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Film Kritik:

 

Street Fighter

Legend of Chun Li

 

Ich bin sicher, der eine von euch kennt noch die Spieleverfilmung von „Street Fighter“ von 1994 mit Jean Claude Van Damme und Kylie Minogue in den Hauptrollen. Der Film versuchte damals an den Erfolg von „Mortal Kombat“ anzuknüpfen, scheiterte aber kläglich. Sowohl Inhaltlich als auch finanziell.

Erst 2009 versuchte man sich ein weiteres Mal an der Verfilmung des erfolgreichen Beat em Up Games, diesmal aber weniger streng basierend auf die Spiele.

 

Plot:

Chun-Li hat eine wunderschöne Kindheit in der sie außer dem Klavierspielen vor allem eine Hobby hat, nämlich mit ihrem Vater die Kampfkunst Wushu trainieren.

Ihr Glück erleidet jedoch ein plötzliches Ende, als der skrupellose Geschäftsmann Bison (Neal McDonough) und sein Handlanger Balrog (Michael Clarke Duncan) ihren Vater entführen um dessen weit verzweigte Geschäftsverbindungen ausnützen zu können.

 

Einige Jahre später ist Chun-Li (Kristin Kreuk) eine bekannte Konzertpianistin die mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat.

Eine geheimnisvolle Schriftrolle führt sie unerwarteterweise zu einem mysteriösen Kampfmeister namens Gen, der ihr verspricht sie so auszubilden, dass sie Bison schlagen kann und ihren Vater (der noch am Leben sein soll) zurückbekommen wird.

Da ihre Mutter an Krebs verstorben ist hat Chun_Li nichts zu verlieren und so lässt sie ihr altes Leben hinter sich und verschreibt sich ganz dem Training für ihren Gegenschlag.

 

Gleichzeitig ist der Interpol Agent Charlie Nash mit Hilfe der örtlichen Polizei in Form von Det. Maya Sunee (Moon Bloodgood) Bison ebenfalls auf den Fersen und falls sie sich nicht gegenseitig behindern, könnten sie Chun-Li im Kampf gegen das Verbrechen sogar behilflich sein.

 

Kritik:

Als 1987 das erste Street Fighter Videospiel auf dem Markt kam, ahnte wohl noch niemand, das man versuchen könnte dies zu einem Kinofilm zu machen.

1994 folgte die erste Realfilmversion mit Jean Claude van Damme in der Hauptrolle und der gesamte Film war ziemlicher Schrott der nur Trashfans Freude bereitete und auch finanziell ein Misserfolg war. Hier wurde Chun Li im übrigen von Ming Na-Wen dargestellt, die aktuell bei Stargate Universe Camille Wray spielt.

2009 wollte man es wieder wissen und wagte mit Street Fighter: The Legend of Chun-Li den zweiten Versuch Street Fighter erfolgreich ins Kino zu bringen.

Das Budget war zwar hier höher und auch die Anzahl der bekannten Schauspieler, doch wurde der Flop nur umso größer. 

 

Der Regisseur dieses Filmes ist der gleiche, der auch Jet Li durch „Romeo Must Die“ hetzte. Er brachte Steven Seagal während seiner Flopphase mit Exit Wounds trotzdem wieder erfolgreich ins Kino und er hat mit der „Doom“ Verfilmung (mit Dwayne Johnson und Karl Urban) auch schon eine Computerspielverfilmung als Übung hinter sich.

Über die Qualität seiner Filme lässt sich zwar streiten aber ordentlich Spaß haben sie alle gemacht.

 

The Legend of Chun Li macht sich nicht mehr die Mühe, die Geschichte der Spiele nachzuerzählen, sondern entwickelt sich vollkommen autark. Teilweise ist das gut, da man so eine realistische Darstellung abliefern kann, andererseits werden einige sehr beliebte Darsteller der Spiele (Vega) als billige Statisten abgestempelt.

 

Wenn man aber schon realitätsnäher sein will dann bitte nicht so, indem man lauter comichafte Charaktere nimmt und sie in einer Form aufeinander loslässt, in der man sie unmöglich ernst nehmen kann.

 

Der Film hat sehr unterschiedliche Phasen. Mal kann er überzeugen, mal versagt er total. Letzteres passiert bei den Kampfszenen, was eigentlich das Hauptaugenmerk sein sollte. Diese sind zwar okay, aber eben leider nichts Besonderes. Abgesehen von Chun Li selbst und Balrog wirken die Choreographien wie von Kampfschülern der ersten Klasse. Da hatte man mehr machen können, und hier fragt man sich, ob die Schauspieler oder die Regiearbeit dazu nicht gereicht hat. Ersteres kann ich mir eigentlich gar nicht vorstellen. Michael Clarke Duncan als Bisons rechte Hand ist ein namenhafter Schauspieler, der schon in „Daredevil“, „The Green Mile“ oder „Armageddon“ überzeugen konnte. Auch Chun Li Darstellerin Kristin Kreuk lieferte in zehn Jahren „Smallville“ eine gute Performance.

Kurzum, die Kämpfe sind zu kurz und zu unspektakulär.

Alles hat man schon tausendmal besser bzw. spektakulärer gesehen, die oft zu schnellen Schnitte zerstören dann auch noch den letzten Hauch von Coolness.

 

Sehr Furchtbar empfand ich übrigens die Nebenhandlung des FBI Agenten der von Chris Klein gespielt wird. Seine gesamte Darstellung ist gelinde gesagt überflüssig.

 

Positiv viel Neal McDonough als ultraböser Bison auf, er machte seine Sache echt sehr gut und man bekommt einen echten Hass auf ihn, wobei seine eiskalten Augen für zusätzliche Gänsehaut sorgen.

Moon Bloodgood als Detective hatte zwar schon einige bessere Rollen, beispielsweise in „Terminator Salvation“ doch hier muss sie hauptsächlich einfach nur gut aussehen und das kann sie ausgezeichnet.

 

Fazit:

Ja, es wurde viel verschenkt. Der Film ist so durchwachsen, das es schwer fällt eine objektive Meinung darüber zu finden. In den einen Szenen überzeugt der Film und reißt einen mit, dann entwickelt er wieder unfreiwillig komische Momente.

Abschließend kann man sagen, ich bin froh, dafür keine Kinokarte ausgegeben zu haben. Jeder Preis über 5 Euro wäre verschenkt. Aber solltet ihr die DVD auf dem Grabbeltisch in die Finger bekommen, könnt ihr sie mitnehmen und euch nen netten Abend mit ein paar Bier machen. Der Film schliddert geradeso an den B-Movie Titel vorbei.

2 von 5 Punkten.

 

By Thomas Raube

 

 

 

 

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