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Kinokritik
"The Machine Girl"
Was kommt heraus, wenn sich ein durchgeknallter Trash-Film Produzent den Film „Planet Terror“ anschaut und dies mit einem japanischen Schulmädchen kreuzt? Genau, dieser Film: „The Machine Girl“.
Warum ich ihn mir eigentlich angeguckt habe, fragt jetzt vielleicht jemand?! Nunja, in gewisser Weise stehe ich auf Trashige Action oder Horror-Filme. Es ist eine nette Abwechslung zu No-Brainern und Blockbustern aus Hollywood, die außer schicken Special Effekts nur noch wenig brauchbares präsentieren. Man muss sich ja nur mal Star Trek 11, GI. Joe oder Transformers anschauen, dann weiß wohl jeder was gemeint ist.
Das Maschinengewehr, das Rose McGowan im Film „Planet Terror“ im Fortlauf der Handlung als Ersatz für ihr verlorenes Bein verpasst bekommt, rockt so dermaßen, dass man doch einen ganzen Film aus diesem einen ‚genialen’ Einfall entwickeln könnte. Und wer ist für so einen verrückten Scheiß am ehesten zu haben? Natürlich die durchgeknallten Japaner! Also kurzfristig vor Ort Partner gesucht, schnell eine kleine Geschichte hingehauen, eine hübsche Hauptdarstellern gecastet und los geht’s: Herausgekommen ist bei dieser Kurzschluss-Produktion das Trash-Feuerwerk „Machine Girl“ - inhaltlich auf eher bescheidenem Niveau, geschmacklos und immer mal wieder ziemlich eklig. Trash pur halt:
Plot: Die Schülerin Ami Hyuga ist ein nettes Mädchen, das alles versucht, ihrem jüngeren Bruder Yu das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Die Geschwister wohnen nämlich alleine, seit ihren Eltern ein Mord angehängt wurde und sie sich umbrachten. Als eine Schüler-Schlägergruppe um den Yakuza-Sohn Sho Kimura Yu und seinen Kumpel Takashi töten, schwört Ami eiskalte Rache. Doch ihr erster Angriff auf das Anwesen der Kimuras endet in einer Verstümmelung: Amis linker Arm wird abgehackt. Sie rettet sich in die Garage von Takashis Eltern Saguru und Miki, die sie aufpäppeln und Ami einen neuen Arm verpassen: in Form eines Maschinengewehrs. Die Zeit für einen neuen Schlag gegen Sho und seine Eltern ist gekommen.
Kritik: Für die eh nur nebensächliche Handlung haben die Macher auf eine simple Rachestory zurückgegriffen, bei der gelegentlich anklingende tiefere Themen wie Selbstjustiz und Rechtfertigung von Gewalt möglichst schnell wieder beiseite gewischt werden. Stattdessen setzt man voll auf Gore und zwei hübsche Powerfrauen als Kick-Ass-Babes. Minase Yashiro wurde sicher nicht wegen ihres schauspielerischen Talents gecastet, sondern weil ihr süßes und unschuldiges Äußeres genau den richtigen Kontrast zum brutal-splattrigen Wirken ihres Charakters darstellt.
Der Blutdurst des Regisseurs kennt einfach keine Grenzen. Er macht vor nichts halt und stellt immer wieder unter Beweis, dass Rot ganz offensichtlich seine Lieblingsfarbe ist. Die Gliedmaßen fliegen in schöner Regelmäßigkeit durch die Gegend und es dürfte kaum einen Charakter geben, der nach dem großen Finale noch alle Arme und Beine besitzt. Die üblichen Splatter-Gags fehlen natürlich auch nicht: Auseinanderklaffende Gesichter und riesige Löcher im Bauch, durch die man mal einen Blick werfen oder eine Waffe stecken kann, stehen auf der Tagesordnung. Richtig heftig wird es beim Showdown, wenn auch die altbekannte Kettensäge ins Geschehen eingreift und der Oberbösewicht seine Köpfe zerschießende Schleuder hervorholt. Diese ist allerdings noch gar nichts im Vergleich zu dem wunderschönen neuen BH seiner Ehefrau…
Fazit: Trash Pur, dem man sich ganz sicher sparen kann. Wer jedoch an „Planet Terror“ und den Blut-Orgien in „Kill Bill“ Spaß hatte, der kann sich auch diesen Film anschauen. Alle anderen sollten besser einen weiten Bogen um diesen Film machen. Schauspielerisch befinden sich die Darsteller allesamt auf einen Laienniveau und Tricktechnisch wiederholt sich einfach zu viel. 2 von 5 Punkte
by Thunderchild
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