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Kinokritik - Starship Troopers

 

  

 

Der Film wurde von Paul Verhoeven gedreht, der bereits Meilensteine wie „Robocop“  „Total Recall“ und „Das kalte Herz“ als die seinen verbuchen konnte.

Typisch für seinen Stil sind die News, die in die Story einfließen und sie ergänzen so wie eine kompromisslose harte Vorstellung der Zukunft meist durch ein totalitäres Regime.

 

So auch in diesem Blockbuster.

 

Zur Handlung: In einer nicht so weit entfernten Zukunft hat die Menschheit erkannt, das sie das einzige Intelligente Leben in der Galaxis ist. Lediglich die Bugs, ein kastenartiges System von Alieninsekten existiert und so kommt es wie es kommen muss, die Galaxie ist nicht groß genug für beide Spezies und ein Krieg entbrennt. Ein Krieg der sich sehr lange hinzieht, so dass er schon in den Alltag mit aufgenommen wird. Die Menschen sind in Zivilisten und in Soldaten augeteilt, wobei der Bevölkerungsanteil an Soldaten bei weitem überwiegt.-was aber auch nötig ist, da die Bugs bei jedem Gefecht ne ganze Menge Soldaten wegputzen. In Mitten dieses Krieges steht der Schüler Rico und seine Freunde. Nach der Schule geht’s an die Akademie und schnell wird klar dass Soldat-sein auch seine Probleme hat. Aufgrund eines Fehlers verliert ein Kamerad sein Leben und Rico scheidet aus dem Dienst, wird aber reputiert nachdem der Bug-Konflikt eskaliert und seine Heimatstadt Buenos Aires durch einen Bugmeteor vernichtet wird. Im Gefecht auf der Heimatwelt der Bugs bekommt er das Grauen des Krieges zum ersten Mal richtig „live“ mit und wird schwer verletzt während fast alle seine Kameraden durch die Bugs der Kriegerkaste zerhackt, zerstückelt, ausgeweidet, geköpft, halbiert, zerfetzt oder sonstewas werden.

 

Nach seiner Genesung wird er mit den wenigen Überlebenden in eine neue Einheit integriert und dient von nun an unter einem seiner ehemaligen Lehrer wo er bis zum Sergeant aufsteigt. Bei einer Mission auf dem Planeten P wird dieser getötet und er steigt zum Lieutenant auf, anschließend geht’s auf die Jagd nach dem sogenannten Brainbug…

 

    

 

Zum einen besticht der Film durch ein bombastisches Feuerwerk an originellen Spezielleffekts. Man wird in vielerlei Hinsicht durch die Aufwendigen Kulissen, Effekte und die Unmenge an Statisten förmlich überrannt, was bei diesem Film jedoch positiv zu werten ist. Gleichzeitig zeigt uns Verhoeven eine interessante nicht ganz so unrealistische Zukunft unter einem totalitären Regime auf. Nicht umsonst gab es heftigste Diskussionen über Abzeichen und Logos und die Uniformen. Von der Landsermütze bis zu den langen Schwarzen Ledermänteln ist fast alles vertreten.

Trotzdem ist der Film nicht nur lupenreine Aktion und Abklatsch von Früher, sondern stellt durch das gesamte Verhalten und die Charaktere sich selbst in Frage, ohne dadurch kitschig oder klischeehaft zu wirken.

 

Ein weitere Pluspunkt sind die bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Facetten des Hintergrundes des Films. Die Bugs zum Beispiel werden nicht als einfache Mordmaschinen dargestellt, sondern man sieht die Bandbreite dieser Art. Von den Warrior Bugs, über Libellenartige Insekten, einfache, kleine Träger, schwere Napalm artige Feuerkäfer bis hin zu den großkalibrigen Feuerkäfern (den Plasmabugs), die die Trägerschiffe im Orbit beschießen ist alles bis ins kleinste Detail ausgearbeitet.

 

Das Paul Verhoeven eher Filme konzipiert die ab 18 Jahren gezeigt werden können (und sollten) und dieser Film auch in diese Kategorie fällt, sieht man auch munter massig Körperteile durch die Gegend fliegen, und hier und da ein halbes Köpfchen vorbeirollen, aber das tut dem Film keinen Abriss sondern betont statt dessen noch die Eindringlichkeit seiner Botschaft. Davon ist allerdings nicht viel zu sehen wenn SST bei RTL oder Pro 7 über den Bildschirm flimmert, da beide Versionen um gut eine halbe Stunde kastriert wurden.

Deshalb auch der Gang ins Kino um die schmackhafte, „ungeschnittene“ Version zu sehen.

 

Und es hat sich gelohnt!

 

Fazit: Gute Darsteller auch wenn nicht viele übrig bleiben, Geile Effekte, durchdachte Story und ein ausführlicher Exkurs in die menschliche Anatomie.

 

5 von 5 Punkte

 

Text by Tribblemaster

 

 

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