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Kinokritik

Krieg der Welten 2 - Die nächste Angriffswelle

 

In den USA ist die Produktionsfirma „The Asylum“ dafür bekannt, oder sagen wir besser berüchtigt, für die Nachverfilmung oder Fortsetzung von bekannten Blockbustern. Aus diesem Grund ist ihr Ruf nicht unbedingt der beste. 2005 produzierte man bereits War of the Worlds, dessen Vorbild jener „Krieg der Welten“ Film mit Tom Cruise in der Hauptrolle war.

Im zweiten Teil darf der einstige "Soul Man" und "Hitcher"-Bezwinger C. Thomas Howell diesmal nicht nur die Hauptrolle spielen, sondern auch das Zepter der Regie führen. Zu bestaunen ist neben der altbekannten Invasionsgeschichte eine Flut preiswerter Computereffekte, gilt es hier doch auch eine Weltallschlacht im "Independence Day"-Stil im Sinne der Menschheit zu entscheiden.

 

Plot:

Die Welt ist 2 Jahre nach dem abgewehrten Alien-Angriff ein elendes Jammertal, in dem eine Lebensmittelkonservendose ein kostbares Geburtstagsgeschenk darstellt. George Herbert, der bei der ersten Attacke an vorderster Front kämpfte, glaubt jedoch nicht, dass die Außerirdischen Ruhe geben, und behält prompt recht. Während er wieder einmal um das Leben seines frisch entführten Sohnes kämpfen muss, wagt das Militär mit neuartigen, um Alien-Hightech verstärkten Jets einen Angriff auf die Quelle des Übels, das außerirdische Mutterschiff draußen im All, sowie die Basis auf dem roten Planeten. Und wieder einmal hängt die Zukunft der Menschheit an einem seidenen Faden.

 

Kritik:

Mit Filmen wie „Die Rote Flut“, „E.T.“ und „Hitcher – Der Highway Killer“ ist C. Thomas Howell in den 80´ern zum Teeniestar geworden. In den 90´ern kam dann mit etlichen Billigproduktionen der große Fall. Und heute? Ja, schlussendlich ist er bei den Billigfilmern von „The Asylum“ gelandet.

Im Jahr 2005 spielte Howell für Sie die Hauptrolle in „War of the Worlds“, dessen Vorbild Steven Spielbergs gleichnamiger Blockbuster mit Tom Cruise war. Naja wie auch immer, trotz der Tatsache das „The Asylum“ in den USA nicht gerade den besten Ruf hat scheint die Nachverfilmung genug Geld in die Kassen gespült zu haben um die hier vorliegende Fortsetzung zu rechtfertigen.

Howell brachte sich dabei nicht nur als Hauptdarsteller mit ein, sondern versuchte sich auch gleich mal als Regisseur.

 

Tja, leider scheint Howell mit seinem Doppeltpart Hauptdarsteller/ Regisseur ziemlich überfordert gewesen zu sein. Der ganze Film ist einfach zu Dialog lastig geworden und man versucht sich an einer zu komplexen Handlung, für welche man einfach nicht über das nötige Knowhow verfügt um diese auch im Film vernünftig umzusetzen. So gibt es etliche Logiklöcher und einen vernünftigen Spannungsaufbau hat man dann gleich komplett aus den Augen verloren.

Hinzu kommen dann noch gewohnt unterirdisch schlecht agierende Darsteller, nur Howell merkt man etwas Können an, sowie extrem billige Kulissen aus angemalten Plastikfolien und Bettlaken. Da sind einige Lacher beim Zuschauer vorprogrammiert.

Auch die CGI Effekte sind auf einem Niveau, wie man sie üblicherweise bei YouTube Videos findet, und wahrscheinlich vom Sohn des Neffen des Kameramannes stammen.

Die Unlogikkeiten des gesamten Filmes lässt einem Fragen ob das Drehbuch denn aus einer Bierlaune heraus geschrieben wurde. Da ist dann halt plötzlich ein Wurm-Zeit-Loch, mit dem die umgebauten F-22 Jäger innerhalb kürzester Zeit zum Mars fliegen, während Howells Charakter durch einen Tripod ebenfalls dorthin befördert wurde, und er sich statt in einer außerirdischen Stadt in einem Nachbau einer menschlichen Stadt wieder findet. Denn Sets waren wohl zu teuer.

Das ganze Geld für den Film ging wohl einzig und allein für die Rechte an dem Streifen drauf, denn Film und Soundqualität sind dermaßen grottig, das sie wohl am heimischen Rechner zusammen geschnitten wurden.

 

Fazit:

Ihr werdet’s kaum glauben, aber ich habe für den Film doch glatt 10 Euro ausgegeben. Sah zumindest das Cover nach ordentlicher Action aus. Das ich kein HighDef Video mit einer durchdachten Story geliefert bekomme, war mir schon klar, hatte ich aber doch die Hoffnung wenigstens coole Raumschlachten und Effekte zu sehen zu bekommen, ähnlich wie bei dem B-Movie „Dragon Wars“. Tja, dem war leider nicht so. Gebt bitte kein Geld dafür aus, und verschwendet nicht eure Zeit.

1 von 5 Punkte.

 

 

 

 

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