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Das klingonische Reich hat seit je her eine Reihe beeindruckender Kriegsschiffe in die Schlachten geschickt. Von den ersten Schiffen der Raptor Klasse, über die Flaggschiffe der 2360er, die Vor’cha Klasse, bis hin zu den neusten und stärksten Schlachtschiff: der Negh’var.
Ende 2372 lief der Prototyp, die I.K.C. Negh’var vom Stapel und startete zu ihrer ersten Mission in das Bajor System, da die Klingonen einen Angriff auf die Cardassianer planten. Durch einen Umsturz auf Cardassia Prime vermuteten die Klingonen, dass die Formwandler daran beteiligt waren, und nun die cardassianische Union führten. Die Negh’var diente bei dieser Invasion als Flaggschiff der Flotte, und führte die Truppen in den Kampf. 1 ½ Jahre später musste der Feldzug aufgegeben werden, da die Streitkräfte vom Dominion zurückgeschlagen wurde. Bis zu dieser Zeit führte Kanzler Gowron persönlich das Kommando, und gab es später an seinen Stellvertreter Martok ab, der sich jedoch als Formwandler herausstellte.
Die Serienproduktion der Negh’var begann trotz der Entwicklung des Prototypen von 2372 erst gegen ende des Dominion-Krieges, also um die 2376. Der Grund dafür liegt daran, das dass klingonische Reich entgegen ihres Auftretens und der Propaganda durch die Kriege sehr große Mengen an Ressourcen einbüßen mussten. In der näheren Vergangenheit waren es vor allen Dingen der klingonische Bürgerkrieg von 2367/68, der kurze Konflikt mit der Föderation von 2373 und zuletzt der Krieg mit den Cardassianern, was sich zum umspannenden Dominion-Krieg weiterentwickelte.
Was das Design angeht, so ist schnell auszumachen, dass man sich an den älteren Schiffsentwürfen orientiert hat. Wie schon die Raptor, D7, K’tinga oder Vor’cha besitz die Negh’var eine Hammerhead artige Frontsektion, in der des meist die Hauptbrücke auf einer erhöhten Sektion liegt, sowie die Hauptwaffenphalanx. Ein etwas schmalerer Zulauf verbindet diese Sektion mit dem Maschinenteil, der aus zwei großen Flügeln besteht, an deren ende die Warpgondeln stehen. In der Schiffsmitte befindet sich der höchste Teil, der die weitläufige Hangarsektion beinhaltet, in der sowohl Shuttles, als auch verschiedene Arten von Fightern zu finden sind.
Als eines der ersten klingonischen Schiffe der Klingonen besitzt die Negh’var vier Warptriebwerke, was sie auch zu hohen Geschwindigkeiten befähigt. Wie auch die Föderation und die meisten anderen interstellar raumfahrenden Rassen benutzen die Klingonen einen Materie/Antimaterie-Reaktor, der das Schiff mit Energie versorgt. Der der Negh’var ist in etwa zu vergleichen, mit dem eines neueren Galaxy Klasse Raumschiff der Starfleet und liefert somit genug Energie für Geschwindigkeiten jenseits von Warp Faktor 9,8. Genauere Daten stammen leider aus unzuverlässigen Quellen. Ein großer, wenn nicht sogar der größte Nachteil des Schiffes ist seine Massenträgheit. Waren ja schon die Schiffe der Vor’cha Klasse immer etwas träge, fällt dies bei der Negh’var besonders ins Auge. Sie ist so gut wie kaum in der Lage Ausweichmanöver zu fliegen, geschweige denn komplizierte Flugmanöver. Dies ist der Grund warum oft kleinere Birds of Prey die Negh’var begleiten, da sie sich gegen Fighter kaum zur wehr setzen kann.
