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Star Trek Ausstellung in Eberswalde  Der Nabel der Welt

 

 

           

 

Pünktlich zur Premiere des neuen Star Trek Filmes öffnete in Eberswalde die wohl einzige Star Trek- Ausstellung 2009 ihre Pforten. Ist doch wohl Ehrensache, dass die Crew der Euderion dort mal vorbeischauen muss.

 

Versprochen wurden über 1000 Exponate auf rund 300 Quadratmeter. Das besondere an dieser Ausstellung: Alle Ausstellungsstücke sind die gesammelten Werke EINER Person. Und wenn da plötzlich ein halbes Dutzend Borg in ihren Alkoven hängen oder liegen, riesige Raumschiffmodelle und detailgetreue Masken in Vitrinen ausliegen, dann kommt man schon ein wenig ins staunen. Doch fangen wir am Anfang an.

 

Über Treknews und zwei anderen Seiten erfuhr ich, dass der 6.6. 09 ein kleines Highlight der Star Trek Ausstellung “Faszinierend“ sein soll. Die Ausstellung wurde verbunden mit dem jährlichen Stadtfest, eine Führung durch das Museum durch den Initiator und zweier britischer Klingonen, die im Tim Russ Film „Of Gods and Men“ mitgespielt haben. Wie in einer kleinen Mini-Con haben sie dann Anekdoten aus OGAM zum besten gegeben, ihren Film angepriesen, und wir konnten den ersten Teil anschauen.

 

Etwas Planlos ging unsere Reise nach Eberswalde los. Trotz dieser einmaligen Sache waren es nachher nur Mike und Ich, die sich gefunden haben und Mike war deswegen auch lange unschlüssig, ob es sich lohnen würde dorthin zu fahren. Am Abend zuvor kam dann erst sein Entschluss: wir fahren hin.

 

Am nächsten Morgen dann also noch rasch Uniform eingesteckt, denn man weiß ja nicht, was dort einen erwartet. Nach einer Stunde fahrt, kamen wir in dem Städtchen (wir Großstädter würden „Dorf“ dazu sagen) Eberswalde an.

Raus, und erstmal einen Überblick verschaffen. Das Stadtfest war schon im vollen Gange, aber die erste Star Trek Aktion sollte sich noch ein wenig hinziehen. Also gingen wir doch schon einmal auf eigene Faust durch das Museum. Über drei Stockwerke hatte man versucht das eigentliche Stadtmuseum zu trekkifizieren. Im untersten Stockwerk konnte man sich über den Ursprung der Raumfahrt, der Mondlandung, Beobachtung durch Teleskope oder eine Zeittafel ansehen.

 

Im zweiten Stock ging es um die Verbindung von Realität und SciFi. Hier bekommt man erklärt, das es einen Mars-Krater gibt, der Eberswalde genannt wurde und bekommt einen Größenvergleich zwischen der Stadt Eberswalde und dem ins Leben gerufenen Raumschiff USS Eberswalde, dessen Podcast Abenteuer täglich auf Treknews.de angehört werden können.

 

Im dritten Stock, knapp unterm Dach gab’s dann die eigentliche Star Trek Ausstellung. Hier gab es Phaser, Tricorder, Schiffsmodelle, Pappaufsteller, Action-Figuren, Flaggen, und alles was sonst noch das Trekkie-Herz höher springen lässt. Gemessen daran, das dies aus der Hand eines einzigen Fans stammt, war dies schon beeindruckend. Zur Untermalung lief noch ein Fernseher und zeigte in einer Endlosschleife einige Star Trek-Dokus und Trailer.

 

Die Zeit verging, und das erste Rahmenprogramm sollte losgehen. Gestärkt durch eine kurze Einkehr in einen Subway-Laden gingen wir zur Hauptbühne auf dem Stadtfest. Mike ergatterte gleich zwei Plätze in der dritten Reihe, also relativ weit vorne. Während wir unsere Sandwiches verdrückten, schien es aber zu einem Stuhlrücken gekommen zu sein, denn plötzlich waren wir nicht mehr in der dritten, sondern in der 13 Reihe.

