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Kinokritik “Fantastic Four“

 

Die Fantastischen Vier waren ja eine der ersten Superhelden, die deutsche Landen erreicht haben. Zu dem Zeitpunkt gab es als Konkurrenz nur die Klassiker Superman, Batman und Spider-Man. Und jeder, der zumindest eine halbwegs kindhafte Kindheit hatte, mit Comics, Trickserien und alles was dazu gehört, kennt natürlich noch Mr. Fantastic, der seinen Körper enorm dehnen kann, seine Frau Invisible Girl, ihren Bruder Human Torch und Ben the Thing. Jetzt ist diese Comic-Adaption als Realfilm im Kino erschienen.

 

Plot: Reed Richards, ein genialer Wissenschaftler, mit ein paar Geldproblemen entdeckt mit seinen Freund Ben Grimm im All eine näher kommende Solarwolke, die wie er vermutet, das Leben auf der Erde einst beeinflusst hat, als sie das letzte Mal an der Erde vorbeizog. Da die NASA bereits abgelehnt hat, ihm bei der Erforschung der Wolke zu helfen, wendet er sich an seinen alten MIT-Kollegen Victor Von Doom, der gegen 75 Prozent aller Gewinne aus den Forschungen einwilligt, seine Raumstation zur Verfügung zu stellen.

Zusammen mit Reeds Ex-Freundin Susan Storm und deren Bruder Johnny machen sie sich kurzerhand auf ins All. Gerade als Victor Susan einen Heiratsantrag machen will entdeckt man, dass der Sturm nicht in sieben Stunden ankommt, sondern in neun Minuten. Um Ben, der gerade auf einer Außenmission ist zu retten, beschließt man die Abschirmung herunterzufahren. Ben gelingt es zwar, durch einen waghalsigen Sprung sich ins Innere der Station zu retten, aber die Wolke verstrahlt die fünf, bevor die Abschirmung wieder geschlossen werden konnte.

Zurück auf der Erde machen sich ganz langsam einige Merkwürdigkeiten auf sich aufmerksam. So zeigt das Thermometer bei Johnny eine Körpertemperatur von 209 ° C an, Victor kann Metall beeinflussen, Susan wird bei starken Emotionen unsichtbar, und Reed kann sich plötzlich unnatürlich dehnen.

Schnell merkt man, dass die Wolke die DNS der fünf verändert hat, und man schaut bei Ben vorbei, um zu sehen, wie es ihm geht. Der jedoch zeigt die heftigste Reaktion, verwandelt sich in ein Steinmonster, und flieht aus dem Krankenhaus.

Auf der Brooklyn Bridge hadert er mit seinem Schicksal, und rettet dort einen Mann, der sich von der Brücke stürzen wollte, verursacht dabei aber eine Massenkarambolage. Reed, Susan und ihr Bruder, die Ben zu Hilfe eilen, retten die Unfallbeteiligten, und lernen erstmals ihre Kräfte dabei zu nutzen. Schnell landen sie in der Öffentlichkeit, und werden dort als die Fantastic Four betitelt.

Um selbst mit der Situation klarzukommen, beschließt man sich in Reeds Labor zu begeben, um sich dort von ihm untersuchen zu lassen.

Von Doom lässt sich ebenfalls von seinen Ärzten untersuchen, und stellt fest, dass sich seine Haut und Organe in eine metallische Legierung verwandeln. Als der Arzt damit an das Gesundheitsamt gehen will, wird er von Doom kurzerhand ausgeschaltet. Genauso verfährt er später mit seinen Investoren, die nach der Missglückten All-Mission seine Firma übernehmen wollen.

Reed kommt schließlich auf die Idee, den Sturm in einer Maschine zu simulieren, um die Mutation rückgängig zu machen, bis es aber soweit ist, müssen alle vier mit ihrer Situation und der Öffentlichkeit fertig werden.

Von Doom sieht es inzwischen gar nicht gerne, wie sich Reed und Sue wieder näher kommen, und beschließt die Fanta4 zu erledigen, um Susan zurück zu gewinnen. Dafür hetzt er als erstes Ben auf, und erzählt ihm, dass sich Reed nicht bemüht, ihr aller Zustand zurückzuverwandeln.

