|
|
|
||
|
|
Obwohl sich die Serie „Star Trek: ENTERPRISE“ darum bemüht hat sich an die bereit bestehenden Fakten des Star Trek Universums zu richten, haben sie an einigen Stellen die Geschichtsschreibung umgeschrieben, um mehr Freiheiten für die Autoren zu erlangen. Einer dieser Freiheiten war die Verlegung des romulanischen Krieges um 5 Jahre in die Zukunft. Gemäß des sieben Jahres Konzepts das wir aus TNG, DS9 und VOY kennen, war es eigentlich geplant, den romulanischen Krieg in die Serie zu integrieren, so dass die alten Daten gestimmt hätten, und nach dem Ende des Krieges die Gründung der Föderation hätte stattfinden können. Durch das vorzeitige Ableben der Serie entschied man sich jedoch den Krieg zu vernachlässigen, und die Daten um fünf Jahre zu verlegen, um zukünftig eine Basis für weitere Geschichten zu haben (neue Serie, neuer Film, Bücher etc.). Ich werde mich hier an die alten Fakten richten, die wir aus der Classic-Serie kennen.
Romulan War (2156-2160)
Ohne die Ereignisse des Angriffs der Xindi herunterzuspielen bei dem mehr als sieben Millionen Menschen den Tod fanden, war der romulanische Krieg der Erste, in dem die geeinte Menschheit sich gegen Aggressoren auseinandersetzen musste, die nicht von der Erde stammten. Ein offizieller Kontakt mit dem romulanischen Sternenimperium ist vor dem Jahr 2161 nicht verzeichnet, auch wenn es Berichte von der Enterprise NX-01 gibt, in der sie auf einen romulanischen Bird of Prey gestoßen waren, der sie von einem Minenfeld verjagte.
Im Jahr 2156 durchquerte das Starfleet-Schiff U.S.S. Carrizal ein Zwillings Klasse M Sternensystem nahe dem Triangula System. Der Wissenschaftsoffizier nannte die beiden Planeten Romulus und Remus, nach den mythischen Zwillingen, die das römische Reich vor zweitausend Jahren gründeten. Drei Monate nach diesem Ereignis wurde die Balboa, ein NX Klasse Schiff zu einer First Contact Mission in das romulanische System geschickt. Beim Eintritt in den Orbit wurde die Balboa jedoch von fünfzig kleinen, vogelähnlichen Schiffen angegriffen. Der Deadalus Kreuzer U.S.S. Stone Mountain reagierte auf den Notruf der Balboa, und griff in den Kampf mit ein. Trotz dessen wurde die Balboa zerstört, und die Stone Mountain geriet in Feindeshand. Die Romulaner lernten von ihrer Kriegsbeute. Somit erlangten sie die Grundlagen des Warpantriebes. Mit der Stone Mountain als Trägerschiff umgebaut, schickten sie ihre Birds of Prey in die Schlacht.
▲ Die von den Romulanern als Trägerschiff umgebaute USS Stone Mountain
Zunächst wurden nur dem Imperium nahe gelegene Außenposten der Menschen angegriffen, wie etwa die Kolonie Centi Gamma, die durch gezielte Atomsprengköpfe vernichtet wurden. Später jedoch wagte man sich auch an Erdnähere Objekte heran, so dass die Starfleet eine Offensive einleiten musste. Der Krieg begann. Ohne jemals den Feind ins Antlitz schauen zu können vergingen zwei Jahre der ständigen Konfrontationen der beiden Gegner, ohne das eine Seite die Oberhand gewann. Die Romulaner schickten ständig neue Verstärkungstruppen mit der Stone Mountain, welche wiederum in einer Pattsituation von der Starfleet aufgehalten wurden. Es wurde zu einer Materialschlacht, in der derjenige gewann, der bei der nächsten „Lieferung“ der Stone Mountain die meisten Schiffe vorweisen konnte. Nachdem dies aber auch im folgenden Jahr (2159) niemanden gelang, wurde versucht, den Romulanern ihren Trumpf zu nehmen, in dem man die Stone Mountain als Primärziel wählte. Admiral Jennis, die derzeitige Oberbefehlshaberin der Erd-Flotte gab den Schicksalshaften Befehl, die Stone Mountain zu zerstören, koste es was es wolle. Lieber wollte sie in dieser einen Schlacht dreimal so viele Schiffe, und die gesamte Erdverteidigung opfern, als das weiterhin feindliche Birds of Prey eingeflogen werden, und diese durch mäßige, aber mit der Zeit doch massige Verluste zurückgetrieben werden müssen. Admiral Jennis Befehl war eigentlich eine gute Idee, um die ständigen Angriffe zu unterbinden, hatte sie aber im Traum nicht daran gedacht, das sich die Verluste auf gute achtzig Prozent der gesamten Raumflotte handeln würden. – Die Stone Mountain wurde dafür im Carajal System abgefangen, konnte aber rechtzeitig ihre Fracht ausklinken, und somit entstand ein erbitterter Kampf den die Starfleet zwar für sich entscheiden konnte, aber zwei Schlappen hinnehmen musste. Zum einen verlor man fast ein drittel der Angriffsflotte, zum anderen konnte die Stone Mountain fliehen. Um nicht auf die nächste Lieferung zu warten, entschloss man sich, ihr zu folgen. Unmittelbar vor Romulus holte man das ehemalige Starfleet-Schiff ein, nur um dort auf die geballte Armada der romulanischen Flotte zu stoßen. Das Ergebnis war die vollkommene Zerstörung der Erd-Streitkräfte; aber auch der Stone Mountain. Der Sieg war bitter, hoffte man aber, dass die Romulaner nach der Zerstörung der Stone Mountain keine Möglichkeit mehr hatten interstellar zu reisen.
