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Kinokritik I Robot
Chicago, 2035...
Detective Del Spooner (Will Smith) lebt in einer nahezu phantastischen Zukunft, von der er aber nicht allzu viel hält und mit Wehmut an vergangene Zeiten zurück denkt, was auch die Einrichtung seines Apartments belegt die im Stil der 2003-2004´er gehalten ist. Roboter übernehmen jegliche schwierigen und unzumutbaren Arbeiten, mit denen sich die Menschheit in den vergangenen Jahrhunderten abmühen musste und bilden somit das Rückgrat der Gesellschaft und aller sozialen Systeme auf der Erde. Bis zu dem Tag, an dem ein guter Freund von ihm und zugleich der Erfinder der Robotertechnologie (James Cromwell) tot aufgefunden wird und Spooner fortan in einem undurchsichtigen Fall von Selbstmord ermitteln muß. Seine Untersuchungen führen ihn jedoch zu dem Ergebnis, das es sich entgegen aller Theorien doch um Mord handelt und der Hauptverdächtige ein Roboter der nächsten weiterentwickelten Generation ist, wie sich später herausstellt. Seine Vorgesetzten erklären ihn für verrückt, da es unmöglich für einen Roboter ist, einem Menschen irgendeinen Schaden zuzufügen aufgrund der 3 Gesetze der Robotik (welche das auch immer waren, ich habe sie mir nicht merken können). Spooner muss sich erst eine Menge an blauen Flecken einfangen und seinen coolen ´AUDI´ zu Schrott fahren, immer getrieben von seiner Aversion gegen alle Roboter, um zu erkennen, das weit mehr hinter allem steckt, als er sich jemals hätte vorstellen können und das Leben auf unserem Planeten für immer verändern würde...
Soweit erstmal die Kurzfassung des Films. Wenn ihr mehr erfahren wollt, dann geht verdammt nochmal ins Kino und stellt mir keine dusseligen Fragen, die ich eh nicht beantworten kann und werde!!!
Die Special Effects sind recht sehenswert gelungen und überfluten den Kinobesucher auch nicht mit einem Tsunami, den er irgendwann nicht mehr überblicken kann (siehe Star Wars). Am meisten haben mir die Kraftfahrzeuge zugesagt und die Lösung der Parkplatzprobleme der Zukunft wurde recht eindrucksvoll gewählt und dargestellt. Die PKW´s werden in ein riesiges Rondell gehängt. Sieht phantastisch aus. Auch die Detailfülle der Roboter kam gut rüber und sie wirkten lebensecht dargestellt, nur ihr Gang erinnerte noch an eine Maschine. Naja, und ihr Aussehen, aber das passte auch irgendwie gut zu ihnen und bildete den Science-Fictionellen Teil des Films. Ansonsten gab es wenige Sequenzen, in denen mal kein technisches Gerät abgebildet oder nicht gerade in Funktion war. Allein schon der Anblick der 26´´ Monitore im Police Department versetzte Tom neben mir in einen ekstatischen Zustand der mit einem Orgasmus endete und ich mir 10 Minuten die aktuellen weltwirtschaftlichen Preise und Börsenkurse sowie die komplette technische Funktionsweise anhören durfte.
Im großen und ganzen war der Film sehr vorhersehbar und man durfte und sollte wahrscheinlich auch die Hälfte des Films Will Smiths muskelgestählten Körper begutachten und sich pausenlos die Sabber aus dem Mundwinkel wischen. Auch die Funktion der Waffen der Zukunft ist mir bis zum heutigen Zeitpunkt nicht ganz klar, da, obwohl offensichtlich mit Projektilen geschossen wird, die Waffen mit einem energetischen Impuls aufladen, wie bei einem Photoapparat der Blitz. Und wie zum Teufel wählen die Anwesenden auf ihren Handys Nummern, wenn dieses nicht mehr als einen Ohrstecker bildet? Wenn jemand zufällig die beiden Episoden "The second Renaissance" der ´Animatrix´ Reihe gesehen hat, die zeigen, wie es zum Krieg der Menschen gegen die Maschinen kam, der wird sich in diesem Film daran erinnert fühlen, alleine schon vom Design der Roboter und vor allem den Parallelen der beiden Stories. Na wenn, dann klaut man eben bei den Besten und bleibt beim Altbewährten, um am Erfolg der Matrix-Filme anzuschließen und die Zuschauer mit weiteren Hirnklumpatsch zu versorgen, der irgendwann keinen Sinn mehr ergeben mag. Egal, Hauptsache bunt und Knaller-Baller, hinzu die mittlerweile schon in jeder billigen TV-Serie kopierten Slow-Motion Technik und fertig. Fortsetzung folgt bestimmt.
I, Robot and his Gayfriend... Nein nicht Garfield................. obwohl, so abwegig ist die Idee vielleicht gar nicht.
Fazit: unterhaltsamer, aber nicht mitreißender (teilweise) David-Film, in den ich unter falschem Vorwand, (T)raumschiff Surprise sehen zu müssen, gelockt wurde. Mehr nicht und weniger erst recht...
Text by Master
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