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Kinokritik „Highlander - The Source“ Die Quelle der Unsterblichkeit
Zuerst einmal, ja, ich betrachte mich durchaus als Fan der Highlander Sage, zumindest habe ich mich bei den bisherigen vier Teilen und den beiden Serien durchaus unterhalten gefühlt. Und damit kommen wir auch schon zum größten Problem von Highlander: Mit diesem sind es fünf Teile und zwei Fernsehserien (drei, wenn man die Zeichentrickversion zuzählt), jedoch kaum eine Spur von Kontinuität zu sehen. Es ist als ob die jeweiligen Macher immer versuchen einen eigenständigen Film zu erschaffen, ohne dabei zu beachten, dass es bereits etwas gibt, dass man vielleicht beachten müsste. Highlander – The Source lehnt sich an dem ersten und vierten Teil, sowie der ersten Fernsehserie an, und somit ist Duncan MacLeod jetzt der Held der Filme.
Plot: Litauen, in nicht allzu ferner Zukunft: Die Gesellschaft scheint auf dem absteigenden Ast zu sein, Chaos und Totschlag sind an der Tagsordnung. Duncan hatte geheiratet, doch Anna trennte sich von ihm, da die Unsterblichen keine Kinder zeugen können. Während Duncan der Liebe immer noch hinterher trauert, versucht Anna den Menschen zu helfen. Anderswo entdeckt Reggie, ein Unsterblicher der im Namen von Methos arbeitet, dem ältesten der bekannten Unsterblichen, dass das Universum sich im Umbruch befindet. Sämtliche Himmelskörper verschieben sich, so dass innerhalb weniger Tage die Erde von kosmischer Strahlung bombardiert wird. Methos vermutet, das dies der Zeitpunkt für die „Quelle“ sei. Als dann auch noch der „Guardian“ auftaucht und Jagd auf die Unsterblichen macht, ist sich die kleine Gruppe um Methos bewusst, dass die Quelle der Unsterblichkeit auftauchen wird. Duncan macht eine unliebsame Bekanntschaft mit dem Guardian, kann aber im letzten Moment von seinen alten Freund Joe Dawson gerettet werden. Der einstige Beobachter bringt MacLeod zu Methos und seinen Partnern: Astronom Reggie Weller und Kardinal Giovanni, ein gläubiger Christ. Die fünf reisen zur Kirche von Doleo, von der es heißt, das der Kirchenälteste sein Amt, bereits seit tausenden von Jahren bekleidet. Aber erst als Anna auftaucht, werden sie zum Ältesten vorgelassen. Der erzählt die Geschichte der Quelle und das Anna mithilfe ihrer Visionen sie alle zur Quelle führen könne. Während sich das Team auf die Suche macht, reduziert der Guardian sie Stück für Stück, und sie müssen auch schmerzlich erfahren, das je näher sie der Quelle kommen, sie umso sterblicher werden. Letztendlich erreichen nur noch Anna und Duncan die Quelle und müssen sich dem Guardian stellen…
Kritik: „Highlander – Es kann nur einen geben“ mit Christopher Lambert und Sean Connery in den Hauptrollen, sowie der Score von Queen war ohne Zweifel ein überraschender Welterfolg, an dem man immer wieder versuchte anzuknüpfen. Leider in den meisten fällen erfolglos.
Der vorherige Film „Highlander Endgame“ in der die Ablösung von Connor zu Duncan MacLeod vollzogen wurde kam bei den Fans gut an, so dass man sich entschied weitere Fortsetzungen zu drehen. „The Source“ sollte dabei der erste Teil einer geplanten Trilogie werden, das sich jetzt wohl erledigt haben sollte. Schon im Jahre 2001 begannen die Produzenten des vorherigen Teil „Endgame“, einen fünften Teil zu planen. Aber erst 2005 begannen in Litauen die Dreharbeiten. Nachdem eine illegale Kopie in Russland die große Filmrunde drehte und eher abträgliche Kritiken kassierte, produzierte man den Film nach und veröffentlichte ihn nicht im Kino, sondern gleich im Fernsehen.
Fakt ist, selbst für hartgesottene Fans ist der Film nur schwer erträglich. Teil 5 ist jenseits dessen, was wir an den vorherigen Teilen gemocht haben. Ein großer Teil dessen waren stets die Rückblicke in denen der Zuschauer in die Erinnerungen der 500 Jahre alten Charaktere schauen konnte. Davon sehen wir in „The Source“ leider gar nichts mehr. Weitere Kritikpunkte sind das fehlen der typischen schottischen Melodien, sowie die Kameraführung. Es ist, als wusste man nicht, in welcher Geschwindigkeit man dem Film abspielen sollte. Um die Fähigkeiten des Guardians zu unterstreichen wurden alle Sequenzen beschleunigt abgespielt, dann plötzlich hat man wieder eine Zeitlupeneinstellung mit schnellen Schnitten versehen, so dass man eher vermutet, das sich die Kinder des Regisseurs daran versucht haben. Zu guter letzt kommen wir noch zum Guardian. Anfangs war dieser noch wirklich bedrohlich, bevor er sein erstes Opfer fand, und Erneuert wurde. Doch ab da wurde er zur Witzfigur. Auch wenn er dann noch die Unsterblichen erledigt, kommt durch sein Schauspiel, oder zumindestens durch die beabsichtigte Darstellung dessen, nie wirklich Gefahr auf. Ein Clown hätte die Rolle daher ebenfalls spielen können, ohne das sich etwas am Film geändert hätte.
Fazit: Highlander – The Scource dürfte gemessen an der Qualität der letzte Film der Reihe sein. Bei dem Film stimmt leider gar nichts. Unmotivierte Schauspieler, null Kontinuität, schlechte Dialoge, kaum Handlung. Nur für den hartgesottenen Fan geeignet, jeder andere wird kaum Spaß daran empfinden. 1 von 5 Punkten
Text by Thomas Raube |
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