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Kinokritik

„Resident Evil - Extinction“

 

Verfilmungen von Computerspielen sind ja heutzutage keine Seltenheit mehr. Man denke nur an „Mortal Kombat“, „Super Mario Bros.“ oder „Doom“. Schaut man mal so durch die Reihen, stellt man schnell fest, das es die wenigsten davon zu Ruhm gebracht hat. Ausnahmen sind hier vielleicht die beiden „Mortal Kombat“ und die beiden „Tomb Raider“ Filme. Sonst? Fehlanzeige!

„Resident Evil“, ursprünglich nicht mehr als ein simples Ballerspiel präsentiert sich nun in einer filmischen Trilogie.

 

Plot:

Fassen wir noch mal zusammen:

Resident Evil: Die Umbrella Corporation entwickelt den T-Virus, der durch einen Anschlag in der unterirdischen Anlage alle Mitarbeiter zu untoten Monstern macht. Alice muss sich ihren Weg herauskämpfen.

 

Resident Evil: Apocalypse: Die in Quarantäne versetzte Anlage der Umbrella Corp. wird geöffnet, wobei der T-Virus auf die Stadt Raccoon City überspringen kann. Alice und ein paar wehrhafte Mitstreiter werden von einem Wissenschaftler beauftragt dessen Tochter zu retten.

 

Resident Evil: Extinction:

Nachdem der T-Virus die Grenzen von Raccoon City hinter sich gelassen hatte, dauerte es nicht mehr lange, bis beinahe die gesamte Weltbevölkerung zu blutdürstenden Bestien mutiert ist. Die wenigen Überlebenden ziehen nun – meist in kleinen Gruppen – ohne wirkliches Ziel, ständig auf der Flucht vor den Zombie-Horden umher.

Einer dieser Konvois, angeführt von dem Soldaten Carlos Olivera (Oded Fehr, „Die Mumie kehrt zurück“, „Charmed“) und der Amazone Claire (Ali Larter, "Heroes"), sucht sich gerade seinen Weg durch die Wüste von Nevada. Als der Trupp von einem gigantischen Schwarm mutierter Krähen attackiert wird, kommt ihnen die geheimnisvolle Alice (Milla Jovovich) wieder einmal zu Hilfe. Diese hat Aufzeichnungen gefunden, nach denen in den Weiten Alaskas noch eine ganze Kolonie von Überlebenden existieren soll. Nach kurzen Diskussionen bricht der Tross, sich an diesen letzten Strohhalm klammernd, auf. Doch zunächst müssen in Las Vegas noch die zuneige gehenden Vorräte aufgefüllt werden.

Währenddessen arbeitet Dr. Isaacs, Chefwissenschaftler der Umbrella Corporation, in seinen unterirdischen Labors weiter an einem Gegenmittel. Hierzu benötigt er jedoch unbedingt eine Blutprobe des entflohenen Versuchskaninchens Alice...

 

Kritik:

Beginnen tut der Film fast identisch mit dem ersten Teil: Alice erwacht, zieht sich ihr rotes Kleid an und durchsucht ihre Umgebung. Dem Moment fragt man sich, ob das nicht doch der falsche Film ist. Aber dann ändert sich dieses Gefühl schlagartig, als Alice an perfiden Laserfallen vorbei muss, nur um darauf von einer Selbstschussanlage getötet zu werden. In einer der nächsten Einstellungen sieht man, wie sie in einem Massengrab landet, in dem bereits Dutzende Alice-Clone verbuddelt liegen.

Teil 3 liefert somit einige überraschende Momente, und auch einige schmucke Szenen.

Wirklich überraschend ist dies jedoch kaum, war Regisseur Mulcahy doch mit seinem hippen, Historien-Action-Reißer Highlander seiner Zeit – zumindest visuell – schon Mitte der 80er locker zehn Jahre voraus.

 

Wenn man es sich ganz einfach machen will, könnte man den Film natürlich mit der simplen Formel „Optik = top, Inhalt = flop“ zusammenfassen. Und für alle, die schon mit den ersten beiden Teilen nichts anfangen könnten, wird es wohl auch auf dieses Ergebnis hinauslaufen.

RE3 entwickelt die Story gekonnt weiter, vernachlässigt dabei aber die Figuren sträflich. Nicht nur das Gill Valentine (Hauptcharakter des zweiten Teils und auch der Spiele) hier überhaupt nicht mehr vorkommt oder gar erwähnt wird, stirbt der Rest schneller weg als Fliegen.

Dies enttäuscht dann doch schon, und lediglich das kongeniale Ende vermag noch einiges zu retten.

 

Fazit: „Resident Evil – Extinction“ wird hoffentlich der letzte Teil der Reihe bleiben. Und es schadet nicht. Er war trotz einiger guter Szenen und dem Bonus-Faktor >Milla Jovovich< (immer nett anzusehen) der schwächste Part der Reihe.

(2 von 5)

 

 

 Text by Thomas Raube

 

 

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