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Film Kritik:
The Scorpion King2 Aufstieg eines Kriegers
Die Filmtrilogie zu „Die Mumie“ war bis zuletzt sehr erfolgreich, und spielte ein vielfaches ihrer Kosten wieder ein. Im zweiten Teil durfte Hauptdarsteller Brendan Fraser es mit dem ‚Scorpion King’ aufnehmen, dargestellt von Dwayne „The Rock“ Johnson. Dieser ist bei den Zuschauern scheinbar so gut angekommen, dass man sich entschloss einen Prequel namens „The Scorpion King“ zu machen. Auch dieser Film wurde dank einiger prominenter Schauspieler, viel Action und Humor zu einem Erfolg. Nun hat man sich entschlossen dem noch einen draufzusetzen. „The Scorpion King 2 - Aufstieg eines Kriegers“ kam nun gleich auf DVD heraus. Und das spricht meist schon Bände…
Plot: Der junge Mathayus muss miterleben, wie sein ehrenhafter Kriegervater von einem Schwarm Skorpione dahingerafft wird. Urheber des Unglücks ist der Schwarzmagier Sargon (Randy Coutur), Befehlshaber der königlichen Leibgarde, der auf Insubordination ausgesprochen biestig reagiert. Zum jungen Mann gereift, tritt Mathayus (Michael Copon) das Erbe seines Vaters an und lässt sich zum Skorpionkrieger ausbilden. Ungünstigerweise ist er damit ausgerechnet Sargon die Treue schuldig, denn der ist inzwischen zum König aufgestiegen. Klar, dass der hitzige Jungspund davon wenig hält und das Weite sucht. Unterwegs trifft er auf seine Jugendfreundin Layla (Karen David) und den griechischen Poeten Pollux (Andreas Wisniewski), der Mathayus ein Geheimnis anvertraut: Tief im Hades liegt ein besonderes Zauberschwert, dessen Macht selbst Sargon nicht gewachsen ist. Und so begibt sich die Truppe in die Unterwelt, um das Artefakt zu bergen und den Tyrannen zu stürzen...
Kritik: Aus der Handlung erkennt man schon, das Scorpion King Teil 2 ein Prequel des ersten Teiles ist. Heißt also, er spielt davor. Nun lässt man sich das mal durch den Kopf gehen. The Scorpion King war ja bereits ein Prequel von „Die Mumie 2“. Man hat hier jetzt also ein Prequel zum Prequel… Und da soll noch einer durchblicken?
Nun gut. Dieser Film spielt also in Mathayus jungen Jahren. Entsprechend wird der auch nicht mehr vom Wrestler „The Rock“ dargestellt, sondern von dem Nobody Michael Copon. Damit kann ich mich anfreunden, hat Copon dank der Maske und den antrainierten Muskeln doch ein wenig Ähnlichkeit mit Dwayne Johnson. Leider hat Copon bei seinem Training wohl die Schauspielschule völlig vergessen, denn mehr als 2 Gesichtsausdrücke hat er nicht drauf. Damit kommen wir auch schon zur zweiten Panne des Films. Hier werden historische Personen, Mythologie und Sagengeschichten der Antike wahllos zusammengemixt, dass jeder, der sich halbwegs mit Geschichte auskennt, Magenschmerzen bekommt. Sargon z.B. war durchaus König von Akkadien, aber im 3. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Herodot, der im Film mehrfach erwähnt wird, lebte hingegen im 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Das nur mal als Beispiel. Dass dann das Schwert des Damokles plötzlich im Reich der altertümlichen Göttin Astarte auftaucht, fällt schon gar nicht mehr auf. Und Zauberei...na ja, was solls. Die Akkadier sehen seltsamerweise aus wie Asiaten(der Hauptdarsteller ist z.B. philippinischer Herkunft), wahlweise aber auch wie Schwarzafrikaner oder gar Europäer. Die Handlung ist eigentlich ziemlich simpel und vorhersehbar, denn für den Superhelden Mathayus und seine kämpfende Freundin ist es natürlich kein Problem, mal eben den Minotaurus zu töten und in die Unterwelt zu spazieren, um sich dort eine legendäre Waffe zu holen welche aussieht wie ein silbernes Legoschwert, um den Bösewicht auszuschalten. Die Effekte sind leider auch sehr billig geraten, was den Minotaurus oder den Endgegner betrifft. Zum Teil fühlt man sich an Harrihausen erinnert, der in den Anfangsstadien der Effekte die Skelette tanzen ließ.
Dennoch denke ich, dass der Film trotz seiner hanebüchenen Handlung durchaus 2 Sterne verdient hat. Einen gewissen Unterhaltungswert hat er zu bieten, und im Gegensatz zu manch anderem Film dieser Machart ist man bei der unlogischen Vermischung der historischen und mythologischen Elemente wenigstens konsequent und versucht es nicht als authentisch darzustellen. Bei einer Direct-to-DVD-Produktion darf man eben nicht viel erwarten!
Fazit: Vorsicht bei diesem Film. Geht nicht mit der Erwartung voraus, eine Fortsetzung zum ersten Teil geboten zu bekommen. Teil 2 scheint nicht mehr als der Versuch aus der erfolgreichen Marke „Scorpion King“ noch etwas Geld herauszuholen. 2 von 5 Punkte
Text by Thunderchild
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