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Kinokritik
Domino
Die Story ist eigentlich ganz einfach. Reiches Mädchen langweilt sich und beschließt, Kopfgeldjägerin zu werden. Sie schließt sich einem Team von 2 Männern an und stellt ihr Talent unter Beweis. Das Trio ist ziemlich erfolgreich. So erfolgreich, dass ein Fernsehsender ein Team mitschickt, um eine Reality-Show über deren Lebensalltag zu machen. Alles läuft hervorragend bis zu dem einen Job. Bald betrügt jeder jeden, jeder legt jeden rein und Domino und ihre Leute sind mittendrin in der „Schusslinie“. Der Film ist gar nicht mal so schlecht. Die Kritik „ein Actionspektakel ohne großartige Handlung“ stimmt auf keinen Fall. Der Verfasser dieser Worte hat diesen Film nicht verstanden. Der Handlungsablauf ist schnell. Wenn man denkt, jetzt hat man alles durchschaut, kommt schon wieder eine unvorhergesehene Wendung. Die Art des Filmens ist eher ungewöhnlich, aber irgendwie genial. Es sollte jetzt eine Beschreibung des Drehstils folgen. Das ist gar nicht so einfach. Der Film wird als Rückblende erzählt. Domino befindet sich in einem Verhör, als sie die Geschehnisse rekapituliert. Dann folgt eine Rückschau, dann die Gegenwart, eine Rückschau vor der Rückschau, Gegenwart und dann wird am Anfang angefangen. Zwischendurch sind wir wieder in der Gegenwart. Sehr gut gemacht. Dem Film muss vom Anfang bis zum Ende aufmerksam gefolgt werden, denn sonst verpasst man wichtige Details und versteht die Handlung nicht mehr. Das Ganze ist auch sehr schön ironisch inszeniert. Keira Knightley ist super und straft alle Lügen, die sagten, dass sie viel zu süß für diese Rolle sei. Ian Ziering und Brian Austin Green – bekannt aus Beverly Hills 90210 – spielen sich selbst. Sie sind die Moderatoren der Reality-Show und geraten von einer Lebensgefahr in die andere. Beide nehmen sich selbst bzw. das Image, das sie haben, auf die Schippe. Es ist zum totlachen. Wie die Verantwortlichen die beiden dazu gekriegt haben, möchte ich sehr gern wissen. Abschließend kann ich nur sagen, dass ich den Film toll fand. Es gibt keinen Film – den ich bisher gesehen hab – mit dem ich das vergleichen könnte. Es ist mal was anderes als der Hollywoodkram, den man sonst so kredenzt bekommt. Ich bin von dem Actionstreifen begeistert. Besonders deshalb, weil er so unvorhersehbar ist.
Fazit: Sehenswert, aber nicht für jeden geeignet.
Nachtrag: Die Geschichte ist natürlich frei erfunden. Die Charaktere sind echt. Die echte Domino Harvey und ihr Team waren nie das Thema einer Reality-Show. Sie litt jahrelang unter Drogenproblemen. Auch in Drogenhandel war sie verstrickt. Die Erscheinung des Filmes hat die echte Domino nicht mehr erlebt, denn sie starb wenige Monate vor der Premiere im Alter von 35 Jahren an einer Überdosis eines sehr starken Schmerzmittels. Ob es ein Unfall oder Selbstmord war, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. |
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