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Filmkritik - Dragon Wars „D-War“

 

Es ist inzwischen keine Seltenheit mehr, das Filme, deren Erfolgsmöglichkeiten an der Kinokasse nicht einzuschätzen sind, gleich auf DVD erscheinen. Die Kosten halten sich somit gering, und die Blamage, sollte der Film floppen ebenfalls.

 

Der Südkoreanische Film „Dragon Wars“ (OT: D-War) ist ein solcher, schon allein deswegen, weil er eben nicht aus Hollywoods Traumfabrik kommt.

Das der Film nicht im Kino erschien, sondern gleich auf einen Silberling gebrannt wurde ist schade, denn der bis dato teuerste Streifen Koreas liefert ein Effekt-Feuerwerk ab, der viele Hollywood Monsterfilme locker in die Tasche steckt.

 

Plot:

Die Erde vor 500 Jahren. Zwischen den Mächten des Guten und dem Reich der Finsternis herrscht Krieg. Der Grund liegt in einer jungen Frau, die eine göttliche Kraft in sich trägt. Diese Kraft ist für die gute Riesenschlange Imoogi gedacht, die seit Jahrhunderten für das gute kämpft, und sich mithilfe dieser Energie in einen Himmelsdrachen verwandeln könnte.

Aber auch die Mächte der Finsternis, angeführt von der todbringenden Buraki Schlange warten auf die Gelegenheit die Kraft für sich zu beanspruchen, wenn das Mädchen volljährig, und ihre Kraft entfesselt wird. Doch es kommt anders, denn das Mädchen hat sich verliebt und flieht mit ihren Freund und kommt dabei im Kampf gegen Buraki ums Leben. Mit ihr die göttliche Kraft.

500 Jahre später wird die Frau wiedergeboren und reinkarniert in der jungen Sarah, die bald darauf in einem Kampf um Leben und Tod steht, denn die Buraki und ihre Armee von Monster hat ihr Ziel noch nicht aufgegeben. Es kommt in Los Angeles zum Kampf zwischen den mittelalterlichen Monstern und der Technologie von heute…

 

Hintergrund:

Bereits 2002 hatte der südkoreanische Regisseur Shim Hyung-Rae dieses Projekt als Nachfolger seines Fantasy-Streifens Yonggary angekündigt. Doch die Realisierung verzögerte sich immer wieder, so dass der bis dato teuerste Film des Landes erst im Jahr 2007 in die Kinos kam. Die Hauptrollen sind wie auch schon bei Yonggary mit amerikanischen Darstellern besetzt und so spielen Jason Behr und Amanda Brooks die zentralen Figuren.

 

Kritik:

Nun, zugegeben, die Handlung des Films ist nicht unbedingt ausgereift, aber was will man von einem Monsterfilm erwarten. Schaut man sich die amerikanischen Monsterfilme wie Godzilla, oder Cloverfield an, wird man auch vergeblich nach einer Handlung suchen, mal davon abgesehen, das Monster die Städte plattmachen.

Jedoch D-War hat den eben genannten artverwandten Filmen eines Voraus. Die Effekte. Selbst wenn man Godzilla und Cloverfield zusammen nimmt, wird man nur halb so gute Effekte geliefert bekommen wie in D-War. Wenn es da zum Kampf des Militärs gegen die Drachen und sonstige Monster geht kann man als Fantasy Fan einfach nur jubeln.

Und einen weiteren Vorteil hat dieser Film. Das amerikanische Kino verschleiert seine Monster gerne durch Dunkelheit, wie es beispielsweise in Aliens vs Predator 2 geschehen ist. Auch in Cloverfield bekommt man das Monster lediglich am Ende kurz zu sehen.

In D-War jedoch sind gerade die Monster die Stars. Und die werden gut in Szene gerückt, und zwar am helllichten Tage, in jedermanns Aufmerksamkeit. So muss Kino sein. Die Koreaner haben verstanden, das Kino „sehen“ bedeutet, und man dem Zuschauer nicht alles seiner Fantasie überlässt.

 

Fazit:

D-War hat seine Schwächen. Das werden wohl in erster Linie die Darsteller sein, die allesamt nicht mehr Qualität bringen, als ein typischer Soap-Darsteller. Aber wer will in einem Monsterfilm schon Menschen sehen. Die Kreaturen sind mehr als gelungen und oft im Bild, so dass ich 4 von 5 Punkte vergebe.

 

 

By Thomas Raube

 

 

 

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