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Kinokritik: Lemony Snicket
Und wieder ein Mal war ich im Kino und habe mich todesmutig in einen Film gestürzt. Okay, so todesmutig dann auch wieder nicht, ich hatte immerhin Gesellschaft. ;) „Lemony Snicket“, so der Titel des aktuellen Jim Carrey Films, verspricht bereits in der Vorschau ein etwas düsteres Szenario mit witzigen Beilagen. Gut, dann erst Mal zu den Standards. Worum geht es eigentlich? Es geht um die drei Geschwister Claus, ? und Sunny. Deren Eltern bei einem unerklärlichen Brand ihres Hauses ums Leben kommen. Nun müssen sie zu einem Onkel, von dessen Existenz sie bisher nichts wussten. Dieser angebliche Onkel, Graf Olaf, entpuppt sich als wirklich fieser Kerl und noch schlechteren Schauspieler, der eigentlich nur hinter dem familiären Vermögen der Kinder her ist. Nach einem ersten Mordversuch, den der Onkel als Unfall herabspielen kann, werden die Kinder, dennoch zu einem neuen Vormund gebracht. Onkel ???, ist ein Reptilienforscher, der sich vor allem auf Schlangen spezialisiert hat und von diesen possierlichen Tierchen einen ganzen Zoo in seinem Haus hält. Außer dieser Vorliebe für extravagante Haustiere scheint dieser Onkel wirklich nett zu sein und sich auf die Kinder zu freuen. Obwohl auch er, wie Olaf, nicht mit ihnen Verwandt ist und sie von ihm nichts wussten. Alles scheint perfekt, bis Olaf in der Verkleidung eines Assistenten auftaucht und den Onkel ermordet. Die Polizei glaubt den Kindern abermals nicht und schickt sie zu ihrer, wie sollte es auch anders sein weniger bekannten, Tante ?. Diese ist zwar sehr nett, aber aus unerfindlichen Gründe übervorsichtig. Auch sie geht den Weg des vorigen Vormundes, wieder durch des Grafen Schuld. Nun kommen die Kinder zurück in seine Obhut, da er die Polizei davon überzeugen kann, er wäre der führsorgende Onkel. Der versucht nun durch Heirat der ältesten Schwester ?, an das Vermögen zu gelangen.
Taugt der etwas? Ein enthusiastisches JA! Aber auch ein kleines Nein! Leider diesmal ohne Vorfilm, aber mit absolut lustigen Anfang. Ein Erzähler führt mehr oder weniger durch den Film und macht das ganze durch seine Kommentare umso witziger. Jim Carrey bietet durch seine brillante Mimik und Gestik viele Gründe zum Lachen. Der Film hat durchweg die selbe Spannung, was dazuführt, dass man einerseits nicht von Spannungstiefs gelangweilt wird, es aber auch keine nennenswerten Höhepunkte gibt. Das offene Ende passt ganz gut zum Konzept des Films und zerstört die dauergraue Stimmung nicht durch unnötigen Kitsch. (Okay, ein bissel Kitsch ist schon dabei, aber es ist auszuhalten! ;) ) Wirklich süß und lustig sind die Kommentare der jüngsten Schwester, da sie sich nur mit Quietschlauten (wie das Kleinkinder so tun) bemerkbar macht, was aber mit Untertiteln „übersetzt“ wird. Ein netter Film, den man sich auch mehr als ein Mal ansehen kann.
Text by Rosha |
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