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Kinokritik Constantine

 

 

Constantine ist eine weitere Comic-Verfilmung... Dieses Mal handelt es sich um die Umsetzung des DC-Vertigo Comics "Hellblazer"...


Inhalt:

Gott und der Teufel haben seit Ewigkeiten eine Wette laufen, um alle Seelen. Bedingung: Kein direkter Kontakt durch Engel oder Dämonen, lediglich Beeinflussung ist erlaubt. Beide Seiten leben also in ihren Dimensionen, die neben der der Menschen existiert. Lediglich sogenannte „Halbblute“ dürfen sich unter den Menschen aufhalten, aber auch sie sind an das Gesetz der „Balance“ gebunden.

Nur wenige normale Menschen haben einen Einblick in diese Dimensionen. Einer von ihnen ist John Constantine: Kettenraucher, Dämonenjäger, Sarkast und Realist...manche mögen ihn auch weniger nett „Arschloch“ nennen.

 

Besagter Constantine gespielt von Keanu Reeves (u.a. "Matrix"-Trilogie), kann seit seiner Kindheit Engel und Dämonen sehen und war nicht sehr glücklich darüber, sodass er im Alter von 15 versuchte sich umzubringen. Ganze 2 Minuten war er klinisch tot und erhielt damit Lokalverbot im Himmel.

Um Absolution zu erlangen, nutzt Constantine seine Fähigkeit, die wahre Identität dieser Sendboten in Menschengestalt zu erkennen. Doch wie ihm Engel Gabriel (Tilda Swinton) prophezeit, macht die grimmige Türsteherarbeit nicht seine Todsünde wett, und weil ein bösartiges Lungenkarzinom seine verbleibende Zeit begrenzt, droht Kettenraucher Constantine die Rückkehr in die Hölle.

 

Als mehr als fähiger Exorzist, ist er dem Bösen ein mächtiger Dorn im Auge und nun ist sogar der Teufel dazu bereit persönlich zu erscheinen um seine Seele zu holen.

Als die Zwillings-Schwester der Polizistin Angela (Rachel Weisz, u.a. „Die Mumie“) aus unerfindlichen Gründen Selbstmord begeht, schließt er sich dieser mehr oder minder freiwillig an und versucht dem Rätsel auf die Spur zu kommen.

Wie sich dabei heraus stellt, ist es mehr als ein einfacher Selbstmord gewesen, als mehr ein perfider Plan, von Mammon, dem einzigen Sohn des Teufels, der versuchen will sich sein Eigenes Reich aus Feuer und Blut zu erschaffen.

Dazu braucht er jedoch die Hilfe Gottes…

 

Die Dreharbeiten begannen am 9. September 2003... Der Film kam am 17. Februar 2005 in die deutschen Kinos... Als "deutscher" Titel war kurzzeitig "Demon Detective" geplant... ;-)

 

Kritik:

Kritik heißt ja eigentlich, man bewertet und beanstandet. Zumindest ist das die Definition des Wortes.

Ich muss zugeben, dass ich nicht wirklich weiß, was ich an diesem Film kritisieren soll.

Dazu muss ich natürlich sagen, dass ich normalerweise dieses Genre nicht wirklich mag. Angepriesen wird es als Fantasy-Thriller. Die Hartgesottenen mögen es als Actionfilm bezeichnen, andere sagen wohl eher, dass es doch schon recht gruselig ist.

Nun, ich tendiere eigentlich zu Letzterem, vor allem am Anfang, als man noch nicht so richtig wusste, was auf einen zukommt. Zum Glück jedoch gewöhnt man sich relativ schnell daran (und wenn ich das sage, muss es was heißen ^^). Vielleicht hängt es damit zusammen, dass es ein wenig anmutete wie Akte X in den besten Zeiten, nur viiiieeeel größer und gewaltiger ;).

