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Filmkritik –Spiderman II

 

Spiderman II. Die Erwartungen waren hoch, als ich in den Film ging. Überall wurde geworben, dass der Film bessere Effekte und eine bessere Story hätte. Dementsprechend waren die Erwartungen. Aber ich war guter Dinge.

Und ich wurde positiv überrascht. Der Film hatte eine Handlung (außer die der Gangsterjagd) im Gegensatz zu vielen anderen verfilmten Comics. Hier wurde auch die Figur des Helden mit seinen Stärken, Schwächen, Wünschen und Träumen und der Verantwortung, die es bedeutet ein Held zu sein, sehr gut charakterisiert. Wie schwer es ist ein Vorbild zu sein, wird sehr anrührend dargestellt. Man fühlt mit Peter mit und will ihm unbedingt helfen, die Last der Verantwortung zu tragen.

Den Drehbuchautoren ist ein sehr sehr gutes Werk gelungen. Die Autoren haben eine ausgewogene Mischung aus Action und Tiefgang hinbekommen. In Teil II wird die Figur von Peter Parker sehr schön ausgeleuchtet. Auch die Beziehung zu M. J. ist sehr einfühlsam gestaltet worden. Die Darsteller waren, wie auch in Teil I, sehr gut. Der einzige, der ein wenig farblos geblieben ist, ist Peters bester Freund. Selbst dem Bösewicht hat man eine Seele gegeben. So konnte man gerührt bei dessen Tod sein, da auch zu Dr. Oct eine Beziehung sich aufgebaut hat.

Zusammenfassen ist also zu sagen, dass Teil II eine sehr gelungene Fortführung bzw. Erweiterung ist, die auch mit Tiefgang aufwartet, ohne kitschig zu sein.

Ich hoffe sehr, dass es keinen dritten Teil geben wird, denn Teil II ist wohl nicht zu toppen.

 

Text by O'Dell

 

Ich wurde ins englische Original von Spiderman geschleift. Eigentlich hatte ich nicht einmal vor gehabt, ihn mir auf Deutsch anzugucken. Aber ich muss sagen: Ich hätte es sicher bereut.

Der Film ist ein gutes Stück Abend-Unterhaltung für Jedermann. Dem Zuschauer werden zwei Stunden Spannung, Action und super Special-Effects geboten. Das schöne ist, dass man den ersten Teil nicht unbedingt gesehen haben muss um den zweiten zu verstehen. Die Handlungen sind völlig unabhängig

voneinander. Und doch sind (fast) alle Charaktere wieder vertreten, wie wir sie aus dem ersten Teil kennen: der selbe Peter Parker, der stärker als im ersten Teil den seitengescheitelten, bebrillten, nichts auf die Reihe-kriegenden Tollpatsch mimt, seine große Liebe Mary Jane, die  mittlerweile Theaterschauspielerin ist, Harry Osborn, Sohn des von Spiderman getöteten „green goblin“ und bester Freund von Peter Parker - sie alle sind noch da, um zwei Jahre älter eben.

Sehr überzeugend ist auch Peters Konflikt, jede Liebesbekundung gegenüber Mary Jane (Kirsten Dunst) zu vermeiden, um sie zu schützen; doch im Laufe des Films finden die beiden doch zueinander. Jedoch seine Entscheidung, nun nur noch Peter Parker und von und an nicht mehr Spiderman sein zu wollen, um mit MJ glücklich zu werden, wirkt etwas holperig. Er vermeidet jede Einmischung in offensichtliche Ungerechtigkeiten. Auch einem Typen, der am Straßenrand zusammengeschlagen wird, kommt er nicht zur Hilfe. Doch nach einer Weile tut er das einzig richtige: Um MJ, die von dem Bösewicht Doc Ock gefangen genommen wird, zu retten, entschließt er sich wieder Spiderman zu sein. Überraschend ist auch, dass er sich hier erstmals vor eine Gruppe Leute, die in einem U-Bahn-Zug einem Abgrund entgegen fahren als Peter zu erkennen gibt.

In der finalen Schlussszene (hey cool, mit drei „s“’; ja, ich schreibe nach der neuen Rechstschreibregel!!!) kommt es zum optisch höchst anspruchsvollen Showdown. Doc Ock und Spiderman liefern sich eine geniale Materialschlacht, die wahrscheinlich nur im Kino so gut wirken kann (ein Appell an alle Raubkopierer J). Für das männliche Publikum ist es auch glanzvoll mit anzusehen, dass Kirsten Dunst während der Dreharbeiten im kalten Wasser und in ihrem dünnen Kleid offensichtlich etwas kalt gewesen sein muss…

 

Fazit: Da die Charaktere im ersten Teil bereits dem Publikum nahe gebracht wurden, konnten die Produzenten im zweiten Teil praktisch mit der Tür ins Haus fallen und sofort mit der Erzählung beginnen. Wer Also keine hohen literarischen Ansprüche an den Film stellt (ich meine, hey, wir reden hier von einer Comic-Verfilmung aus den fünfziger Jahren!), der wird über einige Schmalzspuren, die sich gelegentlich durch die Erzählung ziehen, hinweg sehen können. Auch die schauspielerische Leistung der Darsteller ist nicht gerade oskarverdächtig, aber auch dies tut dem Gesamtwerk keinen Abbruch.

Also: Unbedingt noch im Kino ansehen!

 

 

Text by Tom Erdmann

 

 

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