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Kinokritik Iron Man
Nach und Nach wird das auf etwa 5000 Figuren geschätzte Comic-Universum der Superhelden ausgeschlachtet und auf der großen Leinwand verewigt. In der Vergangenheit führte das zu recht unterschiedlichen Ergebnissen. Während „Spiderman“, „X-Men“ und die Neuauflage von „Batman“ uns zu unterhalten vermochte, krepierten andere Projekte wie „Fantastic Four“ oder „Transformers“ schon im Rohr. Zu welcher Sparte sich „Iron Man“ gesellen kann, muss jeder selbst beurteilen, denn er erweist sich als recht durchwachsen. Natürlich kommt er nicht an die Qualität der X- oder Spiderman Trilogien heran, aber seine Dialoge kommen immerhin über die Plumpheit (wenn auch nicht immer) von Fantastic Four hinaus.
Plot: Multimilliardär Tony Stark (Robert Downey Jr.) ist ein genialer Geist, der sein Vermögen mit der Entwicklung der modernsten und schlagkräftigsten Waffensysteme gemacht hat. Stark ist aber auch ein egozentrischer Playboy, dessen Privatjet mit strippenden Stewardessen bestückt ist und der seine lästig gewordenen One-Night-Stands von seiner ergebenen Assistentin Virginia „Pepper“ Potts (Gwyneth Paltrow) mehr oder weniger höflich hinausbefördern lässt. Als er in Afghanistan ein neuartiges Raketensystem vorstellt, wird Stark von Rebellen entführt. In einer Höhle soll er für die Terroristen eine seiner Raketen nachbauen. Doch Stark denkt gar nicht daran, den Feind mit seiner Technologie zu versorgen. Stattdessen bastelt er an einer eisernen High-Tech-Rüstung, mit deren Hilfe er seinem Gefängnis entkommt und mehr schlecht als recht in die Lüfte geht. Obwohl er es ohne bedeutende Blessuren zurück auf amerikanischen Boden schafft, meldet sich nun sein Gewissen zu Wort. Starks neue Erfahrungen haben ihn gelehrt, dass sein bisheriger Lebensweg der falsche war. Auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz verkündet der geläuterte Firmenmogul, dass sein Unternehmen die Produktion von Waffen sofort einstellen wird. Der Aktienkurs von Stark Enterprises fällt ins Bodenlose. Sein zwielichtiger Geschäftspartner Obadiah Stane (Jeff Bridges) setzt alles daran, Stark möglichst schnell für unzurechnungsfähig erklären zu lassen, um ihn so aus dem Konzern ausschließen zu können. Der arbeitet jetzt jedoch an der Verbesserung seines Anzuges, was dummerweise auch die afghanischen Rebellen tun, und so muss sich „Iron Man“ bald seiner Nemesis Iron Monger gegenüberstellen.
Kritik: Ich muss zugeben, dass ich nicht ganz unvoreingenommen in den Film gegangen bin, hatte mir schon die TV Adaption alles andere als gefallen. Erfreulich zumindest für die Fans ist die Tatsache, das die Story nahezu 1:1 aus den Comic übernommen wurde, wenn auch etwas auf modern getrimmt. Leider gibt es kaum Szenen, die einen lange im Gedächtnis bleiben. „Iron Man“ geht zum einen Ohr rein, und zum anderen raus. Positiv fällt auf, dass man, entgegen anderer Produktionen wie beispielsweise Transformers, die Action Sequenzen übersichtlicher gestaltet hat. Endlich mal wieder ein Film, bei dem man den Helden im Blickfeld behalten kann, ohne durch Massenschlachten ala Star Wars überbelastet zu werden.
Der Film kann sich auf eine Stufe mit „Hulk“ oder „Fantastic Four“ stellen. Wer an dieses Filmen Spaß hatte, wird sie auch sicherlich hier finden. Wer nicht, der sollte hierdrum einen weiten Bogen machen.
Schauspieler Robert Downey Jr. hat bereits für zwei Fortsetzungen unterschrieben, so dass vielleicht zu hoffen sein mag, das in diesen mehr geboten wird. Bis dahin können wir abwarten auf die nächste Comic-Verfilmung. Eine Neuauflage von „Hulk“ ist in Arbeit, genauso wie Kinoadaptionen von „Thor“ oder „Captain America“. Und wie eingangs erwähnt, das Superheldengenre wird auf etwa 5000 Figuren geschätzt. Da kommt noch einiges auf uns zu…
Fazit: Was man letztendlich vom Film erwarten kann, ist simples, teilweise unterhaltenes Popcorn-Kino. Eher etwas für Comic-Geeks, sonst nicht zu empfehlen. 3 von 5 Punkte
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