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The Best of Trek Star Trek. Mittlerweile seit über 38 Jahren eine Erfolgsserie, an der zehn Kinofilme und vier weitere Serien (die Animierte nicht mitgerechnet:) anknüpften. Jeder muss selbst sehen, welche Serie er davon gut fand. Ob man mit Captain Kirk über Styroporfelsen hetzte, mit Picard auf eher gelassene Weise das Universum erforschte, mit Sisko in den Kampf gegen das Dominion zog, mit Janeway die Emanzipation pries, oder mit Captain Archer erstmals in unendlichen Weiten vordrang. Jede einzelne Serie hatte ihre Vor- und Nachteile. Sprechen wir mal nicht von den Nachteilen. In den folgenden Zeilen möchte ich das Beste von Trek noch einmal zur Geltung bringen: Die Top Drei jeder Serie. Natürlich ist diese Zusammenstellung nur die Meinung des Autors, ob ihr mir da zustimmt ist völlig euch überlassen.
Trotz der Schlafanzug-Uniformen, und der Pappmasche Aliens hatte Classic seinen eigenen Charme. Aus einer Trash Serie wurde ein Mythos. Die Top Three dessen sind meiner Meinung nach folgende Episoden:
1. „Ein Parallel-Universum“ (Org: „Mirror, Mirror“) Die Enterprise befindet sich auf einer diplomatischen Mission im Halkan System um dort Dilithium-Schürfrechte zu sichern. Zur gleichen Zeit, als ein schwerer Ionensturm das System kreuzt, werden Kirk, McCoy, Scotty und Uhura vom Planeten hochgebeamt und dadurch in ein Parallel Universum gezogen, in dem die Föderation nicht existiert, dafür aber das grausame Empire. Kirk ist hier ein despotischer Captain und Spock ein gewissenloser erster Offizier, der mit der Stellung des Captains liebäugelt. Mit eine der spannendsten und durchdachtesten Folgen aus Classic, in der wir zum ersten Mal das Spiegel-Universum kennenlernen, welches wir in DS9 und ENT noch ein paar mal zu Gesicht bekommen. Mittlerweile gibt es sogar eine ganze Comic Reihe über das Spiegeluniversum ein PC-Game, und in dem TNG Buch „Dunkler Spiegel“ bekommen auch Picard und Co Einblick in dieses Universum.
2. „Der schlafende Tiger“ (Org: „Space Seed“) Nach der Entdeckung des Schiffes S.S. Botany Bay stellt die Mannschaft der Enterprise fest, dass die – in einem Cryoschlaf Zustand versetzte Crew – aus superintelligenten, starken Individuen besteht, die im späten 20 Jahrhunderts durch genetische Manipulation geschaffen wurden. Einer von ihnen ist Kahn Singh, ein eugenischer Herrscher, der 1994 ein Viertel der Erde kontrollierte. Schon allein dadurch, dass dieser Handlungsstrang im zweiten Kinofilm wieder aufgegriffen wurde, hat Space Seed einen Platz der Top Three verdient. Ricardo Montalbans Auftritt war einfach nur genial und überzeugend. Und der ganze Plot um den eugenischen Krieg (dessen Zeitraum immer noch umstritten ist) wurde bereits mehrmals in den Nachfolgeserien wiederverwendet.
3. „Planetenkiller“ (Org: „The Doomsday Maschine“) Die Enterprise trifft im All auf ein riesiges außerirdisches Gebilde, das ganze Planeten zerstören kann. Der Planetenkiller. Captain Decker hat bereits sein Schiff, die Constitution, an diese Maschine verloren, und übernimmt nun die Enterprise, um nochmals gegen den Feind anzutreten, der seine Mannschaft auslöschte. Panetenkiller ist eine der ersten Episoden, in der verschwenderisch mit Special Effects umgegangen wird, und das nicht, ohne Spuren zu hinterlassen. Packend bis zum Schluss. Die Folge verdient sich daher meinen dritten Platz.
Mein Favorit, was die fünf Trek Serien angeht, weswegen fragt ihr? Wegen Folgen solchen Kalibers:
1. „In den Händen der Borg“ & „Angriffsziel Erde“ (Org: „The best of both Worlds 1+2“) Der Föderationsaußenposten New Providence wird zerstört. Die Enterprise soll sich dem annehmen. Schnell deutet alles auf die Borg. In einem Gefecht wird die Enterprise schwer beschädigt, und Captain Picard wird entführt. Ein Rettungsteam beamt auf den Kubus, doch zu spät – aus Picard ist bereits Locutus geworden. Mit dem Wissen von Picard ausgestattet, nehmen die Borg Kurs auf die Erde. Das erste wahre Auftreten der Borg. Und zugleich eine der spannendsten Geschichten aller Trek Serien. Picards Verwandlung in Locutus verschafft einen unweigerlich eine Gänsehaut. Und mit der Schlacht von Wolf 359 haben wir ein Ereignisse, welches alle nachfolgenden Serien beeinflusst.
