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Kinokritik "Jennifers Body - Jungs nach ihrem Geschmack"

 

Seit Pamela Anderson und Co in knappen Outfits Leben retten durften, gibt es das „Baywatch-Prinzip“. Unglaublich Gutaussehende Menschen, die nicht schauspielern können.

Das trifft auch auf „Transformers“ Star Megan Fox zu, die in ihren neuen Film „Jennifers Body einen männermordenden Vamp spielt.

 

In Amerika ist der Horror-Film mit einem Einspiel von enttäuschenden 16 Millionen Dollar deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben, weshalb er in Deutschland nun auch nur einen sehr kleinen Kinostart spendiert bekommt. Dabei dürfte das schlechte Abschneiden auch mit der einseitigen Werbekampagne, die sich einzig und allein auf den Sexappeal von Hauptdarstellerin Megan Fox verließ, zusammenhängen.

 

Plot:

Jennifer Check (Megan Fox) ist das heißeste Mädchen ihrer Highschool – und abgesehen von ihrer Sandkastenfreundin Needy doch ganz allein. Ihr sozialer Status fußt ausschließlich auf ihrem sexy Aussehen. Als sich die Indie-Rocker „Low Shoulders“ für ein Konzert in der einzigen Kneipe des Kaffs ankündigen, ist Jennifer sofort Feuer und Flamme für den Leadsänger (Adam Brody) der Band. Doch dieser hat mit seinem Groupie noch ganz andere Dinge vor, als sie einfach nur flachzulegen. Gemeinsam mit seinen Kumpels plant er Satan eine Jungfrau zu opfern, um damit der ewigen Erfolglosigkeit zu entgehen. Dumm nur, dass Jennifers unberührte Tage längst hinter ihr liegen und sie sich deshalb nach dem Ritual, in ein männermordendes Monster verwandelt…

Kritik:

Aus welchen Grund die FSK dem Film hier eine Alterbeschränkung von „ab 18“ aufgedrückt hat, ist mir unklar. Auch wenn es sich hierbei um einen Horrorfilm handelt, so halten sich jedwede Schockeffekte reichlich zurück, und die in letzter Zeit so gern genutzten Gore-Szenen findet man hier überhaupt nicht. Abgesehen von einer Lesben-Zungenkuss-Szene gibt es auch keine Sex-Szenen, die ein so hohes Rating erklären könnten.

Eine Erklärung wäre vielleicht, das sich die Handlung an einer Highschool abspielt, und nach dem einen oder anderen Massaker in eben jenen, die Öffentlichkeit einen solchen Film nicht gutheißt. Ist aber nur eine Vermutung.

 

Gleich in der Eröffnungssequenz macht der Film seinem Titel alle Ehre, wenn die Kamera langsam den Körper der sich auf einem Bett räkelnden Megan Fox erforscht. Immer wenn die Schauspielerin ins Bild kommt, meint man, die Kamera würde ihr mit einem gewissen Grat an Ehrfurcht begegnen. Ansonsten ist „Jennifer’s Body“ in einem hippen Stil gehalten, wie man ihn von aktuellen Teenager-Filmen gewohnt ist.

 

Megan Fox verkörpert im Prinzip lediglich ihr eigenes Image – eine berechnende Eisprinzessin, in deren Nähe Männer zu kleinen Jungen werden und die genau weiß, wie sie ihre Reize einsetzen muss, um zu bekommen, was sie will. Von der engen Cheerleader-Kluft bis zum bauchfreien Top bewies die Kostümdesignerin ein Einsehen mit Fox‘ pubertierenden Fans (die den Film in Deutschland – weil ab 18 freigegeben – eigentlich gar nicht sehen dürfen). Für den Schauspielpart zeichnet hingegen Amanda Seyfried verantwortlich, die von der duckmäuserischen Streberin bis zur furchtlosen Rächerin eine große Bandbreite abdeckt. Als heimlicher Höhepunkt erweisen sich außerdem die Auftritte von O.C. California-Vorzeigenerd Adam Brody der hier als Indie-Rock-Teufel mit viel Kajal seine metrosexuell-finstere Seite ausspielt.

 

Fazit:

Macht der Film Spaß? Ja! Er ist zwar kein großes Kino, aber zumindest kommt dem Zuschauer keine Langeweile auf, womit das Ziel erreicht sein sollte. Tatsächlich gibt es einige sexy Szenen mit Megan Fox – inklusive einer lesbischen Zungenkuss-Orgie mit Amanda Seyfried. Aber abgesehen von diesen oberflächlichen Reizen präsentiert sich das Horrorstück als verspieltes Genrekino.

3 von 5 Punkten

 

by Thunderchild

 

 

 

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