollen wir mit einer kleinen unbekannten Serie, die es zu dem zweifelhaften Ruhm gebracht hat, nach einer halben Staffel abgesetzt zu werden, obwohl sie verdammt noch mal richtig geil war. Die Rede ist von...

 

.... Special Unit 2

 

Die meisten von euch werden jetzt sicher denken, „Au Backe,“ lange Rede und dann so nen shit!“, Doch denken wir mal darüber nach. Diese Serie hatte neben einer ordentlichen Portion Action, auch etwas anderes was heutzutage sehr selten ist. Sympatische Darsteller. Dem coolen Helden Nick o’Maelly (Michael Landes, Superman, die Abenteuer von Louis und Clark lassen grüßen) konnte man sofort ansehen, das er zwar nen Agent  ist, aber es ungefähr mit seinen Anweisungen so ernst nimmt, wie De Davidoff zu alten Zeiten... Auch Kate Benson (Alexondra Lee) hatte es irgendwie einfach gut drauf, in Zwiegesprächen mit Nick immer gut gekontert, mit viel Intuition und doch ne gute Spezialistin, noch dazu wo ihre Haarfarbe schon bei mir ne Menge Pluspunkte brachte, war  sie doch rein zufällig identisch mit der einer gewissen anderen Person aus einer gewissen anderen Mysterieserie...

Und da wären natürlich noch der Big Boss (Richard Gant) mit seinem leicht abwegigen Humor and last not least the good old european Karl, der Gnom,(Danny Woodburn) der mit seiner vertrottelt bis herzerfrischenden/scheinunschuldigen  Art mich des öfteren an den Rand eines Lachkrampfes gebracht hat (und das soll bei mir schon was heißen).

Als zweites wichtiges Kriterium wäre da natürlich die Handlung, der Storys zu nennen. Die war zwar jedes mal nach dem Schema „Monster der Woche“ aufgebaut, aber nun ja, das war bei „Smallville“ja genauso, wobei man sagen muss, dass natürlich zu Beginn einer Serie erstmal ein paar abgeschlossene Handlungen sein müssen, damit der Zuschauer sich erstmal mit den Charakteren identifizieren kann. Wem nützt ein großartiger Handlungsbogen, wenn man die ersten zwei drei Folgen der Serie verpasst hat und man nicht mehr in die Materie einsteigen kann (siehe „Alias“ und „Pretender“). Davon abgesehen ergaben sich ja doch einige rote Fäden, beispielsweise rund um das Thema zu Nick’s alter Partnerin, der böse Oberlink (Link = Mutation die sich im Laufe der Evolution von der „normalen“ Entwicklung  absonderte und eigene Spezies erschuf), gespielt von John De Lancie. Die Beziehung zwischen den Hauptcharakteren... das alles, untermalt von ziemlich rockiger (= guter) Musik, netten Props, und guten Special Effects, machte Hunger auf mehr und zeigte mir eigentlich auf besonders angenehmer Weise, das es irgendwo da draußen noch richtig gute Serien gibt - wenn ich nicht vorher gewusst hätte, dass das alles umsonst war, die Serie bereits abgesetzt wurde und alle Darsteller in den weiten des Filmwesens untergetaucht waren. Schade eigentlich.

Gut, manche mögen sagen, das die Serie nicht den für das Genre nötige Ernst entwickelte, aber gerade das war für mich ein echter Pluspunkt. Denn im Gegensatz zu X-files, die zu begann rein vom Charakter her ziemlich verkrampft wirkten und deren lockere Art in meinen Augen am Schluss dafür um so unglaubwirklicher rüberkam, war bei der Serie von Anfang an klar, „wir wollen Action, aber auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen“. Und spätestens wenn Nick und Karl sich am Schluss der ersten Folge im fahrenden(!) Auto prügeln, weiß man, Spaß, war garantiert ein Hauptmerkmal....

 

Fazit, eine wirklich geile Serie mit  solider Action, netter Handlung, guter Mucke...

Eben genau das richtige wenn man abends müde nach Hause kommt sich in den Sessel fletzt und eigentlich nur noch entspannen möchte.

 

Text by Tribblemaster

 

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