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Kinokritik

the simpsons

 

Unser aller Lieblingsfamilie flimmert nunmehr seit mehr als 15 Jahren über den Bildschirm und überrascht die Jugend immer wieder mit originellen Gags und die älteren mit bösartigen Doppeldeutungen die teilweise doch erheblich das Establishment unterwandern. Zeit also, endlich den Schritt auf die Leinwand zu wagen? Einerseits schon, andererseits aber auch mit Vorsicht zu genießen, da es nach so einem „großen“ Auftritt dann immer schwer fällt wieder auf die gewohnten Bahnen (72cm Bildschirmdiagonale) zurückzukommen.

 

Dementsprechend ging ich mit relativ gemischten Gefühlen ins Kino, hatte Spaß, ging aber trotzdem wieder mit gemischten Gefühlen raus.

 

Zur Story: Nachdem Green Day im Lake Springfield versunken sind, gibt man die allgemeine Order aus, den See sauberzuhalten da dieser sonst kollabieren könnte. Alle Bewohner halten sich dran. Alle? Nein, ein unbeugsamer gelber Man mit gerade mal 3 Haaren auf dem Kopf, einen unbändigen Appetit auf Donouts und DUFF-Bier und den Körperproportionen eines typischen Vorzeigeamerikaners hat es eilig (Es gibt GRATIS-DONOUTS!) und schüttet kurzerhand seinen Müll in den Sumpf. Dieser mutiert und verwandelt arme Tierchen in 16 äugige Monster. Dies ruft die Umweltschutzbehörde auf den Plan, die den Amerikanischen Präsidenten (Äkschn-Arni!) dazu bringt eine riesige Käse-Glocke über Springfield zu stulpen um die Gefahr einzudämmen. Nur die Simpsons können sich retten und fliehen nach Kanada, kommen jedoch zurück als Springfield in ein neues Colorado verwandelt werden soll. Und retten (logisch!) die Stadt.

 

Kritik: An und für sich ist der Film gelungen. Die Grafiken sind simpsons-treu geblieben und zaubern uns den schönsten 2D Film seit Ariel auf den Schirm. Trotzdem hat man auch neue digitale Effekte, und vor allem Schatten hinzugefügt, was den Figuren etwas mehr Tiefe gibt.  Auch die Idee ist... gut.

 

Für mich hat der Film allerdings trotzdem einen gravierenden Schwachpunkt:

Die ganzen Nebenfiguren die in der Serie für Tiefe dafür sorgen, wie der Polizeichef, Apu, der Don, der Duffman...   haben einen nur wirklich sehr geringen Auftritt in dem Film. Das hat mich extrem gestört. Statt die Konflikte und Komik die sich daraus ergibt weiter auszureizen (und da wäre noch verdammt viel Potential gewesen) nimmt man stattdessen einen neuen unbekannten Gegner. Gerade Mr. Burns, der personifizierte Inbegriff des Bösen („ich bringe euch Frieden!“) hat so eine winzige Rolle, das es schon fast an Glück grenzt, das die nicht auch noch dem Cutter zum Opfer gefallen ist.

 

Fazit: der Film ist gut und auch für Leute geeignet die mit den Simpsons ursprünglich nicht so viel am Hut haben, es fehlt ihm aber eindeutig an Tiefe. Da ist manche gute Episode besser.

 

By Alexander Baier

 

 

Kinokritik Die Simpsons – Der Film -(Die Zweite)

 

Es ist das Kinodebüt des Jahres: Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie – kurzum: die Simpsons – machen sich auf, die große Leinwand zu erobern. Protegiert werden sie dabei von einer fast schon über den roten Bereich hinaus drehenden PR-Maschinerie. Pro7, seit 1994 der Stammsender der schrägen Familie aus Springfield (zuvor ZDF), lässt Simpsons-Marathon auf Simpsons-Doku folgen und färbt im Vorabendprogramm sein Logo sogar stilecht im satten Simpsons-Gelb.

