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Kinokritik: X-Men 3 "The Last Stand"

X-Men 3 liefert den dritten und besten Teil der Trilogie um die Mutanten um Charles Xavier und seinen Gegenpart Magneto. Für alle Fans dieses Action-Fantasy- Spektakel liefern wir euch alles von Kritiken, Hintergründen und Mutantengallery.

 

Plot:

Der Kampf gegen die Mutanten wird in eine neue Runde geführt. Nachdem das Gesetz zur Markierung aller Mutanten nicht durchgesetzt wurde, rückt man ihnen anders zur Leibe. Ein „Heilmittel“, gewonnen aus den Fähigkeiten eines kleinen Jungen namens Leech, in dessen Nähe das X-Gen ausgeschaltet wird, wird als Impfstoff gegen Mutationen veröffentlicht. In den Reihen der Mutanten wird dies mit zwiespältigen Gefühlen entgegengesehen. Während sich die einen nach dem Mittel sehnen, um wieder normal unter den Menschen zu leben, gehen die anderen auf die Barrikaden, denn sie fühlen sich nicht so, als müssten sie geheilt werden. Magneto nutzt dies, um Mitglieder für seine Brotherhood of Mutants anzuwerben, und zum Endschlag gegen die Menschheit auszuholen.

Unterstützt wird er von jemanden der eine klaffende Wunde unter den X-Men gerissen hat: Jean Grey, die als Dark Phoenix wiedergeboren wurde.

Professor Xavier lässt seine X-Men zur letzten Schlacht führen, denn er kennt die unglaubliche Macht, die Jean durch den Verlust ihrer mentalen Blockade wiedererlangt hat. 

Hintergründe:

 Die Hürden, die „X-Men: Der letzte Widerstand“ bis zu seiner Fertigstellung überwinden musste, hätten gar nicht größer sein können. Da wäre zunächst die unsägliche Regie-Geschichte. Erst zog sich Bryan Singer, der Erfolgs-Regisseur der ersten beiden Teile, aus dem Projekt zurück, weil er es vorzog, für Warner Superman Returns zu inszenieren. Als Antwort wurde kurzerhand Regisseur Matthew Vaughn verpflichtet – doch nur neun Wochen vor dem anvisierten Drehbeginn schmiss auch er (wegen künstlerischen Differenzen) das Handtuch. Also war auf einmal Brett Ratner („Rush Hour“, „Roter Drache“) im Rennen.

Auch die Schauspieler-Riege verursachte einige Sorgenfalten. Halle Berry lag mit Bryan Singer im Clinch und wollte eigentlich nie wieder in die Rolle der Storm schlüpfen. Nachdem der ungeliebte Regisseur jedoch abgesprungen war und sich Berrys vermeintlich eigenes Comic-Franchise Catwoman als arges Desaster entpuppte, ließ sich die attraktive Oscar-Preisträgerin doch noch von einer Rückkehr überzeugen – wenn sie denn eine größere Rolle bekäme.

Hugh Jackman wurde zwischenzeitlich mit einem „Wolverine“-Spinoff der Mund wässrig gemacht (kommt nun wahrscheinlich 2008?!). Bei der Besetzung der neuen Charaktere gab es den gleichen Affentanz. Josh Holloway („Lost“) war eigentlich als Gambit fest eingeplant. Als dieser dann absagte, wurde kurzerhand der gesamte Charakter komplett aus dem Drehbuch gestrichen. Mike Vogel (Wo die Liebe hinfällt) hatte ebenfalls bereits die Zusage, sich als Angel durch die Lüfte schwingen zu dürfen. Doch da der eigentliche Drehplan nicht eingehalten werden konnte, kam es zu Überschneidungen mit den Dreharbeiten zu Wolfgang Petersens „Poseidon“. Ohnehin war „X-Men: Der letzte Widerstand“ ein logistischer Alptraum. Viele der Stars standen nur für einen äußerst überschaubaren Zeitraum für die Dreharbeiten zur Verfügung. Ian McKellen hatte beispielsweise mit The Da Vinci Code - Sakrileg eine nicht ganz kleine Produktion hinter sich zu bringen.

Die Vorzeichen standen also alles andere als gut und manchem treuen Fan der X-Männer schwante bereits Böses. Doch es kann Entwarnung gegeben werden. „X-Men: Der letzte Widerstand“ kann qualitativ voll mit seinen beiden Vorgängern mithalten.

