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Kinokritik
"Pathology"
Der Film ist nie wirklich bekannt geworden, dennoch spielen einige bekannte Genre Größen mit. Milo Ventimiglia als Ted Grey hat seinen Schauspieldurchbruch mit der Serie Gilmore Girls geschafft, in der er eine Zeitlang Rorys Freund Jazz gespielt hat. Richtig bekannt wurde er jedoch erst durch den Fantasy-Hit „Heroes“, in der er die Hauptfigur spielt. Als Greys Freundin sehen wir Alyssa Milano wieder. Liebreizend wie immer, jedoch in einer Nebenrolle zur Passivität verdammt. Milano spielte als Kind neben Arnold Schwarzenegger im Actionfilm „Phantom Kommando“, in der Comedy-Serie „Wer ist hier der Boss“ oder in der sehr erfolgreichen Mystery Serie „Charmed – Zauberhafte Hexen“. Der dritte bekannte Name ist John DeLancie. Star Trek Fans am besten bekannt als Wesen „Q“. DeLancie ist ein alter Hase im SciFi Geschäft und hatte auch wiederkehrende Rollen in „Andromeda“ oder „Stargate SG-1“.
Von dem Augenblick an, in dem Grey zum Komplizen von Gallo und seiner Clique wird, in dem er sich darauf einlässt, mit den anderen um die Wette zu morden, lassen die Drehbuchautoren Neveldine und Taylor sämtliche Hemmungen fahren. Was wie ein typischer Thriller begann, entwickelt sich zu einem dekadenten Bilderbogen in der Kunst des Mordens und Sezierens. Mord als ultimatives Aphrodisiakum. Grey fühlt sich als gottgleicher Herr über Leben und Tod. Mit einmal ist alles Rausch für ihn; und so beginnt er schon bald eine wilde Affäre mit Gallos Gespielin Juliette Bath. Wie Sex und Mord, Eros und Thanatos in „Pathology“ zusammenfließen, wie sie eins werden, ist zumindest für einen amerikanischen Kinofilm geradezu außergewöhnlich. Wenn der Film bis zur Mitte gut zu überzeugen vermag, verliert er ab dann jedoch den roten Faden. Irgendwie scheint es, als würden plötzlich die Bilder nicht mehr passen, und alles folgt Schlag auf Schlag.
Fazit: Als bitterböser Gegenentwurf zu amerikanischen Arztserien hat „Pathology“ ohne Frage seinen Reiz, und auch als dekadente Studie in der „schönen Kunst des Mordens“ kann er über weite Strecken überzeugen. Jedoch zum Ende hin verliert der Film seinen erzählerischen Faden, und passt nicht mehr zu stimmigen Anfang. Der Film ist somit ein mittelprächtiges Ergebnis geworden, welches man sich mal anschauen kann, aber nicht zu viel erwarten sollte. 3 von 5 Punkte.
by Thunderchild
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