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Kinokritik „The Texas Chainsaw Massacre – The Beginning”
Ich wusste, dass es zu TCM bereits ein paar Filme gab, und vor ein oder zwei Jahren dazu eine Neuverfilmung gedreht wurde, die kürzlich auch im Fernsehen zu sehen war. Ich hab mir den Film zwar angeschaut, wusste aber jetzt, wo ich „The Beginning“ gesehen hab nicht mehr so recht, worum es ging (Mal davon abgesehen, das da einer ne Jugendgang nach dem Prinzip >zehn kleine Negerlein< abmurkst).
Plot: Eine Kleinstadt in Texas: die Schlachterei, die einzige Einnahmequelle, wird geschlossen, und die Bewohner ziehen weg. Bis auf die Familie Hewitt. Sommer 1969, der 18-jährige Dean Hill unternimmt gemeinsam mit seiner Freundin Bailey seinem Bruder Eric und dessen Verlobter Chrissie einen Roadtrip durch den amerikanischen Süden. Ziel ist eine Marinebasis, auf der Dean seinem Einzugsbefehl nachkommen soll. Eric hat sich – durch und durch Patriot – freiwillig für eine zweite Dienstzeit gemeldet, um seinen kleinen Bruder im außer Kontrolle geratenen Vietnamkrieg zu beschützen. Doch in Texas treffen die vier zunächst einmal auf eine verrückte Rockerbraut, die die Gruppe mit ihrer abgesägten Schrotflinte zu überfallen versucht. Da kommt der Auftritt des selbsternannten Sheriffs Hoyt, alias Charlie Hewitt, der der in schwarzem Leder gekleideten Bikerbitch schon zur Begrüßung den halben Schädel wegschießt, eigentlich gerade recht. Doch das Glück ist nicht von langer Dauer, nimmt Hoyt doch drei der vier jungen Städter in „Gewahrsam“, um sie seiner inzestuösen Kannibalensippe zum Fraß vorzuwerfen. Für die fachgerechte Schlachtung des Frischfleisches ist Neffe Thomas, der später unter seinem Pseudonym „Leatherface“ noch zu blutiger Berühmtheit gelangen sollte, zuständig. Nur Chrissie kann den sadistischen Klauen des Hewitt-Clans zunächst noch einmal entrinnen, und versucht Hilfe zu holen.
Kritik: Es ist wohl relativ klar, was man von einem solchen Film erwarten kann. Stil, Spannung und Spaß jedenfalls nicht. Der Film fängt schon ziemlich unappetitlich an, und steigert sich dann immer weiter zum Splatter des neuen Jahrtausends. Bedenkt man, dass „TCM The Beginning“ ein Prequel ist, und somit die Vorgeschichte erzählt, ist es relativ klar, wie das Ende aussehen wird: Alle werden sterben. Wie anders sollte es eine Fortsetzung geben können, wenn jemand von der Hewitt Farm fliehen, und die Behörden verständigen könnte? Kaum in den Händen des Sheriffs gelandet, beginnt der Film zu einem Folter und Schlachtfest zu werden. Während sich Leatherface um einen der Jungen kümmert, und aus dessen Gesicht eine Maske bastelt, vergewaltigt der Sheriff ein Stock darüber eines der Mädchen und zieht ihr sämtliche Zähne. Und unten steht Mutter Hewitt, und kocht schon mal die Suppe, in der der Hauptbestandteil die Rockerbraut vom Anfang ist. So wie am Ende die Gequälten nach Erlösung betteln, bettelt auch der Kinogänger endlich um ein Ende. Denn von Story ist nicht wirklich was zu sehen, sofern man eine Aneinanderreihung von Splatterszenen nicht Handlung nennt. Gegen Ende des Films ist der Zuschauer durch die vorher gezeigten Gewaltszenen inzwischen so verroht, so dass wenn Leatherface endlich die den Film namens gebende Kettensäge zur Hand nimmt, man inzwischen nur noch gähnt, wenn einem da der aufgeschnittene Brustkorb entgegen blickt.
Fazit: Von den Splattereffekten wirken andere Filme wie „Black Christmas“, „Scream“ oder „Schrei, wenn du kannst“ dagegen wie ein Kindergeburtstag. Von der Story her ist er jedoch zum Abschalten. Dafür Eintritt im Kino zu zahlen, oder Ausleih-Gebühr für die DVD ist rausgeschmissenes Geld. Nicht anschauen!
Text by Thomas Raube |
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