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Glen A. Larson’s –

Battlestar Galactica

 

 

 

Battlestar Galactica – Die Handlung

 

Nach einem tausendjährigen Krieg ist ein Friede in Sicht. Die 12 Kolonien der Menschen planen die Unterzeichnung eines Friedensvertrages mit der feindlichen Roboter-Rasse der Cylonen. Doch die Menschen werden von Fürst Baltar (John Colicos) verraten. Die Kolonien und (vermeintlich) alle bis auf einen Kampfstern, ein übergroßes Kampfraumschiff, werden zerstört.

Unter Führung von Commander Adama (Lorne Greene) macht sich der letzte Kampfstern Galactica, ein 1200 Meter langes Schlachtschiff, mit einem Konvoi von Flüchtlingen auf eine Reise durchs Universum auf der Suche nach einer neuen Heimat und dem verschollenen, sagenumwobenen 13. Stamm. Ziel der Reise ist die Erde. Auf dieser Reise erlebt die Besatzung viele Abenteuer. Auf der Flucht vor den Cylonen-Basisschiffen, die mittlerweile unter dem Oberbefehl des Verräters Baltar stehen, trifft die Galactica-Flotte unter anderem auch unversehens auf einen zweiten Kampfstern, die Pegasus unter dem Kommando des legendären Kriegshelden Commander Cain (Lloyd Bridges). Diese schließt sich der Flotte jedoch nicht an.

Galactica 1980: Erst 30 Jahre später erreicht die Galactica das langersehnte Ziel: die Erde. Doch die Reisenden erscheinen irgendwann in den 1980er Jahren und erleben eine bittere Enttäuschung als sie feststellen müssen, dass von der Erde keine Hilfe gegen die Cylonen zu erwarten ist.

 

Geschichte:

1978 schuf der Seriengott der 70er und 80er Jahre, Glen A Larson, eine Science-Fiction-Serie, die zwar in ihrer ursprünglichen Form nur ein Jahr lang lebte, aber ein großes und treues Fandom gewinnen konnte. Zum Zeitpunkt der Produktion wurde die Original-Serie mit dem höchsten Budget ausgestattet (7 Millionen Dollar pro Folge), die je einer Fernsehserie bis dahin gewährt wurde. Später wurde das Budget auf eine Million Dollar pro Folge gekürzt. Dessen ungeachtet setzte der Fernsehsender ABC die Serie trotz hoher Einschaltquoten aus Kostengründen nach nur einer Staffel ab.

Auch heute, rund 25 Jahre nach dem Ende von „Kampfstern Galactica“, ist das Fandom um die Serie mit Lorne Green, Richard Hatch und Dirk Benedict noch sehr lebendig.

Die Versuche, die Serie nach dieser ersten Staffel wiederzubeleben, verliefen jedoch lange sehr unglücklich. Zunächst gab es eine Art zweite Staffel, bekannt als „Galactica 1980“, die mit neuer Besetzung und sehr schlechten Kritiken nur kurz überlebte. Danach wurde es still um die Serie, bis sich in den 90ern Richard Hatch um eine Neubelebung bemühte. Er wollte eine hochwertige Science-Fiction-Serie schaffen, die an die erste Staffel der Originalserie anknüpft. Auf eigene Kosten produzierte er einen vielbeachteten Trailer und fand zahlungskräftige Sponsoren, doch Universal konnte sich weder dafür entscheiden, ihm grünes Licht zu geben, noch ihm die Rechte zu verkaufen. Auch verschiedene Bemühungen um einen Kinofilm unter anderem von X-Men-Regisseur Bryan Singer oder auch von Glen A Larson selbst verliefen im Sande.

 

Im Dezember 2003 strahlte der US-SciFi-Channel dann einen Zweiteiler namens „Battlestar Galactica“ aus, den Ronald D. Moore, ehemals Autor und Produzent bei Star Trek, geschrieben hatte. Jedoch war das keine Fortsetzung der Originalserie, wie von vielen Fans erhofft, sondern eine Neuerzählung der originalen Geschichte. Die Quoten dieser Miniserie waren die dritthöchsten in der gesamten Geschichte des SciFi-Channels und so genehmigte man eine erste Staffel mit 13 Folgen, die nun in Großbritannien auf SkyOne, dem Co-Finanzier der Serie, angelaufen ist.

Unter den Fans des Originals bleibt die Neuauflage wegen einiger Änderungen im Vergleich zur Vorlage umstritten. Besonders heftig kritisiert wurde unter anderem, dass aus dem Starbuck der Originalserie – gespielt von Dirk „Faceman“ Benedict – in der Neuauflage ebenso eine Frau wurde wie aus einer weiteren Figur der Originalserie, „Boomer“. Auch die Kameraführung und die gesamte – eher düstere – Stimmung der Neuauflage stießen Fans des Originals sauer auf.

