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Kritik "Equilibrium"
Der Film war bereits in ner Space View als absoluter Insider-Tip gepriesen worden und als ich das Ding für 10 Emmchen auf dem Grabbeltisch bei „Lasst euch nicht ver*rschen“ sah, musste ich einfach zugreifen. Und was soll ich sagen: Selten hab ich für so wenig Geld so ne geniale DVD bekommen.
Zur Story. Nach dem zu Beginn des 21. Jahrhunderts der dritte Weltkrieg stattgefunden hat, werden die Überlebenden von einem totalitärem Regime unterjocht das menschliche Gefühle als Ursache allem Übels auserkoren hat und eine Droge eingeführt hat die von jedem Menschen in regelmäßigen Abständen genommen werden muss um diese zu unterdrücken. Menschen die dies nicht tun und deren Gefühle daraufhin wieder die Oberhand gewinnen, werden erbarmungslos von einer Spezialeinheit, den „Gramaton-Klerikern“ verfolgt und exekutiert. Der Cop, John Preston, ist selbst der härteste Verfechter seiner Zunft und tötet sogar seinen Partner als er ihn als Gefühlsmenschen entlarvt. Durch Zufall verliert er eines Tages seine Dosis und sein Selbst bricht durch und langsam wird aus ihm wieder ein Mensch. Er beschließt sich den Rebellen anzuschließen, doch es kommt alles anders als man denkt...
Der Film selbst besticht zum einen durch seine kühle Ästhetik und seine in schwarz-weiß gehaltenen Kontraste. Die Kulissen sind sehr gut gemacht ebenso die Special-Effects. Man sieht dem Film nicht an, dass er extra für ne DVD also mit relativ wenig Money gedreht worden ist. Die Musik ist der Hammer und erinnert an ne Mischung aus „Romeo und Julia“ und „Matrix“. Die Veränderungen sind glaubwürdig und der Titelheld verfolgt seine Ziele so konsequent dass der Zuschauer nicht immer von der Richtigkeit seiner Handlung überzeugt werden kann. Dies geschieht zum Beispiel als er einen ganzen Stoßtrupp Ex-Kollegen liquidiert um einen Welpen (!) zu retten. Trotz dessen oder gerade deshalb ist der Film realistisch und auch glaubwürdig. Es gibt nicht nur das Gute und das Böse. Es gibt viele Facetten. Wovon ich auch ziemlich angenehm überrascht war, waren die Kampf bzw. „Shoot-Sequences“. Diese hatten und das muss ich wirklich mit tiefstem Respekt sagen, teilweise „Matrix 1“ Niveau! Der absolute Hammer!
Fazit: ein absolutes Muss! Schon lange nicht mehr so nen genialen SF-Film gesehen! Wäre der Film im Kino angelaufen hätt ich mir wahrscheinlich ne Dauer-Eintrittskarte geholt. So muss ich mich mit der DVD begnügen:)
P.S. Da der Film in Deutscher Co-Produktion entstand (was ihm Handlungstechnisch Gott-sei-Dank keinen Abstecher tut.) kann der geübte Kenner einige Orte aus unserer Heimatstadt wieder erkennen. Sei es das Olympiastadion, die Deutschlandhalle, der Potsdamer Platz... selbst einige Sonderfahrzeuge werden dem einen oder anderen bekannt vorkommen...
Daten: Org. Titel: „Equilibrium – Killer of Emotions“ D/USA 2003 Hauptdarsteller: Christian Bale (Batman Beginns), Taye Diggs, Emily Watson, Sean Bean Laufzeit:102 Min.
Text by Tribblemaster |
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