 

Tom, David und Ich waren für einen Kurzbesuch in Springfield um uns die Simpsons in ihren ersten Kinofilm anzusehen. Und was soll ich sagen..., irgendwie sind wir verändert zurückgekommen wie man am Bild erkennen kann... :-)

 

 (Tom, David, Thomas und Alex als Simpson Figuren)

Plot:

Hat Alex schon erzählt...

 

Kritik:

 

Die Simpsons, vielleicht die Superstars der Popkultur schlechthin, blicken auf eine mittlerweile über 20-jährige Geschichte zurück. Im Jahr 1985 erhielt Matt Groening von James L. Brooks das Angebot, als Zeichner bei der Tracey Ullman Show einzusteigen, in der „Die Simpsons“ am 19. April 1987 erstmals als Kurzfilm gesendet wurden. Im Jahr 1989 entschloss sich der Fernsehsender Fox Network das Konzept zu einer Serie auszubauen und was folgte, kann eigentlich nur mit einem Wort beschrieben werden: gigantisch. Mittlerweile wurden 18 Staffeln mit über 400 Folgen ausgestrahlt, die 19. Staffel folgt in den USA noch in diesem Jahr. Bereits vor 10 Jahren, im Jahr 1997, wurde „Die Familie Feuerstein“ als die am längsten laufende US-amerikanische Zeichentrickserie zur Prime Time abgelöst, womit sich „Die Simpsons“ einen Eintrag in Guinness-Buch der Rekorde sicherten. Die bislang 21 (!) gewonnenen Emmy-Awards – die höchste Auszeichnung, die das TV-Geschäft kennt – sind ebenso rekordverdächtig.

Matt Groening, Sohn einer Norwegerin und eines Vaters deutscher Abstammung, hat sich mit den Simpsons ein eigenes Denkmal gebaut.

 

Die spannende Frage ist nun, ob das wunderbar archaische Konzept hinter der Erfolgsserie überhaupt auf die große Leinwand transportiert werden kann und in wie weit dabei Zugeständnisse an das Mainstream-Publikum gemacht werden mussten. Und vor diesem Hintergrund muss „Die Simpsons - Der Film“ eigentlich in zwei vollkommen unterschiedliche Hälften unterteilt werden. In der ersten Hälfte des Films ist die konkrete Handlung eigentlich nebensächlich. Sie ist zwar da, rückt aber zugunsten der wieder einmal zahlreichen skurrilen Einfälle des Autorenteams und der daraus resultierenden Situationskomik ins zweite Glied. Insbesondere der infantile Anti-Held Homer ist dabei eine Klasse für sich. Aber auch Präsident Arnold Schwarzenegger garantiert eigentlich mit jedem Auftritt auf der Leinwand einen echten Lacher. Die Gags sitzen größtenteils, die anfänglichen Bedenken sind schnell zerstreut. Subversiv, satirisch, überspitzt – das sind tatsächlich die Simpsons, wie sie der Zuschauer kennt und liebt. Wie eine zwar lange, aber nicht minder unterhaltsame TV-Episode eben.

In der zweiten Hälfte (und Homers Odyssee zur Rettung seiner Familie und Springfield) werden die Probleme einer Leinwand-Adaption der Simpsons jedoch offensichtlich. Die Handlung rückt in den Vordergrund, die Anzahl der gelungenen Gags lässt deutlich nach.

 

Nichts desto trotz: Es kann Entwarnung gegeben werden. „Die Simpsons - Der Film“ ist ein über weite Strecken überaus unterhaltsames Animationsvergnügen. Nur wäre eben mehr drin gewesen. Dazu hätte man sich nur darauf besinnen müssen, was „Die Simpsons“ im TV einst zu dem machte, was sie heute sind. Aber sei’s drum. Es hätte auch weit schlimmer kommen können. „Die Simpsons - Der Film“ wird ein weltweiter Hit. Das lässt sich bei dem Status, den diese verrückte gelbe Familie mittlerweile inne hat, überhaupt nicht vermeiden. Aber das hat sich dieses erste Leinwandabenteuer von Homer & Co auch verdient. War ein Simpsons-Kinofilm wirklich nötig? Sicherlich nicht. Aber Spaß macht er eben doch…

 

 

Fazit: Sehenswert


By Thomas Raube

 

 

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