Hilfreich war an dieser Stelle sicherlich auch, dass man unter allem Religiösen, den Dämonen und der Jagd auf selbige, unter aller Ernsthaftigkeit immer noch Humor zu finden war. Trockener bis schwarzer Humor – absolut passend, so dass es auch nie ins Lächerliche oder Alberne abgerutscht ist. Da ging einige Male ein lautes Lachen durch die Reihen des Kinosaals.

 

Eigentlich ist das ganze ja eine Comicverfilmung und wer die "Hellblazer"-Serie kennt, wird sich den Film wohl mit ganz anderen Maßgaben anschauen, jedoch kann ich mir momentan nicht vorstellen, dass die Qualität des Comics unter der Verfilmung gelitten hat.

Die Hauptdarsteller, Keanu Reeves und Rachel Weisz, bringen ihre Charaktere äußerst glaubwürdig rüber. Und in Anbetracht der beeindruckenden Bilder mag das gar nicht so einfach sein für einen Schauspieler, da nicht unterzugehen. Ich war angenehm überrascht, wie sich Technik (also Special Effects) und Mensch die Waage hielten. Das erzeugte auch einen guten Spannungsbogen – ruhige Szenen zwischen denen, in welchen sich mal wieder ein Dämon blicken ließ und Unruhe stiftete oder John in die Hölle "reiste". Und selbst diese ruhigen Szenen hielten eine unterschwellige Spannung.

Was mir besonders gefiel, war die neuerliche Aufarbeitung des Satan-Stoffes. In japanischen Mangas ist "Lu", wie John ihn anredete, schon lange kein Tabu-Thema mehr. Die Menschen glauben oft anstandslos an Gott, ohne zu fragen, was da eigentlich dahinter steckt. Denn diese Fragen werden – scheinbar zu Genüge – in der Bibel beantwortet. Der Teufel dagegen wird gerne, wenn auch nicht immer, ausgeklammert. Es mag die gesunde Neugier des Menschen sein, dass er mit der Zeit immer mehr angefangen hat, zu hinterfragen. Und solche Filme eröffnen ganz neue und interessante Perspektiven und Blickwinkel, selbst wenn man natürlich nicht alles so ernst nehmen sollte.

 

Kurzum: Der Film ließ einen nicht los, bis zum Schluss. Für mich persönlich war auch das Ende nicht vorhersehbar gewesen. Die Frage, ob John Constantine nun in den Himmel, in die Hölle (deren Darstellung zwar erschreckend, aber auch äußerst kreativ gewesen ist) oder überlebt er gar?

 

Meine favorisierte Szene ist unter anderem der Schluss gewesen – coole Anti-Raucher-Werbung *g*

 

"Der Kampf zwischen Himmel und Hölle wird auf der Erde entschieden". Bleibt zu hoffen, dass John Constantine beide Mächte auch weiterhin respektieren und fürchten...

 

Fazit:

Dieser Film strotz nur so vor Sarkasmus. Allein Keanu Reeves´ Unterhaltung mit „Lou“, dem Teufel, ist genial.

Kein Hochtrabendes „Gott ist gut und er Teufel halt nicht“ Gelaber, sondern wunderbare Sarkasmus in Reinform.

Da kann man nicht viel Beschreiben, schaut ihn euch an und habt Spaß.

Wenn ich Schulnoten geben müsste, dann hätte der Film sich eine 2+ verdient!

Für ganz perfekt hat es nicht gereicht, aber das braucht dieser Film auch nicht.

 

Daten & Fakten

 

"Constantine" (Constantine)

USA 2004/2005

121 min

Darsteller: Keanu Reeves (John Constantine), Rachel Weisz (Angela/Isabel Dodson), Djimon Hounsou (Midnite), Shia LaBeouf (Chaz), Max Baker (Beeman) Tilda Swinton (Gabriel)

Genre: Comicverfilmung / Fantasy-Thriller (FSK 16)

 

 

Inhalt by Rosha & Thomas Raube

Kritik by „CK“

Fazit by Rosha

 

 

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