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Pretender

Da mir allmählich die Ideen ausgehen, werde ich meinen Guide ein wenig erweitern. Nun werden auch nen paar Serien beleuchtet, die es zu beachtlichem Erfolg gebracht haben, allerdings dann am Schluss zu wenig Zuschauer hatten und schließlich doch in immer gierige Malwerk der Firmenbosse gekommen ist. Pardon schrieb ich Firmenbosse? Meinte natürlich Filmbosse! Sorry, klitze-kleiner und vollkommen persönlicher Ausrutscher!

Na ja seis drum. In dieser Folge widmen wir uns der kleinen aber feinen, und für mich privat unter die 5 most famous gewerteten Serie:

The Pretender

Zur Handlung:

In einem privaten Forschungslabor, das Centré genannt, in dem sämtliche genetischen Grundsätze und ethische Fragen ignoriert werden, wird ein Junge, Jarod, aufgezogen, der über besondere Profiler-Fähigkeiten verfügt: Er kann sich in jede Person verwandeln, die er möchte. Nicht vom Körperlichen, sondern vom seelischen. Das Centre benutzt ihn im Laufe seines Lebens, um Szenearion von Mordanschlägen über Überfällen bis zu Entführungen durchzuplanen. Die sie dann dank seiner Begabung problemlos durchgeführt werden können. Eines Tages, er ist mitlerweile Erwachsen und erkennt das Unrecht das ihm angetan wird, flieht er aus dem Centré um seine Famillie zu finden, der er kurz nach der Geburt weggenommen wurde. Ein Trio, die Tochter des Centre-Chefs, Jarods ehemalige Aufseher und väterliche Freund des Pretenders und ein Computergenie(-freak), machen sich auf die Suche nach ihm, doch er entwischt ihnen jedes Mal, auf der Suche nach seiner Vergangenheit...

                        

Soviel zur Grundhandlung.

Zum einen muss erstmal gesagt werden, wer immer diese Serie geschaffen hat, verdient meinen tiefsten Respekt: Denn Fakt ist nun einmal: alles in dieser Serie wird plausible und glaubwürdig dargestellt. Zwar versucht sie sich ab und zu auch selber nicht zu ernst zu nehmen (Jeder der die Folge mit Broots Tagesfantasien gesehen hat, weiß was ich meine...) trotzdem ist sie fantasievoll und witzig, gleichzeitig Gesellschaftskritisch und voller Spannung. Der Pretender (gespielt von dem (damals) absolut überragenden Michal T. Weiss) schlüpft jede Folge in eine andere Rolle. Das spart zum einen Geld für Kulissen, da er während seiner Reise nie länger an einem Ort verweilt, andererseits wird dem Zuschauer aber auch eine ständige Abwechselung geboten. Die Jobs und Rollen in die er schlüpft sind einfach der Hammer! Hier eine kleine

Auswahl:

Sheriff, Krankenpfleger, Chiroge, Kindergärtner, Architekt, FBI-Beamter, Pizzalieferant, Drogenboss, Casinobetreuer, Feuerwehrmann, Profikiller, Sexualterapeuth, Giggolo, Priester, Jet-Pilot, Astronaut, Schönheitchiroge, Scharfschütze ....

 

Die Liste könnte noch glatt ne Seite weitergehen.

Während er diese Berufe ausübt trifft er auf Menschen, die in Not sind, denen er beisteht und hilft ihre Probleme zu lösen. Gleichzeitig kommt er damit auch jedes Mal ein Stück seiner Vergangenheit näher und fügt so das Puzzle zu seiner Familie zusammen, ständig verfolgt von den drei Mitgliedern des Centrés. Aber auch diese durchleben während der Jagd (über mehrere Seasons hinweg) einige Weiterentwicklungen, werden selbstbewusster, decken familiäre Abgrunde auf, werden mit neuen Feinden bedroht und raufen sich schließlich zusammen. Letztendlich ist die gesamte Serie wie ein einziger großer Film. Und da haben wir schon das erste Problem. Bei dieser Serie handelte es sich um eine der ersten richtigen „redline“-Serien, was bedeutet, dass jede Folge mehr oder weniger auf der Vorangegangenen aufbaute. Sah man eine Folge schon nicht konnten sich schon große Probleme geben. Die Serie aber erst ab der zweiten Staffel beispielsweise zu sehen, konnte man getrost vergessen. Zuviele Weiterführungen und fortlaufende Handlungsfäden waren das Problem. So war es nur eine mathematische Berechnung, dass die Zuschauerzahl mit jeder Season geringer wurde. Trotz allem ließ man die letzte Staffel mit einer Fortsetzung enden... eine Katastrophe, da die vorherige Genehmigung für eine weitere Staffel eben mal flux gecancelt wurde. So blieben viele Fragen offen und dass Fandom, inklusive mir, war ziemlich „ähm genervt“ (nahe am abk*tzen!) Jahre später schließlich entschied man sich dann für einen 3teiligen Fernehfilm um die Serie abzuschließen, doch das was die Produzenten da prodzierten war wirklich der absolute Schund und ist es nicht wert, den Titel „Pretender“ zu tragen, obwohl der Begriff „Vortäuscher“ da schon sehr gut passte. Eine miese Handlung, für Pretender Verhältnisse sogar abartig mies lies die Zuschauer des ersten Films erzittern. *Lief bei uns bisher nur auf Premiere!* *Macht aber nix* *War wirklich Schrott!* Zum einen waren die Spuren der Zeit nicht wirklich (absolut nicht!) spurlos an den Darstellern vorbeigegangen, das sah man besonders am Micheal T Weiss, der sich in einen fiesen, widerlichen Typen verwandelt hatte (Siehe Bild ganz rechts).

Zum anderen tat die Deutsche Synchro ihr übriges: Leute ich habe noch NIE einen so schlecht synchronisieren Film gesehen. KEINER der Stammsynchronisatoren war mehr übrig, alle wurden von maximal 25 Jährigen Sprechern besetzt, einige sogar doppelt, was bei einem 60-jährigen Darsteller ein echtes Problem ist. Desweiteren wurde die Fäkalsprache auf RTL Niveau hochgeschraubt, und als letztes hatte wirklich keiner dieser Synchro-Typen vom Amt für Vergewaltigung der deutschen Sprache irgendeine Folge der Serie gesehen. Wie sonst ist es zu erklären, das aus dem Fünfjahre lang bekannten Namen „the Centré“ plötzlich das Zentrum wird???

Das Ende des ersten Teils wartet mit einer sehr überraschenden Wende auf, die an Unglaubwürdigkeit nicht zu übertreffen ist. Der der zweite Teil hat den Weg nach good old Europa noch nicht gefunden und der Dritte Teil –oh Wunder!- ist gecancelt worden!

Letzendlich eine Schlappe auf ganzer Linie für eine astreine Serie mit ner klasse Story guten Charaktern –zu Anfang- und ner interessanten Handlung

R.I.P. Pretender                                                                                                       

Text by Tribblemaster

 

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