 

 

Also, Stühle geschnappt und auch vorgezogen. Durch den Ortsstämmigen Radio-Sender wurde dann das erste Star Trek-Event mit einer Live-Schaltung eröffnet. Der Veranstalter präsentierte zwei waschechte Klingonen, die leider kein Wort deutsch verstanden. Und da sich der Trekkie-Anteil des Publikums scheinbar nur auf Mike und mich bezog, verhielt sich der Versuch, einen kurzen Sprachkurs in Klingonisch zu machen als wenig überzeugend und schleppend.

Aber immerhin tauchten auch die ersten Uniformierten auf, woraufhin wir beschlossen zum Auto zurückzuwatscheln, um uns selbst in Schale zu schmeißen.

 

 

Als Admiral und seine Leibgarde ging’s zurück auf Stadtfest, wo wir nicht gerade wenige Blicke auf uns zogen. Doch Moment…wo war noch mal gleich das Museum?

Einen Moment herumgeirrt fanden wir ein paar Feuerwehrmänner, die sich wohl in ihrer Stadt auskennen sollten. Trotzdem wir ihnen die genaue Adressen geben konnten, konnten sie nicht sagen wo wir lang müssen. Das gibt einen doch vertrauen in die Feuerwehr.

Schlussendlich haben wir es dann doch geschafft, und bekamen auf dem Hinterhof einen Kaffe respektive Tee serviert während wir warteten, da die beiden Klingonen im Stadtfest offenbar verloren gegangen waren.

 

Nach einiger Zeit trudelten die beiden wieder ein, offenbar mussten sie sich erstmal ein Fass Blutwein sichern.

Jetzt konnte man sich mit den Klingonen fotografieren lassen, oder ihnen Fragen stellen, was aber aufgrund der Sprachbarriere nicht ganz so erfolgreich wurde, wie wohl geplant. Also machte der Veranstalter seine Führung durch das Museum, was er ausgesprochen professionell absolvierte.

 

Die beiden Klingonen schminkten sich in der Zwischenzeit ab, und wir konnten währenddessen noch ein paar Kontakte knüpfen. So kam es dann auch, das wir unsere ersten Autogramme geben mussten. Wir wurden aus unserem Fanfilm wieder erkannt und freundlich nach Autogramme gegeben. Na wenn das keine moralische Aufbau-Spritze war…

 

Nachdem die Führung beendet, und die beiden Klingonen wieder als Menschen durchgehen konnten, gab’s den ersten Teil von „Of Gods and Men“ zu sehen. Im Anschluss daran erzählten die beiden Briten, die professionelle Schauspieler waren, von ihren Erfahrungen auf den Sets der „Phase 2“ Crew und wie es war die bekannten Star Trek Größen wie Nichelle Nichols, Tim Russ u.a. kennen zu lernen.

 

Durchaus angetan von diesem Tag ging’s dann ab nach Hause.

 

Fazit:

Der Tag hat sich durchaus gelohnt, obgleich wir mit ganz anderen Erwartungen dorthin gegangen waren. In einer größeren Gruppe wäre das sicherlich eindrucksvoller gewesen.

Das Museum selbst ist ganz nett, wenn auch nicht die Fahrt nach Eberswalde wert. Aber mit dem ganzen Rahmenprogramm, wie dem Stadtfest und den beiden OGAM-Klingonen, der Führung und den anderen Fans war die Veranstaltung mehr als gelungen.

 

Eine weitere größere Veranstaltung wird es noch am 8. September zu Star Treks Geburtstag geben. Dort führt der Veranstalter noch einmal durch das Museum. Möglicherweise, das hat er selbst aber nur angedeutet, werden nach der Ausstellung auch einige Exponate verkauft. Wenn dies wirklich wahr sein sollte, gäbe es nochmals einen Grund hinzufahren. Wir werden sehen.

 

Text by Thomas Raube

Bilder by Mike Kühnel

 

 

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