Dabei ist gerade der Einstieg überaus gelungen. In zwei kurzen Rückblenden erfährt der Zuschauer mehr über die Mutanten Angel und Jean Grey, wobei insbesondere die Jean-Grey-Episode wichtig für das spätere Geschehen ist, denn selbst die damals noch befreundeten Charles Xavier und Eric „Magneto“ Lensherr sehen gegen die Kräfte des kleinen Mädchens am anderen Ende des Tisches aus wie Schuljungen. Erst dann knüpft die Geschichte an die Geschehnisse von X-Men 2 und den (vermeintlichen) Tod von Jean Grey an. All zu kompliziert wird es im Folgenden allerdings nicht. Im Mittelpunkt steht dabei ein von der Regierung entwickeltes Serum gegen die „Krankheit“ Mutation. Dass diese Erfindung nicht nur das Lager der Mutanten in zwei Hälften spaltet, versteht sich von selbst. Insbesondere Charles Xavier und Dr. Hank „Beast“ McCoy (Kelsey Grammer), der Berater des Präsidenten in Mutanten-Fragen, sind bemüht, die Wogen zu glätten.

Wenn nach nicht einmal der Hälfte des Films von zwei der bisherigen Hauptcharaktere Abschied genommen werden muss, ist der deutsche Untertitel „Der letzte Widerstand“ durchaus wörtlich zu nehmen.

 Bei den neuen Mutanten gibt es einiges an Licht und ebenso viel Schatten. Ellen Page (Hard Candy) ist als Kitty „Shadowcat“ Pryde gerade für das Team der Nachwuchs-X-Männer eine echte Bereicherung. Darüber hinaus ist ihre Fähigkeit durch Wände gehen zu können für den einen oder anderen Gag gut. Die Wahl von „Frasier“-Darsteller Kelsey Grammer für die Rolle des Beast erschien zunächst befremdlich, doch im Nachhinein geht die Rechnung tatsächlich auf. Die eher ruhigen und nachdenklichen Töne seines Charakters stehen Grammer selbst hinter der blauen Maske und dem dicken Fell gut zu Gesicht. Erst am Ende muss auch er so richtig auf den Putz hauen – und für so etwas gibt es heutzutage schließlich Spezialeffekte. Der überwiegende Rest der neuen Mutanten ist gehobenes Kanonenfutter, wie etwa Ex-Profifußballer Vinnie Jones, der als Juggernaut tatsächlich 2,8 Dialogzeilen hat.

Geradlinig nimmt der Film Kurs auf den großen Endkampf zwischen den letzten verbliebenen X-Men und Magnetos Brotherhood. Dass dieser ausgerechnet auf Alcatraz stattfinden muss, ist natürlich ein derbes Klischee, aber was Ratner hier auf sein Publikum los lässt, ist ein Effektfeuerwerk der ersten Klasse. Sage und schreibe 150 Millionen Dollar durfte er in die Luft jagen. Entsprechend bombastisch sind die Schauwerte. Brett Ratner hat die schwierige Aufgabe tatsächlich anständig zu Ende gebracht.

 Kritiken

 by Master

 Wow, was für ein Film!

Ich denke mal, und ich spreche nicht nur für mich wenn ich sage, dass dieser Film der krönende Abschluss und zugleich einen Neubeginn der Saga von den X- Men bildet.

Dies war mit Sicherheit noch nicht der letzte Streich und die Erfahrung zeigt, dass wir in der Zukunft zumindest mit einer TV- Serie rechnen dürften.

Wenn auch leider ohne die grandiosen Darsteller, jedoch vielleicht mit der Fortsetzung jener begonnenen Geschichte.

 Die Story erzählte bestimmt schon Thomas in seinem Essay, so dass ich euch die Wiederholung ersparen kann und gleich zum Wesentlichen kommen darf.

 Bevor ich hier die Lobeshymnen anstimme und im Sopran wie ein Mädchen kreischend meine Begeisterung zum Ausdruck bringe, lasse ich die als negativ empfundenen Dinge des Films auf euch einwirken.

Warum mussten so viele der Hauptcharaktere im letzten Teil der X- Men Saga sterben? Ist dem Regisseur zur Hälfte des Films das Budget ausgegangen, vielleicht weil die (megageilen) SFX zu teuer wurden?

Allen voran Patrick Stewart als Professor Xavier, gefolgt von Famke Jannsen als Jean Grey und nicht zu vergessen den Typen, der Cyclops spielte (vielleicht fügt Thomas ja noch den Namen ein, da ich mir diesen nicht merken konnte) (Anm. der Red.: Aber sicher mach ich das J: das wäre Vinnie Jones). Rogue hat ihre Kräfte eingebüßt und gehört jetzt wieder zu der Gattung Homo sapiens, aus Liebe zu ihrem Freund, Iceman genannt.

 Im Großen und Ganzen jedoch bildet der letzte Teil ein wundervolles und Detailverliebtes kleines Meisterwerk, das auf ganzer Linie zu überzeugen weiß.

Allein schon die SFX erzählen ihre eigene Geschichte und fesseln den Zuschauer in seinen Kinositz. Durch die besondere Akustik der Kinosäle kommt der gesamte Film recht gewaltig daher und lässt auch noch so jede kleine Erschütterung wie ein Donnern über die Köpfe der Besucher hallen. Action, gespickt mit einer Portion Heldenmut und dazu noch recht hübsch verpackte Romanze zwischen Wolverine und Jean Grey ergibt das Ganze eine überaus ansehnliche Mischung, aus kurzweiliger Komödie und packender Science- Fiction.  

