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Kinokritik Timeline
OK, ok, ich geb‘ zu, der Film ist schon etwas älter, aber ich habe ihn erst letzten Donnerstag im „Sojus“ (So ne Art Rudis Resterampe für Kinofilme, mit dem original „indipendent feeling“, soll heißen freie Platzwahl, durchlöcherte Kinoleinwand, Beleuchtung während des Kinofilms und ähm, „bequeme“ Sitze“) gesehen, und muss sagen, mit gemischten Gefühlen bin ich rein, da ich mal vor zig Zeiten ne Kritik gelesen habe, aber als ich wieder rauskam, war ich nicht unzufrieden.
Zu Sache:
Eine Archäologie-Gruppe in Frankreich bekommt von einer Firma Unterstützung in Form von Geld, Ausrüstung... und Tipps wo was zu finden ist. Das Schlimme daran, sie haben immer recht. Eines Tages geht der Leiter der Gruppe der Sache nach, fliegt zu der Firma – und verschwindet spurlos. (Stellt euch das jetzt mit schaurig untermalten Opernklängen vor.) Am nächsten Tag legen die Studenten eine seit über 300 Jahren geschlossene Höhle frei – und finden die Brillenlinse des Prof. Nach der Radio-Carbon-Methode und vielen anderen Tests, wird bestätigt, dass das gute Stück uralt ist. Man beschließt also zur Firma zu fliegen. Dort gibt man ihr (für meinen Geschmack etwas zu bereitwillig) Auskunft über den Verbleib des Profs. Die Firma hat ne Art Transporter entwickelt, der jedoch (wie sollte das bei den Dingern sonst sein) ne Fehlfunktion hat. Statt durch den Raum (bzw. von Stadt zu Stadt) transferiert es die Personen in die Vergangenheit. Genau an die kleine Burg in Frankreich. Der Prof hat es getestet, es kam zu einem klitzekleinen Handgemenge (Da das ganze nämlich zufällig im Zeitraum des 100jährigen Krieges zwischen Frankreich und England spielt...) unsere wackeren Studenten beschließen samt Sohnematz des Profs und einigen Marines in die Vergangenheit zu reisen und ihn zu Befreien. Dort angekommen, kommt es zu nem Angriff der Engländer, die Marines gehen in den ersten Zwei Minuten drauf und einer wird „zurückgebeamt“ ... nur um ne Granate aus seiner toten Hand zu lassen. Der Transporter geht in die Luft und unsere „timebandits“ sitzen in der Vergangenheit fest... Aber es kommt noch oller. Just am Nächsten Tag sollte es genau an diesem Ort zu einer wichtigen Schlacht zwischen Engländern und Franzosen kommen....
OK, ich gebe zu, der Anfang war ziemlich mau. Klischees wurden ohne Ende aufgebaut, die Story war absoluter Nonsens (Leute wurden entführt, gerettet, entführt, gerettet ... . Die Schauspieler waren (sind, werden) nicht wirklich gut und was die Logik anging... Sei‘s drum. Gegen Ende des Films, bei der Belagerung wurde das ganze dann irgendwie richtig gut. Denn im Gegensatz zu HdR, der zwar geniale Effekte, aber wenig Wirklichkeitstreue (Beispiel HdR 2: Legolas surft auf nem Schild die Treppe runter und macht 5 Orks dabei kalt) wirkte diese Schlacht ziemlich realistisch. Und das gab dem Ganzen einen nicht uninteressanten Beigeschmack. Auch waren die Special Effekts gut eingesetzt und nur Ergänzung, nicht Mittel zum Zweck. Klar, am Schluss war wieder alles sehr simple gestrickt, die Guten überleben, die Schlechten ziehen die A-Karte, ihr wisst schon, aber alles in allem, fand ich den Film doch recht gut, auch aus geschichtlicher Hinsicht. Denn das ist nun mal europäische Geschichte.
Und wer weiß heutzutage noch was „Nachtpfeile“ sind??
Auf den Punkt: - schlechte Darsteller - schnulzige Liebesgeschichte - nicht wirklich origineller Handlungsverlauf
+ sehr gut detaillierte Kulissen und Assesoirs + geschichtsbasierend + guter Einsatz der Effekte
Fazit: Wenn man nichts Wichtigeres vorhat, ist das Filmchen ne nette Abwechslung. P.S. Mr. Hawk (Neil McDonough) aus Star Trek First Contact, hat hier ne ziemlich wichtige Rolle, auch wenn er’s nicht bis zum Abspann schafft. Text by Tribblemaster
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