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Kinokritik: Das Phantom der Oper
Zugegebenermaßen: Ich bin ein Fan von Musicals, da ich die Musik dieser schwermütigen Inszenierungen absolut bombastisch finde. Somit war ich auch hochentzückt als ich zum ersten Mal davon hörte, das eine der Absoluten Highlights dieser Linie, „das Phantom der Oper“ als Kinoversion in unseren heimischen Lichtspielhäusern aufgeführt werden sollte. Allerdings waren da auch einige Bedenken: nen Musical umgemodelt auf Kinostyle? Bei Westsidestory hatte das zwar funktioniert aber das war in den 60ern. Würde das heutzutage auch noch klappen? Also, am Sonntag rein ins Auto und ruff uf die Piste. Das wir Nachmittags 14:00 da waren, erwies sich als Geniestreich, waren doch mit uns in dem Saal der knapp 300 Leute fasste lediglich 9 Personen, ideal wenn man sich von der melodramatische Musik erschlagen lassen möchte, ohne nerviges Popcorngeraschel, Colageschlürfe oder Teeny-Gequatsche. Der Film selber war nur sehr spärlich im Fernsehen vorab angekündigt worden, jedoch das was zu sehen war machte Appetit auf mehr. Und Leute, was soll ich sagen, selbst für Leute die nicht wirklich auf so was stehen:
absolut genialer Tipp!!!
Der Film ist einfach fantastisch! Super Überblendungen, Die Story ist super umgesetzt. Die Kulissen und Kostüme sind opulent und nicht auf „modern“ gemacht. Angenehmerweise sind die Darsteller allesamt noch „unverbraucht“ und vorher nur in einigen wenigen Produktionen zu sehen gewesen. Weitere Pluspunkte: für die Synchronisierung hat man eigens bekannte deutsche Sänger aus der Opernwelt und Musicalwelt engagiert, die das ganze realistisch rüberbringen, wobei allerdings auch angemerkt sei, dass man den Leuten nicht unbedingt auf den Mund schauen sollte. Denn sowohl der Orginaltext als auch die deutsche Synchro sind nun mal exakt nach den Textvorlagen des Musicals. Soll heißen es passiert das eine oder andere Mal, das der Darsteller den Mund hält, aber noch munter weiter gesungen wird. Denn Gesamteindruck stört dies hingegen überhaupt nicht. Ich für meinen Teil behaupte einfach mal das dies der Beste Film ist, der 2004 in den Kinos angelaufen ist. Voller Dramatik, unterschwelliger, knisternder Erotik, guter Darsteller und ner schönen Story.
Fazit: Wenn’s noch geht: Sofort in die Kinos mit euch!
Filmbeschreibung: Im Jahre 1881 haust ein entstelltes Ungeheuer, das sein zerstörtes Gesicht hinter einer weißen Maske verbirgt, in den finsteren Katakomben der Pariser Oper. Seit Jahren hört man es. Unheimliches Lachen ertönt auf der Hinterbühne, unsichtbare Hände spielen auf dem Klavier. Das Phantom verliebt sich in das schöne Ballettmädchen Christine Daaé, und mit seiner Hilfe wird Christine zum Bühnenstar. Aber als das Phantom die Liebe zwischen Christine und dem Grafen Raoul de Chagny bemerkt, spitzt sich die Lage zu.
Darsteller: Ciaran Hinds, Emmy Rossum, Gerard Butler, Patrick Wilson, Simon Callow
Regie: Joel Schumacher
Laufzeit: 143 Minuten
Land: USA / 2004
Genre: Musikfilm
FSK: ab 6 Jahren
Text by Tribblemaster |
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