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Kinokritik „Scary (gäääähn) Movie 4“
Ihr seht schon, das die folgende Kritik zum Film sicher nicht ganz so gut ausfallen wird, aber fangen wir doch beim Anfang an. Eigentlich hatten Tom, David, Ivonne und Ich ja geplant uns den dritten Teil von „Final Destination“ anzuschauen. Leder war der Film nicht verfügbar, also hat man uns als Alternative den vierten Teil von „Scary Movie“ angeboten.
Worum geht’s? Tja, das ist eine gute Frage die ich euch nicht so wirklich beantworten kann, aber ich versuch mal die Fetzen des Plots zusammenzupuzzeln:
Plot: Cindy Campbell (Anna Faris) ist zurück. Nach ihrem Ausflug in die Reporterwelt in Scary Movie 3 versucht sie nun, in der Welt der Krankenpflege Fuß zu fassen. Leider landet sie schon bei ihrem ersten Patienten im Spukhaus eines ermordeten japanischen Jungen, der ihr das Leben so zur Hölle macht, wie sie selbst ihrer bewegungsunfähigen Patientin. Zum Glück wohnt nebenan der charmante, aber mit seinen Kindern völlig überforderte Tom Ryan (Craig Bierko), in den sich Cindy sofort verguckt. Doch bevor sich die beiden ihren romantischen Gefühlen richtig hingeben können, greifen außerirdische (Tr)ipods die Erde an. Auf der Flucht vor den alles Leben ausrottenden Maschinen trennen sich die Wege von Tom und Cindy. Während der Familienvater seine Sprösslinge vor dem sicheren Tod bewahren will, folgt Cindy einem Hinweis, den ihr der ermordete Junge gibt. Der behauptet nämlich zu wissen, wie man den Vernichtungszug der Aliens aufhalten kann. Der Hinweis führt Cindy und ihre unterwegs aufgelesene beste Freundin Brenda (Regina Hall) in ein abgelegenes Dorf, in dem ein mysteriöser Mann (Bill Pullman) die beiden näher an die Lösung heranführen kann. Währenddessen wird die Familie von Tom auf der Flucht auseinander gerissen und er landet mit seiner kleinen Tochter im Keller eines kriegserfahrenen Spinners (Michael Madsen). Auch der Präsident der Vereinigten Staaten (Leslie Nielsen) hat sich inzwischen eingemischt und sucht gemeinsam mit den UN nach einer Möglichkeit, die Aliens aufzuhalten.
Kritik: Die Einführung in die Story zeigt es bereits: „Scary Movie 4“ springt unheimlich viel zwischen verschiedenen Handlungssträngen hin und her. Während Cindy in ihrer Storyline „Der verbotene Schlüssel“ „The Grudge“ und „The Village“ erlebt, verfolgt ihr männlicher Gegenpart Tom fast ohne Einschränkungen die Geschichte aus dem Science-Fiction-Thriller „Krieg der Welten“. Doch damit nicht genug: Das Drehbuch zieht nebenbei noch Filme wie „Brokeback Mountain“, die beiden „Saw“-Teile oder „Million Dollar Baby“ durch den Kakao. Zum ersten Mal ‚rühmt’ sich ein Film dieser Parodieserie auch, auf wahren Begebenheiten zu basieren. Tatsächlich setzt sich „Scary Movie 4“ mit dem viel diskutierten Liebesleben von „Krieg der Welten“-Star Tom Cruise und dem Aufenthaltsort des amerikanischen Präsidenten während der Anschläge des 11. September 2001 auseinander. Eine Menge Einfälle sollten also ins Drehbuch eingearbeitet werden. Und so kann das Ergebnis nicht allen Vorlagen gerecht werden und hetzt von einem Szenario zum nächsten, ohne jedes Mal so richtig in Fahrt zu kommen. Unter dieser Entwicklung leiden besonders die Zuschauer, denn nach ein paar anfänglichen Lachern die hart an der Schmerzgrenze wandern, verkommt später alles zu Einheitsbrei der immer und immer wieder aufgewärmt wird, so dass man beginnt das Toffee-Popkorn des Nachbarn interessanter zu finden als das gezeigte.
Erstaunlich ist allerdings, wie viele Schauspieler und Promis sich zu einem Cameo-Auftritt überreden ließen. Neben Carmen Elektra, die bereits im ersten Teil von „Scary Movie“ eine Rolle übernahm, fanden sich Basketball-Star Shaquille O’Neal und Literatur-Guru Dr. Phil McGraw bereit, die Eröffnungsszene von Teil 4 zu spielen. Charlie Sheen und Simon Rex geben kurze Wiederbelebungen ihrer Rollen des dritten Teils. Gänzlich neu im Team ist Craig Bierko. Mit alberner Mimik und übertriebenen Gesten versucht er, seinem Auftritt in einer Tom-Cruise-Parodie gerecht zu werden. Wesentlich routinierter erledigen Anna Faris („Brokeback Mountain“) und Regina Hall nach drei Teilen Vorerfahrung im Parodiengenre ihren Job. Auch Bill Pullmann lässt es sich nicht nehmen, in dem Film aufzutreten, der seine Rolle in „Der Fluch“ auf die Schippe nimmt und stellt die Verbindung zwischen diesem Teil der Geschichte und „The Village“ her. Doch gerade die Verbindung der verschiedenen Filmzitate entpuppt sich hin und wieder als wacklig.
Fazit: Wer sich den Film anschaut ist selber schuld, oder aber steht auf Fäkal-Humor.
Text by Thomas Raube |
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