HYPERSPACE VISION

DOWNLOADS

VISION'S LOG

INFOS

 

 

Kinokritik: IDIOCRACY

 

In den USA ist der Film am 1 September 2006 in den Kinos angelaufen, nachdem man den fertigen Film bereits seit einen Jahr in der Schublade versteckt gehabt hat. Doch 20th Century Fox vertraute Mike Judges Film wohl nicht und brachte nur wenige Filmkopien in Umlauf. Der Release blieb ohne Werbung und hatte dementsprechend wenig Erfolg an den Kinokassen. Vielleicht liegt der Grund des fehlenden Marketings an dem für George Bush zu brisanten Themas: dummer amerikanischer Soldat wacht Jahrhunderte später aus seinem Tiefschlaf auf - in einer Welt wo er der intelligenteste Mensch weit und breit ist - läuten da nicht alle Glocken?

 

Plot: Joe Bowers arbeitet als Bibliothekar bei der Army und ist nicht unbedingt der intelligenteste Zeitgenosse. Er ist absoluter Durchschnitt, schaut während seines Dienstes nur Fernsehen, und stopft sich mit Essen voll. Ein optimales Versuchskaninchen also für das streng geheime Projekt des Pentagons. Ein Experiment, bei dem Menschen in einen Winterschlaf versetzt werden um sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder zum Leben zu erwecken. Das auf ein Jahr angesetzte Projekt gerät in Vergessenheit und Joe Bowers und die ihm damals als fruchtbare Partnerin zugeteilte Prostituierte Rita erwachen im Jahre 2505. In Mitten einer inzwischen total verdummten Menschheit und von Blödheit regierten Welt sind die beiden allen anderen mit ihrer Intelligenz haushoch überlegen. Das hilft Joe zunächst gar nicht, und er landet im Knast, aber weil er sich an der falschen Schlange anstellt, kann er schnell wieder fliehen, und macht sich auf die Suche nach Rita, die er zusammen mit seinem Anwalt findet. Gemeinsam versuchen sie nun die Zeitmaschine zu finden, von der Joes Anwalt gesprochen hat, doch vorher sorgt sein IQ Test, den er im Knast gemacht hat für nationales Aufsehen: Er ist dreistellig.

Vom Präsidenten als Minister eingesetzt soll der klügste Mensch der Welt die schreckliche Dürreperiode vertreiben, die die Felder austrocknen, trotzdem sie doch mit Gaterade (!) bewässert werden.

 

Kritik: Die Komödie von "Beavis and Butt-Head" Schöpfer Mike Judge ist eine Mischung aus bissiger Satire und Science-Fiction. In der Hauptrolle seines Films über die zukünftige Verblödung der Menschheit ist Luke Wilson (Die Super Ex) als glückloser Bibliothekar zu sehen.

Mike Judge, der das Erstarken der intellektuellen Unterschicht in seiner MTV-Serie Beavis & Butthead nur andeutete, geht nun mit Idiocracy in die Vollen.


Idiocracy hat eine Geschichte hinter sich, die mit "ironisch" nur sehr unzureichend betitelt ist. 20th Century Fox ließen den Film über ein Jahr lang verrotten, um ihn dann kurzzeitig und ohne Werbung in einer Handvoll amerikanischer Städte zu zeigen, und auch das vermutlich nur auf Grund vertraglicher Verpflichtungen. Offensichtlich gefiel den Entscheidungsträgern die Vorstellung nicht, dem Massenpublikum einen Spiegel vorzuhalten.

 

So traurig sie auch sein mag, von ungefähr kommt die Angst, das Publikum zu verschrecken, nicht. Judge, der das Drehbuch schrieb und inszenierte, ging spektakulär unsubtil zu Werke und unternahm nicht den Hauch eines Versuchs, seine Wut über die Dummheit der Menschheit zu verschleiern. Entsprechend lebt Idiocracy auch nicht von einer nennenswert ausgeklügelten Handlung. Im Gegenteil, plottechnisch ergeben sich in der zweiten Hälfte spürbare Längen, die in einer ziemlich lahmen Auflösung enden. Dazu gesellt sich ein übermäßig gebrauchtes Voiceover, das dem Zuschauer in leicht herablassender Märchenonkelmanier haarklein erklärt, was er auf der Leinwand sieht.


Für diejenigen aber, die sich die Schuhe mit geschlossenem Mund zubinden, hält der mit 84 Minuten angenehm kurz geratene Film neben der deprimierend realistischen Prämisse zahllose Gags bereit, sei es in Großaufnahme oder verschwindend klein im Hintergrund.


Nach Ricky Bobby - König der Rennfahrer ist Idiocracy der zweite Film in kurzer Zeit, der sein Publikum zum Lachen bringt, während er es als dumm vorführt. Er bietet weder das handwerkliche Geschick noch die inhaltliche Kohärenz der Will-Ferrell-Komödie, kann dafür aber mit der Zurückhaltung eines 20-Tonners punkten, der in der großen Pause über den Hof einer Grundschule brettert und bietet genügend witzige Einfälle, um den Preis einer Kinokarte zu rechtfertigen.

 

Und der Funken Wahrheit dieses Films über die Verblödung der Menschheit sieht man ja schon heute. Seihen es Möchtegern-Gangsterrapper, Barbie-Puppen wie Paris Hilton oder so was wie George Bush.

 

Fazit: Wenn man weiß, was auf einen zukommt, lohnt sich die Kinokarte.

 

 

By Thomas Raube

 

__________________________________________________________________________________

 

STAR TREK, STAR TREK: THE NEXT GENERATION, STAR TREK: DEEP SPACE NINE, STAR TREK: VOYAGER & STAR TREK ENTERPRISE are Registered Trademarks of Paramount Pictures. TM, ® & © by Paramount Pictures. All Rights Reserved.

STARGATE & STARGATE ATLANTIS are Trademarks of Metro Goldwyn Mayer Studios Inc. All Rights Reserved.

FARSCAPE is a Trademark of the Jim Henson Company and Hallmark Entertainment. All Rights Reserved.

Joss Whedon's FIREFLY is a Trademark of Twentieth Century Fox Film Corperation. All Rights Reserved.

Copyrighted material has been used for non-commercial purposes only.