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Kinokritik "Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen"

 

Vampire stehen momentan ganz hoch im Kurs, egal ob Serie oder Film, ob Comic oder in der Emo-Szene.

Nachdem die Vampir-Reihe der US-amerikanischen Jugendbuchautorin Stephanie Meyer international für große Aufmerksamkeit sorgte, war schnell klar, dass auch ein zugehöriger Film gute Chancen hätte, ein großes Publikum anzusprechen. Gesagt, getan! Nun kommt, knappe vier Jahre nach der Veröffentlichung des Auftakt-Romans „Bis(s) zum Morgengrauen“, mit „Twilight“ die erste Verfilmung in die Kinos.

 

Plot:

Isabella „Bella“ Swan (Kirsten Stewart) ist ein hübsches, zurückhaltendes 17-jähriges Mädchen. Um dem Glück ihrer Mutter mit deren neuem Mann nicht im Wege zu stehen, zieht sie zu ihrem Vater Charlie nach Forks, einer kleinen, stets von dichten Wolken verhangenen Stadt im amerikanischen Nordwesten. In ihrer Schule findet sie schnell Anschluss. Doch mehr als für ihre neuen Freunde interessiert sich Bella für die sonderbare Cullen-Familie. Vor allem für Edward Cullen (Robert Pattinson), zu dem sie sich wie magisch hingezogen fühlt. Irgendetwas ist seltsam an diesem jungen Mann, doch es dauert eine Weile, bis Bella dahinter kommt: Edward ist ein Vampir! Auch der hat ein Auge auf das Mädchen geworfen, allerdings ist es für ihn nicht leicht, seinem Verlangen nach Blut zu widerstehen. Doch gerade als sich die beiden soweit näher gekommen sind, das Edward sie mit in ihre Familie aufnimmt, treffen sie auf einen anderen Vampirclan, die die junge Bella nur zu gern als Vorspeise haben würden…

 

Kritik:

Stephanie Meyer ist es gelungen, ein größeres Zielpublikum für ein Randgruppen-Genre zu interessieren. Meyer ist mit der „Bis(s)“-Reihe gelungen, nicht nur Grufties und Horrorfans, sondern auch Romantikfreunde für Vampire zu begeistern. Die tiefe Faszination, die trotz aller Bedrohlichkeit von den Wesen der Nacht ausgeht, ist ein fester Bestandteil des Vampirmythos. Eben diese Anziehungskraft ist häufig sogar das eigentliche Thema von Büchern und Filmen.

 

Kirsten Stewart macht als Bella Swan eine halbwegs ordentliche Figur. Schauspielerisch ist das Gebotene zwar nicht immer erstklassig, aber der Gesamteindruck stimmt. Anders sieht es bei Robert Pattinson aus. Auch dieser spielt nicht schlecht, aber es bleibt abzuwarten, ob sein Typ vom Publikum angenommen wird. Die ihm zugeschriebene Faszination wird eher behauptet, als dass Pattinson ihr wirklich gerecht werden würde. Er wirkt eher wie ein Model aus einem Modekatalog als wie ein „überirdisch schöner“ Vampir. Ähnlich verhält es sich mit seiner bleich geschminkten Familie, die statt „alterslos“ einfach „nicht erwachsen“ wirkt.            

 

Insgesamt bietet der Film nur wenige innovative Ansätze. Lediglich ein Fantasy-Aspekt, der die Natur der Vampire betrifft, hat eine gewisse Originalität: Im Sonnenlicht zerfallen die Vampire nicht zu Staub, sondern glitzern golden. Dieses Glitzern dient ihnen dazu, menschliche Beute anzulocken. Echte Highlights gibt es in den 122 Minuten Spielzeit dennoch kaum. Wohl aber einige gelungene Sequenzen wie etwa das Vampir-Baseballspiel oder das erste Aufeinandertreffen von Bella und der Familie Cullen, bei dem sich nach dem ganzen Schmachten endlich ein wohltuendes Augenzwinkern bemerkbar macht. Leider sind die Spezial-Effekte bei den übermenschlich schnellen Bewegungen der Vampire und ihren weiten Sprüngen nicht gerade State of the art. Ansonsten plätschert der Film lange Zeit vor sich hin. Erst als sich die Cullens mit einem fremden Vampirtrio anlegen, von dem es ein Mitglied auf Bella abgesehen hat, erhöht sich die Spannungskurve ein wenig.

 

Fazit:

Ich habe das Buch nie gelesen, und werde es nach dieser Vorstellung wohl auch nicht. Twilight ist ein Film für 14 bis 16 jährige Teenie Mädchen die wohl auch beim Anblick von Tokio Hotel in ein hysterisches Schreien geraten. Der Film ist langweilig, ohne Reiz und Spannung und besitzt Effekte, die absolut Unzeitgemäß sind. Wer den Film verpasst, hat nichts verpasst. Schade um die Zeit.

2 von 5 Punkte

 

by Thomas Raube

 

 

 

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