Nach wie vor hoffen viele Fans des Originals auf einen Kinofilm mit der Originalbesetzung und sie werden bei ihren Bemühungen darum auch insbesondere finanziell von Ronald D. Moore unterstützt. Und eine Einsicht haben mittlerweile auch die meisten Kritiker der Neuauflage gewonnen: Egal, was im Galactica-Universum noch entstehen soll, es hat alles nur dann eine Chance, wenn Ronald D. Moores Serie ein Erfolg wird und nach dem Reinfall mit “Galactica 1980“ der Name Galactica wieder mit „Erfolg“ verbunden wird.

 

Die Kinofilme:

Die Original-Serie besteht aus 24 Folgen, der Spinoff Galactica 1980 aus 13 Folgen. Aus diesen wurden Kinofilme zusammengeschnitten:

Der erste Film, „Kampfstern Galactica“ (1978), fasst die ersten drei Folgen der Serie (die gemeinsam eine Art Pilotfilm der Serie bildeten) zusammen. In der Kinoauswertung übertraf der erste Film in verschiedenen Ländern sogar den Film Star Wars. In Deutschland waren die Folgen 1-3 ("Saga of a Star World, Parts 1-3") nie zu sehen; RTL hat – wohl wegen der Existenz des ersten Films – darauf verzichtet, sie einzukaufen.

Der zweite Film „Mission Galactica - Angriff der Zylonen“ (Mission Galactica: The Cylon Attack) (1978) besteht aus den Serienfolgen 12, 13 und 14. Die Folgen 12 und 13 ("The Living Legend, Parts 1 & 2") liefen aus den oben genannten Gründen niemals im deutschen Fernsehen, ganz im Gegensatz zu Folge 14. Wie bei den Folgen 1-3, so gibt es auch hier zahlreiche Szenen, die auf dem Schneidetisch geopfert wurden und daher in Deutschland völlig unbekannt sind.

Der dritte Film „Das Ende einer Odyssee - Galactica III“ (Galactica III: Conquest of the Earth) (1980) ist ein Zusammenschnitt verschiedener Folgen des Relaunchs Galactica 1980, der Jahrzehnte später spielt. Er erzählt vom Kontakt der Galactica mit der zum Drehzeitpunkt zeitgenössischen Erde. Apollo und Starbuck sind tot resp. verschollen, Boxey ist erwachsen und heißt jetzt Troy. Der Film bzw. der gesamte Relaunch wird von eingefleischten Fans rundweg abgelehnt.

 

Battlestar Galactica 2003

Die neue, hochgelobte Serie von Ron Moore ist unter den Fans und den Liebhabern der Classic Serie äußerst umstritten. Dies liegt wohl daran, dass die Serie neu erzählt wird, und nicht wie erhofft fortgesetzt wurde. Ein weiterer, nicht unwichtiger Teil der dazu beitrug ist die Tatsache, dass die neue Serie gravierende Änderungen beinhaltet.

-          Nach Lorne Greenes Tod war die Rolle des Commander Adama undenkbar mit ihm verbunden. Es fällt mehr als schwer, eine starke Persönlichkeit auszustrahlen, wie Greene es geschafft hat, und der neue Darsteller von Adama James Olmos schlüpft damit in ein paar Schuhe, die er unmöglich ausfüllen kann.

-          Gleich zwei Charaktere bekommen eine Geschlechtumwandlung verpasst. Starbuck und Boomer. Und dem nicht genug, aus Boomer wird auch noch eine Cylone.

-          Der erste Offizier der Galactica und spätere Präsident des Zwölferrates Colonel Tigh erbleicht in der neuen Serie nicht nur, er bekommt auch eine Gehirnwäsche von Ron Moore verpasst, so dass er jetzt nicht mehr der respektierte Idealist ist, sondern ein streitbarer Säufer, der seinen Job nur noch behält, weil er in Adamas Gunst steht.

-          Die Cylonen. In der alten Serie waren sie eine echsenhafte Alienrasse, die sich mit kybernetischen Implantaten verbessert haben, bis sie eine rein mechanische Spezies wurden. Die neue Serie verzichtet vollkommen auf Aliens jeder Art, und macht aus den Cylonen eine menschliche Kriegsentwicklung die Amok gelaufen sind.

-          In der ganzen Serie wurden immer Anspielungen auf eine ägyptische Vergangenheit gemacht, dass die zwölf Kolonien eventuell auch Bewohner von Atlantis seihen. BG 2003 lässt diese Dinge völlig außen vor.

 

Ihr werdet es vielleicht schon mitbekommen haben, aber Battlestar Galactica 2003 wir es schwer haben, mein Herz dafür zu erobern. Ich hatte die ersten paar Folgen gesehen, und hielt sie gelinde gesagt als nicht sehenswert. Die Charaktere können sich vielleicht noch entwickeln (was zu hoffen sein wird), aber auch die Special Effekts waren - wenn man das heute Mögliche als Grundlage nimmt - unter aller Kanone.

Aber das ist lediglich meine Meinung, jeder muss selbst sehen, ob er sich damit anfreunden kann.

 

Text by Thomas Raube

 

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