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Kinokritik "Loose Change" Ein halbes Jahrzehnt nach 9/11 sind die Zweifel an der offiziellen Version nicht ausgeräumt. Ein Film fasst dies zusammen
Im Internet kursiert seit einigen Wochen ein frei erhältlicher Film, über den auch diverse Zeitungen und auch einige Fernsehsendungen berichteten – Loose Change 9/11. Da ich seit jeher, wie die meisten halbwegs normal denkenden Menschen, der Überzeugung bin, dass die republikanische Bush-Administration zumindest wohlwollend im Vorfeld Kenntnis über diesen schlimmsten nicht-staatlichen Terrorakt der Menschheitsgeschichte hatte, habe ich mir den Film angesehen. Zuvor machte ich meine Zweifel nur an eigenen Überlegungen fest. Beispielsweise wurde ständig behauptet, das Pentagon sei der sicherste Ort der Welt, wäre sogar mit Boden-Luft-Raketen gesichert. Wieso kann dann einfach so eine Passagiermaschine dort hinein fliegen und wieso wurde ausgerechnet der Gebäudeflügel getroffen, der gerade renoviert wurde? Vom Film versprach ich mir ein wenig Licht ins Dunkel. Loose Change wurde von zwei Hobby-Filmern in den USA für ein vergleichsweise geringes Budget von $10 000 produziert.
Der Film greift auch gleich zu Beginn die Mysterien des Flugzeugeinschlags ins Pentagon auf. Vergleicht man die Größe einer Boeing 757, also des Flugzeugtyps, der angeblich eingeschlagen ist, mit der Größe der Einschlagstelle im Gebäude, so wird eines klar: Eine voll betankte Passagiermaschine hätte niemals ein solch kleines Loch hinterlassen! Man hätte zumindest heftigste Explosionsspuren erwartet. Des Weiteren wird die Frage aufgeworfen, warum denn so wenige Wrackteile gefunden wurden. Die prompte Antwort der Regierung lautete: Durch den Aufprall sei alles verbrannt und pulverisiert. Immerhin hätten Temperaturen von über 1300°C geherrscht. Bemerkenswert ist nur, dass dennoch eine auf Zellulose und anderen Pflanzen- und Baumwollbestandteilen basierenden, schnell entflammbare Substanz dies überstanden hat: PAPIER!!! Angeblich wurden Pässe der Passagiere gefunden. Seltsam ist weiterhin, dass die Boeing auf einem Inlandsflug war. Und wie viele Amerikaner haben eigentlich einen Pass? Fünf Prozent, vielleicht zehn. Das Flugzeug ist angeblich mit 900 km/h knapp über dem Erdboden geflogen. Es wurden aber keine Beschädigungen des Rasens gefunden. Piloten werden auch versichern, dass in dieser Höhe von einem Flugzeug niemals 900 Sachen erreicht werden könnten. Warum gibt die US-Regierung keine Bilder des eingeschlagenen Flugzeuges frei? Bilder unmittelbar danach, geschossen von der Überwachungskamera einer nahe gelegenen Tankstelle gibt es ja.
Gut, mag einer denken, aber von der Maschine, die über Pennsylvania abgestürzt war, riefen ja noch Passagier an, um sich von ihren Lieben zu verabschieden. Hm, ich habe ja immer brav die Anweisung der Kabinenbesatzung befolgt und auf all meinen Flügen mein Handy ausgeschaltet. Ein Zweifler tat dies aber nicht und er stellte fest, dass in 10 000 m Höhe gar kein Empfang mehr möglich ist. Genau aus diesem Grund hat American Airlines ja nach 2001 in einigen Maschinen Handyverstärker in der Business class eingebaut. Am 11. September 2001 klappte der Empfang aber offenbar ganz gut. Die Anrufer erzählten, die Entführer trügen rote Stirnbänder – die Farbe des Islam ist aber grün.
Warum waren am 11. September 2001 zehn bis fünfzehn Mal mehr Börsenspekulationen auf fallende Kurse von Fluggesellschaften gesetzt als an normalen Tagen? Ahnte da jemand was? Warum wurde noch in der Mitte des Jahres 2001 Osama Bin Laden nachweislich von amerikanischen Urologen in einem US-Militärkrankenhaus in Pakistan behandelt? Warum wurde als der gesamte nordamerikanische Luftraum gesperrt war, eine kleine Delegation von Saudis mit Sondergenehmigung außer Landes geflogen? Warum führte das Nordamerikanische Luftverteidigungskommando NORAD just an diesem Tag eine Militärübung durch, wodurch sich für einige Stationen nicht unterscheiden ließ, ob das, was gerade passiert eine Simulation oder echt ist? Warum wurden für die Verteidigung des US-Luftraumes an diesem Tag gerade mal 14 (!) Kampfflugzeuge bereitgehalten? Der Film wirft noch weitaus mehr Fragen als diese auf und es sind weiß Gott noch bessere. Ich will nicht behaupten, dass der Film nichts als pure Wahrheit enthält. Beispielsweise erscheinen die angeblichen Aufnahmen von kleinen Sprengungen an den einstürzenden Türmen des WTC nicht sonderlich glaubhaft. Und auch die Idee, dass die Passagiere in den angeblich entführten Maschinen nicht beim Anschlag ums Leben kamen, sondern vergast wurden, erscheint ziemlich an den Haaren herbei gezogen. Ich bin kein großer Freund von Verschwörungstheorien, aber das, was die Bush-Administrationen und auch der Untersuchungsbericht des US-Senats der Weltöffentlichkeit da auftischen, kann wirklich nur diejenigen überzeugen, die zu faul zum selber Denken sind, und an der wahrscheinlich unbequemen Wahrheit, wie auch immer sie aussehen mag, nicht interessiert sind.
Fazit: Loose Change mag seine Schwächen haben. Aber er ist 50mal überzeugender als angebliche Beweise zur Apollo-Lüge. Also: Unbedingt ansehen!
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