Gerade im Flottenverband ist die Negh’var kaum zu überbieten, wenn es darum geht, die Kräfte zu messen. Es gibt kaum ein anderes Schiff der großen Hauptmächte der Milchstraßengalaxie, die mit der Feuerkraft des Klingonenschiffes zu vergleichen ist. Der eheste Versuch eines Vergleich wäre die Sovereign Klasse der Föderation, oder die D’deridex Warbirds der Romulaner. Ihre 16 Disruptoren erlauben ein Schussfeld von 360°, und wie schon bei der Vor’cha Klasse verfügt sie über die Möglichkeit alle Waffen über einen Emitter zusammenzuschließen, um einen gewaltigen Feuerstoss mit gebündelter Energie auf ein Ziel loszulassen. Beim Angriff auf die Raumstation Deep Space Nine im Jahr 2373 verwendeten die Klingonen diese Möglichkeit, und die Schilde der Station mit einem Angriff zu vernichten.
Die Negh’var ist Feindfeuer zumeist hilflos ausgeliefert, da das träge Schiff unmöglich den schnellen Entladungen ausweichen kann. Die Ingenieure waren sich dieses Mankos durchaus bewusst, und panzerten das Schiff mit einer neuartigen Metalllegierung, die selbst mehrere Volltreffer der üblichen Waffensysteme, oder sogar eines Quantentorpedos aushalten sollte. Zusätzlich dazu, wird das Schiff von sieben Schutzschild-Emitter geschützt, die zwei übereinanderlappende Schildblasen speisen. Wie bei allen Schiffen der Klingonen ist auch die Tarnvorrichtung als Waffensystem zu benennen. Ob dieses jedoch eine Erweiterung der bereits bekannten ist, ist unbekannt. Derzeit weiß man nur von den Romulanern, das sie mit Tarntechnologien experimentieren, mit denen man feste Objekte durchdringen, getarnt feuern kann, und zudem noch funktionierende Schilde besitzt. Auch ende des 24 Jahrhunderts hinken die Klingonen den Romulanern im Gebiet der Tarntechnik immer noch hinterher. Während eine romulanische Tarnvorrichtung selbst bei einem massiven Tachyon-Scan unentdeckt bleibt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, eine Negh'var durch einen solchen Scan zu entdecken.
Ihre Zukunft:
Gegen Anfang der 2380 gibt es bereits eine größere Anzahl von Schiffen der Negh’var Klasse. Die Schiffe wurden nach Kriegsende für die Verluste des Dominion-Krieges produziert, und stellen in Zukunft das Rückgrat der klingonischen Streitmächte dar.
Durch das übermächtige Wesen Q bekam Captain Jean Luc Picard einen kurzen Einblick auf eine alternative Zukunft, in der die Klingonen das Romulanische Imperium annektiert hatten. In dieser Zukunft hatte sich die Beziehung zur Föderation verschlechtert, und klingonische Schiffe patrouillierten an den Grenzen. Zu ihnen zählen auch die Schiffe der Voo’dieh Klasse, eine unzweifelhafte Weiterentwicklung der Negh’var Klasse. Die Voo’dieh besaß beinahe das gleiche Design wie sein Vorgänger. Lediglich kleine Abwandlungen wurden vorgenommen. So verschwanden offenbar die beiden sekundären Triebwerke von den Flügeln, was das Schiff um einiges flacher erscheinen lässt. Zudem wurde die Hauptwaffenphalanx offenbar modifiziert, da sich dort nun eine längere Variante des zusammenschließbaren Disruptors befand. Als letzte nennenswerte äußere Änderung sind noch einige kleine „Flossen“ zu benennen, die sich am unteren Rumpf befinden. Ihre Funktion ist unbekannt. In der alternativen Zukunft von 2395 war es für zwei Voo’dieh Schiffe ein leichtes ein Olympic Klasse Raumer der Föderation zu vernichten. Sie griffen dabei nichteinmal auf Torpedos zurück, sondern beließen es bei den Standard Disruptoren. Jedoch hatten sie gegen eine Galaxy Dreadnaught Klasse nicht die geringste Chance. Die Phaserkanone der Enterprise war so stark, dass sie mühelos die Schilde der Voo’dieh, als auch die Hülle zusammenbrechen ließ. Es ist möglich, das Konstruktionselemente dieser möglichen Zukunft in der echten Zeitlinie aufgegriffen werden. Es bleibt jedoch abzuwarten, welche dies sein werden.
Text by Thomas Raube |
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