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Kinokritik „Hydra - The Lost Island"

 

Manchmal muss man schon grübeln, dass jedes Jahr eine Unmenge an B-Movie-Filme herauskommen, die unmöglich ihr Geld wieder einspielen können. Scheinbar muss es noch genügend Trash-Fans geben, die sich diese Filme doch zumuten.

 

Hydra – The Lost Island bedient sich der griechischen Mythologie, die derzeit wohl gerade in Mode ist (Percy Jackson, Kampf der Titanen).

 

Hydra ist ein sagenhaftes Ungeheuer, ein Spross des Riesen Typhon und der Schlangenfrau Echidna. Sie besaß 9 Köpfe, die jeweils doppelt nachwuchsen, wenn man sie abschlug. Herakles besiegte die Hydra, indem er die Halsstümpfe ausbrannte.

Soweit die Sage…

 

Drehbuch-Autor Peter Sullivan wandelt eben auf diesen mythologischen Wesenspfaden. Seine Hydra indes hat zu Beginn anstelle der eigentlichen neun nur drei fiese Köpfe, die aber gemäß der Legende nach dem Abschlagen, oder wie in diesem Fall dem Abschießen gleich doppelt nachwachsen. Am Ende reicht es dann zwar immer noch nicht zu den bekannten neun Schlangenköpfen, doch um detailgetreue hat man sich wohl eh keine Gedanken gemacht.

 

Plot:

Eine wissenschaftliche Expedition wird auf einer einsamen Insel mit seismischer Aktivität auf der Suche nach einer antiken Kultstätte von einem vielköpfigen Ungeheuer angegriffen und bis auf die Teamleiterin verschlungen. Sie flieht zurück zum Strand, wo sie noch mitbekommt, wie das Expeditionsschiff im Sturm versinkt. Nun ist sie eine Gefangene der Insel.

Dieselbe Insel wird später zum gigantischen Spielplatz eines skrupellosen Unternehmers, der angebliche Verbrecher, die er zuvor selbst selektiert und auf einem Schiff entführt hat, zur Jagd durch zahlende, millionenschwere Gäste mit dubiosen Rachegelüsten auf dieser Insel aussetzt. Nolan einer der Entführten, wie auch der zwielichtige Kapitän passen irgendwie nicht ins Schema und entpuppen sich später als ehemalige Mitglieder einer Spezialeinheit, die sich jedoch feindlich gegenüberstehen. Es beginnt ein erbitterter Überlebenskampf für Jäger und Gejagte, die während ihrer Flucht auf die letzte überlebende Wissenschaftlerin treffen.

Aber in diesen Kampf greift auch die dritte Partei mit ungezügeltem Appetit ein. Nur das sagenumwobene Schwert des Herakles kann die Überlebenden jetzt noch retten. Aber so leicht ist das Monster nicht zu töten. Wie auch, schon in der sage war sie eine gigantische Kreatur, unsterblich, in den Sümpfen hausend. Sie pflegte bisweilen ihre munteren Exkursionen aufs Land, um Viehherden zu zerreißen und Felder zu verwüsten.

 

Kritik:

"Hydra - The Lost Island" mag kein Meisterwerk sein oder mit ausgefeilten Charakterdarstellungen glänzen - wer erwartet das auch 2009 von einem Film über eine computeranimierte Schlange? – aber als Trash-Fan bekommt man zumindest eine Geschichte ohne große Längen vorgesetzt.

Auf einer unbekannten Insel im Mittelmeer (!) wohnt die Hydra der griechischen Sage und praktischerweise ist dort auch die einzige Waffe verborgen, mit der man sie besiegen kann. Einige schwer bewaffnete Jäger laufen herum, die selbst zur Beute werden, ziemlich vorhersehbar, doch das Originelle an "Hydra" ist sicherlich im Vergleich zu anderen Monsterfilmen der jüngsten Zeit, dass hier nicht mit genetischer Manipulation, außerirdischen Viren, Mutation oder sonst irgendwelchen pseudowissenschaftlichen Erklärungen für die Existenz des Wesens aufgewartet wird, sonst offen mit Fantasy bis hin zum Zauberschwert.

 

Es wäre vielleicht möglich gewesen aus diesem B-Movie noch etwas herauszuholen, wenn man wenigstens die Rollen besser besetzt hätte. Die Schauspieler sind allesamt unterstes Niveau und können selten das darstellen, was eigentlich im Drehbuch stand.

 

Fazit:

Der Film ist ganz klar ein No-Brainer, der hin und wieder seine Momente hat. Die CGI Effekte sind grauenhaft, genauso wie die schauspielerischen Künste.

Mehr als 1 von 5 Punkten ist nicht drin.

 

 

 

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