Um Ben wieder milde zu stimmen, setzt Reed einen Selbstversuch mit der Maschine an, scheitert aber daran, dass er mehr Energie benötigt, Energie, die Von Doom mit seinen neuen Kräften gesammelt hat. Also plant Von Doom auf eigene Faust den Versuch zu wiederholen, und benutzt Ben als Versuchskaninchen. Tatsächlich klappt es, und aus The Thing wird wieder Ben Grimm. Jetzt hat Von Doom leichtes Spiel mit ihm, und kann ihn schnell außer Gefecht setzen. Reed kommt ihn zu Hilfe, wird aber auch von dem verwandelten Von Doom besiegt. Johnny kämpft derweil mit einer Wärmsuchenden Rakete, und zuletzt bleibt nur noch Sue, die aber auch nicht gegen Dr. Doom ankommt.

Gerade als es aussichtslos erscheint, kommt Ben als The Thing durch die Wände kann die Situation vorerst retten und stürzt sich mit seinen Kontrahenten aus dem Hochhaus. Am Boden geht der Kampf weiter, und nachdem man sich mit Autos und Bussen bewirft, kommt langsam auch wieder der Rest der Fanta4 zusammen, zur Entscheidungsschlacht gegen Dr. Doom.

 

Kritik: Und wieder eine Comic-Verfilmung. Um es kurz und knapp zu sagen; Fanta4 hat seine Momente. Einiges an Action, ein wenig Humor, gemischt mit ein wenig Tragik und guter Musik, nicht zuletzt auch noch den guten alten CGI Effekten, lohnt es sich den Film wenigstens mal anzuschauen. Ob im Kino oder erst auf DVD muss jeder selbst entscheiden, aber ich würde sagen, dass man für die acht Euro der Kinokarte sich doch besser die DVD und ein bisschen Knabberkram holt, da hat man mehr von.

 

Comic Feedback: Ich kannte bereits die Comics aus dem Hause Marvel, aber der Film stellt wie üblich wieder alles auf den Kopf. Fantastic Four hatte immer darauf bestanden, in seinem eigenen kleinen Universum zu bestehen, ohne die großen Städte der Neuzeit, doch genau hierher holt man die Vier. So wird halt aus Dr. Doom, dem tyrannischen Magier, ein Multimillionär, der ebenso wie die Fanta4 verstrahlt wurde. Auch sonst gibt es im Film weniger Hintergründe und Erklärungen als im Comic, was den Film zeitweilig recht zweidimensional macht. Ein zweiter Teil dürfte demnach sicherlich benötigt werden, um die Figuren besser zu entwickeln, aber ob dieser zweite Teil wirklich das ist, worauf der Kinogänger wartet, dürfte äußerst fraglich sein.

 

Die Schauspieler: Im Prinzip gibt es nur zwei bekannte Namen im Abspann zu sehen. Das wäre als erstes natürlich Jessica Alba, die die Susan Storm/Richards spielt. Sie ist bekannt geworden durch die Serie „Dark Angel“, die allerdings ein frühes Ende gefunden hatte, als nach der dritten Season die Einschaltquoten sanken. Weiterhin konnte man sie vor vier Monaten auch in einer weiteren Comic-Verfilmung bewundern. „Sin City“, welches ja jetzt erst bei uns anläuft, in der sie das Stripper-Mädchen Nancy spielt.

Der zweite bekannte Name gehört Julian McMahon. Er gab sein Debüt in der Fernsehserie „Charmed“, mimte dort den charismatischen Dämon Cole, der sich zum Herrscher der Unterwelt macht, und letztendlich auf tragische Weise von seiner Geliebten umgebracht wird. Richtig erfolgreich wurde McMahon aber erst durch die zynische, schwarze Comedy-Serie „Nip-Tuck“, in der er einen Schönheitschirurgen spielt, der mit Frauen schläft, um sie zu überreden, sich operieren zu lassen, sie danach aber fallen lässt. Einige Nebenrollen verbuchte er auch noch in der Serie Profiler. McMahon hat somit scheinbar ein Faible für die düsteren Charaktere.

Die anderen drei Hauptdarsteller sind absolute No-Names. Zwar kann man ihre Namen in einigen Werken lesen, doch in allen hatten sie eher kleine, unwichtigere Rollen.

 

 

 

Kinokritik: Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer

 

Text by Thomas Raube

 

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