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Kinokritik Flightplan
USA 2005 - Originaltitel: Flightplan - Regie: Robert Schwentke - Darsteller: Jodie Foster, Peter Sarsgaard, Sean Bean, Kate Beahan, Erika Christensen, Michael Irby, Marlene Lawston, Assaf Cohen - Prädikat: wertvoll - FSK: ab 12 - Länge: 98 min
Plot: Berlin, Alexanderplatz Die Flugzeugingenieurin Kyle Pratt (JODIE FOSTER) sitzt einsam auf dem Bahnsteig der Linie U5. In einer surrealen Szene erscheint ihr Ehemann David und nimmt sie mit durch die verschneiten Straßen der Stadt. In eingeschnittenen Szenen, in denen Kyle eine Leichenhalle betritt und Formalitäten erledigen muss, wird einem klar: Ihr Mann ist tot. Zurück im Hotel legt sie sich ins Bett ihrer Tochter Julia (MARLENE LAWSTON). Doch an erholsamen Schlaf ist nicht zu denken. Beide sollen am nächsten Tag zurück nach New York fliegen. Mit an Bord der Maschine: Der Sag mit Davids Leichnam. Am nächsten Morgen, der trotz der weißen Schneepracht schmutzig und trostlos wirkt, machen die beiden sich mit dem Taxi auf den Weg. Julia ist so verstört, dass sie sich unter dem Mantel ihrer Mutter versteckt. Am Flughafen (Tegel, Tempelhof ??) besteigen beide das von Kyle mitentwickelte Großraumflugzeug Boing E-474. Unmittelbar nach dem Start schlafen beide ein. Als Kyle wieder aufwacht, ist ihre Tochter verschwunden. Sie beginnt mit der Suche, doch wird nicht fündig. Als sie immer panischer wird, die Crew aufhält und dann wie eine Verrückte an die Cockpittür klopft, wird sie vom Skymarshall festgehalten und zur Rede gestellt. Sie verlangt mit dem Captain zu sprechen. Nach wenigen Minuten erscheint dieser und lässt sich überzeugen, alle Passagiere auf ihre Sitze zu beordern und das gesamte Flugzeug zu durchsuchen. Doch die Suche verläuft im Sande. Keiner der Passagiere kann sich an die kleine Julia erinnern. Die Stewardessen checken die Passagierliste und stellen fest, dass nie eine Julia Pratt an Bord war. Auch in Berlin hat sie nie eingecheckt. Weiterhin ist auch ihr Rucksack verschwunden. Es sind also keine Hinweise vorhanden, dass das Mädchen jemals das Flugzeug betreten hat. Der Captain bricht die Suche nach nunmehr zwei Stunden wütend ab. Die Passagiere sind natürlich entsprechend aufgebracht und bringen Kyle nur Verachtung entgegen. Der Skymarshall wird beauftragt, sie unter Arrest zu stellen. Plötzlich entdeckt Kyle eine Gruppe arabischer Passagiere, von denen einer ihr bekannt vorkommt. Sie fährt ihn an, da sie glaubt, er hätte etwas mit dem Verschwinden ihrer Tochter zu tun. Einige Passagier stellen sich auf ihre Seite und misstrauen den Arabern ebenfalls. Stecken sie als Luftpiraten hinter der ganzen Sache? …
Kritik von Tom: Die Story ist eine der simpelsten, die ein Hollywoodthriller in den letzten Jahren aufzuweisen hatte. Lediglich am Ende wird es etwas verstrickter. Der Spannung an sich tut dies aber keinen Abbruch. Die ersten zwei Drittel des Filmes erinnern ein wenig an die Idee von „The Sixth Sense“ und „The Others“ und mir ahnte beim Schauen Schlimmes. Auf ein Remake dieser Filme über den Wolken hatte ich absolut keine Lust. Soviel sei aber gesagt: So schlimm kommt es nicht. Die Auflösung des Filmes ist ebenfalls nicht sonderlich spannend oder originell. Doch am Ende glaubt man, eine Botschaft heraus zu sehen. Der Autor verdeutlicht die übermäßige Furcht und Misstrauen gegenüber Arabern und dass die Leute sich trotz räumlicher Nähe immer mehr voneinander distanzieren, sich praktisch nicht mehr wahrnehmen und die Augen vor dem Offensichtlichen verschließen. Nur so konnte die kleine Julia verschwinden. Ein Phänomen, das man auch hier zu Lande beobachten kann. Fazit: spannendes Popcornkino, sehenswert.
Kritik von Thomas: Flightplan hält sich seitdem er rausgekommen ist ja auf Platz eins der Kinocharts. Zu recht wie ich denke. Für einen Psychothriller wirklich gelungen, wenn man weiß, was man erwarten sollte. Wer hingegen Explosionen und harte Kämpfe sehen will, sollte lieber in Doom (und Dümmer) gehen. Flightplan besticht eher durch die psychologische Spannung, so hat der Film enormes Potential in emotionale Abgründe einzutauchen. Jodie Foster scheint sich zumindest in diesem Genre wohl zu fühlen, hat sie ja auch schon in „Das Schweigen der Lämmer“ oder „Panic Room“ mitgespielt. Fazit: Auf jeden Fall sehenswert.
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