Eine Hoffnung, die mit der Serienproduktion der Talon Klasse Birds of Prey verpuffte. Es war den Romulaner gelungen, die komplizierte Warptechnologie zu reproduzieren und demonstrierten ihre neue Errungenschaft, in dem sie die Erdstreitkräfte mit weiteren Angriffen belegten.
Das letzte Kriegsjahr war insgesamt gesehen das Ereignisloseste. Der Krieg flaute ab. Es war jedoch nur die trügerische Ruhe vor dem Sturm, denn beide Parteien hatten in der Schlacht um die Stone Mountain einen Großteil ihrer Flotten verloren, und waren darauf bedacht, die verbliebenen Schiffe zu schonen, und schnellstmöglich neue Streitkräfte zu produzieren. Somit wurden lediglich Nachschubrouten und sichere Ziele, bei denen man keine Verluste befürchten musste angegriffen.
Diese Ruhe legte sich gegen Ende des Jahres 2160 mit der berühmten Schlacht von Cheron. Beide Seiten marschierten mit wieder gestärkten, aber insgesamt gesehen, erschöpften Truppen auf. (In diesen Flotten waren alle Reserven der beiden Mächte inbegriffen) Es war somit klar, dass diejenige Seite, die die Schlacht von Cheron gewinnt, auch den Krieg gewinnt. Die Geschichtsbücher der Föderation werden später schreiben, dass diese Schlacht mit einer demütigenden Niederlage für die Romulaner endet. Die feindliche Flotte war besiegt, und nichts stand mehr zwischen der Erd-Flotte und dem romulanischen System. Doch niemand brachte es zu Ende. Stattdessen machte man über Subraumfunk den so genannten Vertrag von Algeron aus, einen Friedensvertrag, der die neutrale Zone erschuf. Für beide Seiten wurde ein Eintritt der neutralen Zone untersagt und als kriegerischen Akt gewertet. Die neutrale Zone besteht auch im Jahr 2379 noch und sichert den Frieden. Es gab zwischenzeitlich einige Verletzung von beiden Seiten, aber keine dieser Zwischenfälle artete in einen weiteren Krieg aus.
Anmerkung: Alle hier dargestellten Informationen stammen aus insgesamt sieben verschiedenen Quellen, von denen zumindest drei nicht offizieller Basis sind. Die Informationen sind also nicht hundertprozentig bindend.
Text by Thomas Raube
|
__________________________________________________________________________________
STAR TREK, STAR TREK: THE NEXT GENERATION, STAR TREK: DEEP SPACE NINE, STAR TREK: VOYAGER & STAR TREK ENTERPRISE
are Registered Trademarks of Paramount Pictures. TM, ® & © by Paramount Pictures. All Rights Reserved.
STARGATE & STARGATE ATLANTIS are Trademarks of Metro Goldwyn Mayer Studios Inc. All Rights Reserved.
FARSCAPE is a Trademark of the Jim Henson Company and Hallmark Entertainment. All Rights Reserved.
Joss Whedon's FIREFLY is a Trademark of Twentieth Century Fox Film Corperation. All Rights Reserved.
Copyrighted material has been used for non-commercial purposes only.