2. „Das fehlende Fragment“ (Org: „The Chase“) Kurz bevor Picards ehemaliger Archäologie-Professor Galen stirbt, gibt er ihm ein archäologisches Rätsel auf. Als der geradezu besessene Picard es lösen will, stößt er auf Spuren einer DNS, die alle bekannten Rassen miteinander verbindet. Seine Suche nach der Ur-Rasse führt ihn auf eine gefährliche Jagd, an der auch die Cardassianer, die Klingonen und die Romulaner teilnehmen. Einfach die Tatsache, alle Haupt-Spezies in einer Folge agieren zu sehen ist schon toll. Dazu wird einen aber auch noch eine Intelligente, Gene Roddenberry hafte Story dazugegeben, mit Intrigen, Action und einem großen Geheimnis.
3. „Besuch von der alten Enterprise“ (Org: „Relics“) Die Enterprise-Crew rettet Scotty aus einem Transporterstrahl des Raumschiffes Jenolen, welches auf eine Dysons-Sphäre gestürzt ist. 75 Jahre lang gefangen, bemerkt er, dass er einer völlig veränderten Welt gegenübersteht, in der seine Hilfe nicht mehr benötigt wird. Nachdem die Enterprise ungewollt in die Sphäre gezogen wird, kann Scotty noch einmal zeigen was er kann. Einer der schönsten Episoden der TNG, schon alleine wegen des Alt-Mimen James „Jim Beam“ Doohan. Die beste Szene: Scotty und Picard, die gemeinsam auf der Holodeck Nachbildung der ‚ersten‘ Enterprise trinken.
Wie alle Star Trek Serien fing auch DS9 erst mit der dritten Staffel an gut zu werden. So verwundert nicht, dass alle Top Three aus den späteren Staffeln kommen.
1. „Die Belagerung von AR-558“ (Org: „The siege of AR-558“) Sisko, Dax, Bashir, Nog und Quark beamen auf den Planetoiden Ar-558 im Chin’toka System, und werden Zeuge der Brutalität des Dominion. Da nur noch ein Lieutenant die demoralisierten Truppen anführt, beschließt Sisko dazubleiben und zu helfen. Krasser wurde der Krieg in Star Trek nie dargestellt. Während uns in bisherige Kriegsfolgen die Mär von Kriegsruhm und Heldenglorie aufgetischt wurde, servierten uns hier die Produzenten ein hartes, schmutziges Kriegsabenteuer, das wirklich auf den Magen schlägt. ‚Platoon‘, ‚Full Metal Jacket‘ und ‚Apocalypse Now‘ standen für diese Episode Pate. Hier wird der Krieg als verzehrender Moloch geschildert, der den Menschen auf seine niedersten Empfindungen reduziert, und ihn zerstört. Besonders bedrückend, die Montage von Kampfszenen zu einem Lied von Vic Fontaine. Eine Hommage an die berühmte Sequenz aus ‚Good Morning Vietnam‘ in der zu Klängen von Louis Armstrongs „What a wonderful world“ geschossen und gestorben wird. The Siege of AR-558 ist zugleich eine der blutigsten und nüchternsten Trek Folgen. Wer da keine Träne herausdrücken kann...
2. „Das, was du zurück läßt“ 1+2. (Org: „What you leave behind 1+2“) Der letzte große Kampf gegen das Dominion rückt näher. In der Verzweiflung verspricht die Gründerin den Breen alles, um zum Sieg zu gelangen. Da erfahren sie, dass Damar noch am Leben ist und den Widerstand organisiert – doch die sterbenskranke Gründerin schlägt mit brutaler Gewalt zurück, und verwandelt Cardassia zu einen Trümmerhaufen. An der Spitze der großen Flotte der Alpha Quadrant Allianz bricht die Defiant auf. Ihr Ziel: Cardassia. Unterdessen auf Bajor hat Kai Winn herausgefunden, wie die Pagh Geister aus den Feuerhöhlen befreit werden können. Die letzte Folge der Serie mauserte sich zu einer der besten überhaupt. Die Dramaturgie wurde ins Unermessliche getrieben, und nicht für alle Charaktere steht ein Happy End bereit. Das Ende der Serie wurde zu einem dramatischen, würdevollen und traurigen Abgang. Das große Taschentuchzücken war jedenfalls bei dem Zusammenschnitt angesagt, in der sich die Hauptcharaktere zu den Klängen des Songs „The Way you look tonight“ von James Darren an gute alte Zeiten erinnern, und die Kamera sich in der allerletzten Szene immer weiter von der Raumstation entfernt. G’bye DS9. Als kleinen Bonus sollte man sich die Vic Fontain Szene noch einmal anschauen. Achtet auf die Band, die Leute im Hintergrund und auf die Tänzer. Beinahe sämtlichen Produzenten, und Charaktere, die sonst hinter einer Alien Maske versteckt worden sind, sind hier wiederzufinden.
3. „Die Suche“ 1+2. (Org: „The Search“) DS9 hat mit der Defiant endlich eine wirksame Verteidigung gegen die Gefahr des Dominion bekommen. Mit ihr macht sich Sisko und Co auf, die rätselhaften Gründer zu finden. Nachdem man aber von dem Dominion geentert wird, fliehen Odo und Kira auf einen Planeten im Omarion Nebel, wo Odo erstmals sein Volk trifft. Mit dieser Folge beginnt eigentlich der unausweichliche Krieg gegen das Dominion, als deren Kopf sich die Gründer herausstellen. Odo steckt von da an in der Zwickmühle; entscheidet er sich für die Solids, wird er für immer von seinen Volk getrennt, bleibt er bei den Formwandlern, muß er Kira verlassen. Hier begann Deep Space Nine erst wirklich.
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