Und was wäre es für ein unrühmliches Ende, wenn nicht zum Schluss nicht noch irgendwie ein winziges Hintertürchen offen gelassen wird. Für einen alten Filmfreak wie mich natürlich schon vorher abzusehen, aber doch überzeugend und logisch umgesetzt.

 

Zu guter Letzt noch ein Hoffnungsschimmer für all diejenigen, die Höllenqualen erlitten haben und bis heute nicht darüber hinweg sind: Nein, Patrick Stewart als Prof. Xavier ist nicht tot. Er wurde nur nach Hause zurück gebeamt … :o)

Wertung: von 5 möglichen Sternen erteile ich 4, wegen der Ableben einiger Hauptcharaktere.

by Jordan

Wie soll ich X-Men III bewerten?

Eine furioses Actionabenteuer bei dem ein beeindruckender Specialeffect den anderen jagt trifft es wohl am ehesten.

Die Story hat – wie auch in den beiden anderen Filmen – keinen wirklichen Tiefgang. Es war zwar zu sehen, dass die Macher mehr als nur einen Actionstreifen machen wollten. Das scheiterte aber an der Überfrachtung mit Action kläglich. Dabei war das Thema – wie weit darf man im Kampf um seine Rechte gehen? Darf man die Rechte der anderen deshalb einschränken? – eine gute Grundlage für das Vorhaben.

Aber dafür ist der Film spannend bis zur letzten Minute. Es taucht eine Flut neuer Mutanten auf. Und die Macher konnten ihre Phantasie spielen lassen, um sich die verschiedensten Fähigkeiten auszudenken. Und das ist ihnen super gelungen.

Die Effekte sind auch spitzenmäßig. Besonders gut hat mir gefallen, als die Golden-Gate-Bridge spontan versetzt bzw. umgeleitet wurde nach Alcatraz. Wo dann der beeindruckende Schlusskampf Gut gegen Böse mit guter Absicht oder auch das fehlgeleitete Gute stattfindet.

Und trotz aller beeindruckenden Effekte und Mutantenfähigkeiten war es für meinen Geschmack zu viel des Guten. Zu viele Effekte, zu viel In-Szene-Gesetze von Halle Berry. Die Story ist nicht mehr oder weniger spannend als die beiden Vorgänger. Damit haben die X-Men mehr geschafft als andere Mehrteiler.

Alles in allem hat mir der Film trotzdem gefallen, mich aber nicht vom Hocker gerissen. Selbst die gefühlvollen Szenen haben bei mir nichts ausgelöst.

Fazit: Ist etwas für Action- und X-Men-Fans.

by Thomas Raube

X-Men 3 ist meiner Meinung nach ein Highlight von dem was uns Hollywood an Blockbuster für das Jahr 2006 präsentiert hat. Da kann kein Æon Flux, Slither, Ice Age oder Mission Impossible mithalten.

Zugeben muss ich allerdings, dass der dritte Teil eine ganze Schar neuer Mutanten präsentiert, zu denen es praktisch war, sie und ihre Kräfte bereits aus den Comics zu kennen. Ich hatte das Glück, und wusste damit sofort, wer Leech, Multiple Man, Quill oder Arclight waren. Für jeden der ihre Hintergrundgeschichten nicht kennt, wird im neuen Teil einfach zu wenige Informationen gesät. Jeder hat einen kurzen Auftritt, und darf seine Fähigkeiten präsentieren, um dann wieder in den Hintergrund zu rücken, und für den nächsten Platz zu machen.

Das war aber auch schon der einzige Kritikpunkt, mal abgesehen davon, dass die Riege „Etwas“ dezimiert wurde, den ich angeben würde. Der Rest des Films ist ein gelungenes Action Sci-Fi Spektakel von dem ich schwärmen könnte.

Alles in allen ist es Regisseur Bratt Ratner gelungen alle Handlungsstränge, die in den ersten beiden Teilen aufgebaut wurden sinnvoll weiter, bzw. zu ende zu führen. Das Ende war für den Comic-Fan natürlich vorherzusehen, aber so hat man sich die Lücke für einen möglichen weiteren Film, oder einen Spin Off, wie den geplanten Wolverine Film gelassen.

Fazit: Auch wenn ich nicht so begeistert darüber bin, das der eine oder andere Mitstreiter über’n Jordan gegangen ist, halte ich X-Men 3 für sehr Sehenswert und vergebe volle 5 von 5 Punkte und ein Wow für die stetig gehaltene Spannung. 

Ach ja, solltet ihr euch den Film anschauen, lasst den Abspann über euch ergehen. Es kommt noch eine Szene.

Texte by Thomas Raube, Master, Jordan

Review zu X-Men 1 und 2 -->

 

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