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Odyssey 5“Wir sahen wie die Erde zerstört wurde, und einen Augenblick später war alles und jeder den wir kannten ausgelöscht. Wir waren zu fünf, die Crew des Space Shuttles Odyssey, die einzigen Überlebenden. Ein mysteriöses Wesen, dass sich selbst der Suchende nannte, rettete uns, und schickte uns in der Zeit zurück. Und jetzt erleben wir fünf Jahre noch einmal, fünf Jahre um herauszufinden, wer oder was die Erde zerstört hat. Fünf Jahre um zu verhindern, dass das noch einmal geschieht.”
Ganz unscheinbar stand in der Fernsehzeitung Sonntag um 13 Uhr “Odyssey 5”. Da ich immer an neuer Science Fiction interessiert bin, hab ich mal reingeschaut. Und darum geht’s:
Chuck Taggart (Peter Weller, bekannt aus "Robocop", "Poseidon" oder "Enterprise"), ein langjähriger und erfahrener Astronaut, hat das Kommando über eine mehr oder weniger Standart-Mission an Bord des Space Shuttles Odyssey. Mit an Bord ist sein Sohn Neil (Christopher Gorman), welcher mit 22 den Rekord aufstellte jüngster Astronaut geworden zu sein; Kurt Mendel (Sebastian Rochè), ein brillanter Genetiker und schamloser Playboy auf dem Weg zur Internationalen Raumstation; Angela Perry (Tamara Craig Thomas), Taggart’s erster Offizier und talentierte Pilotin; Sarah Forbes (Leslie Silva), die erste Journalistin, die Live aus dem All berichtet, und immer noch ihren Sohn hinterher trauert, der vor zwei Jahren an Krebs verstarb; und Missions Spezialist Matt Walsh (Craig Thomas) der Sarah’s Kameramann spielt.
Die Routine wird unterbrochen durch ein intensives blitzartiges Licht, welches die Odyssey außer Gefecht setzt, und aus dem Orbit befördert. Walsh stirbt dabei, und Angela Perry fällt mit einer Kopfverletzung in die Bewusstlosigkeit. Der Rest der Crew versucht nicht in Panik zu geraten, und die Situation zu klären.
Später erst erfahren sie, dass die Felsbrocken um sie herum nicht einfach ein Asteroiden-Feld ist, sondern die zerstörte Erde! (Ein wunderschönes Bild, wie ein zerschroteter Volkswagen an dem Shuttle vorbeifliegt) Resignierend erlebt die Besatzung ihre letzten Minuten, denn der Sauerstoff geht bald zur Neige. In letzter Minute werden sie von einem riesigen Raumschiff gerettet, welches nur eine Person beherbergt. Er nennt sich selbst “der Sucher”, und erzählt, dass seiner Heimatwelt einst das gleiche wie der Erde zugestoßen sei, aber er wisse nicht wer die Weltenzerstörer sind. Er fühlte sich verpflichtet andere Zivilisationen zu warnen, aber er war immer einen Schritt langsamer als die Zerstörer – bis heute. Die Odyssey Crew sind die ersten Überlebenden, die er retten konnte. Der Sucher erzählt ihnen weiter, dass er ihr Bewusstsein fünf Jahre zurück in die Zeit in ihre alten Körper versetzen kann. Es ist für sie die Chance die Zerstörer ausfindig zu machen, bevor die Erde ein weiteres Mal vernichtet wird.
Vermisst ihr Akte X? Dann gibt es jetzt eine neue Serie für euch! Nach dem Spacigen Pilotfilm, und dem Treffen mit dem Sucher, geht es eher erdgebunden weiter. Detektiv Arbeit mit Regierungsverschwörungen, Gedanken beherrschenden Zombies, versteckten Alien Invasoren, und gefährlichen Computerviren. Man könnte also sagen: Akte X mit einer größeren Besetzung. Nur schade, dass die Weltraum Aktion, wie sie uns im Pilotfilm gezeigt wurde, bei den weiteren Folgen auf der Stecke bleibt.
Aber nicht nur die Mammut- Aufgabe der Weltrettung steht für die Fünf Personen im Vordergrund. Durch ihre “Reise” offenbaren sich noch eine Menge anderer Schwierigkeiten. Journalistin Forbes sieht sich plötzlich wieder mit ihren “verstorbenen” Sohn konfrontiert, Neil muss sein College noch einmal zu Ende führen, und sein Vater spricht plötzlich von Technologie die noch gar nicht existiert, was Außenstehende als sehr beunruhigen empfinden...
Playboy Kurt Mendel entschließt sich sein Wissen um die Zukunft zu nutzen (Sportwetten), und sein Leben in den nächsten fünf Jahren so angenehm wie möglich zu gestalten.
Shuttle Pilotin Angela Perry, welche als einzige die Zerstörung der Erde mitangesehen hat, ist immer noch von den Ereignissen geblendet.
Die einzelnen Folgen beschäftigen sich häufig mit einem speziellen Problem das es zu lösen gilt, aber nach einer gewissen Zeit stellt sich heraus das Wissenschaftler daran arbeiten die ersten wirklich intelligenten Code Konstrukte zu erschaffen, die in virtuellen Umgebungen Städte bauen, Kriege austragen und in der Freizeit wahrscheinlich über den Sinn des Lebens nachdenken, bis eines Tages einige davon in die Weiten des Internets flüchten können. Diese Codekonstrukte werden “Sentients” (Empfindsame) genannt. Spätestens als sie es schaffen sich eigene Körper zu züchten wissen unsere Jungs das sie ihre Gegenspieler gefunden haben. Es sind einfach großartige Folgen dabei in dieser Serie und auch wenn es insgesamt nur 20 Folgen gibt, sie ist unheimlich sehenswert.
Geplant war die Serie, wie schon der Titel verrät, als ein Fünfjahres-Projekt. Fünf Jahre bis zum Untergang der Welt. Leider, wie so oft im Showbiz, erhalten gerade die anspruchsvolleren Serien kein langes Leben, da sie einfach nicht Mainstream genug sind, um ein großes Publikum anzusprechen. Beispiele dafür gibt es mehr als genug, aber es reicht, wenn ich euch einfach mal die Namen „Space 2063“, „Firefly“ oder „Surface“ um die Ohren knalle.
Zeitreisen und das Ende der Welt sind oft genug in Sci-Fi Serien und Filme genutzt worden, und es war für die Macher wohl nicht einfach, nicht die alten Cliches zu wiederholen. Aber Odyssey 5 ist überraschend frisch und aufregend. Auch wenn die Special Effects wirklich klasse sind, die wahre Stärke der Serie liegt in der Charakter Tiefe. Odyssey 5 ist intelligent gemacht. Die Charaktere sind keine typischen Helden, sondern ganz normale Leute, mit Schwächen und Stärken.
Manny Coto Creator der Serie erschuf bereits Filme wie Star Kid, Dr.Giggles, Cover Up und weitere. Und auch in der vierten Staffel von Enterprise, hieß es “writen and Directed by: Manny Coto”.
Text by Thomas Raube
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