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Kinokritik "Cloverfield"

 

Um Cloverfield wurde im Vorfeld ein ziemlich großer Hype gemacht, nicht nur, weil in seiner Premiere erstmals der Star Trek 11 Trailer zu sehen war. Sollte eigentlich ein Grund sein, ihn sich anzuschauen. Was dabei rausgekommen ist... Naja, lest euch die Kritik durch!

 

Plot:

Plot? Welcher Plot?? Monster rennt durch Stadt, das ist der Plot!!!

Okay, ich werd mal nicht so sein. Das folgende soll einem Plot ähneln, zumindest ansatzweise:

Seine Freunde schmeißen eine Überraschungsabschiedsparty für Rob der New York für einen lukrativen Job Richtung Japan verlässt. Bruder Jason ist damit beauftragt worden, den ganzen Abend mit der Digitalkamera zu dokumentieren, worauf er aber keine rechte Lust hat und diese Mission an seinen Kumpel Hud abtritt. Anstatt knackige Statements für die Doku aufzunehmen, interessiert sich Hud jedoch vielmehr für die Dekolletés der weiblichen Partygäste – besonders das von Malena hat es ihm angetan. Derweil gerät Rob in einen Streit mit seiner besten Freundin Beth, mit der er nach jahrelanger Freundschaft vor kurzem einen One-Night-Stand hatte. Keiner von beiden weiß, wie er sich jetzt verhalten soll. Beth flüchtet gekränkt von der Party. Plötzlich erschüttert ein gewaltiger Erdstoß das Gebäude. Lichter fallen aus, Panik verbreitet sich. Das Partyvolk flieht auf die Straße, wo ein Inferno über Lower Manhattan hereinbricht. Hochhäuser explodieren, es herrscht das totale Chaos. Die Flucht der Gruppe über die nahe Brooklyn Bridge wird brutal gestoppt. Rob ist geschockt, als er seinen Bruder Jason verliert und setzt sich in den Kopf, Beth zu retten, die ihn auf dem Handy um Hilfe anfleht. Sie sitzt verletzt und bewegungsunfähig in ihrer Wohnung fest. Doch der Weg nach Midtown Manhattan ist lebensgefährlich. Ein Monster wütet in der Stadt. Hud, Jasons Freundin Lily und Malena lassen Rob nicht im Stich…

 

Hintergrund:

Auf der Werbetour zu seinem Kino-Regiedebüt Mission: Impossible 3 kam „Lost“ und „Alias“-Mastermind J.J. Abrams im Juni 2006 in Japan auf eine simple Idee, als er mit seinem Sohn Henry durch einen Spielzeugladen stöberte: Warum gibt es eigentlich kein amerikanisches Pendant zu Godzilla? Was dann folgt, ist ein kleines Stück Film(marketing)geschichte. Innerhalb kürzester Zeit sucht sich Abrams unter seinen alten Weggefährten einen Drehbuchschreiber (Drew Goddard, „Lost“, „Alias“, „Buffy“, „Angel“) und einen Regisseur (Matt Reeves, „Felicity“) und stemmt für moderate 25 Millionen Dollar einen Monsterfilm mit einem No-Name-Cast. Nun kommt der Clou. Abrams platzierte vor dem thematisch artverwandten Transformers einen Teaser, der zeigte, wie eine riesige Zerstörungswelle über New York hereinbricht und der abgerissene Kopf der Freiheitsstatue durch die Schluchten der Stadt kugelt. Kein Titel. Kein Hintergrund. Ein Terrorangriff? Eine Naturkatastrophe? Ein Monster? Keine weiteren Informationen! Abrams, der demnächst in Star Trek 11 den Trekkie-Mythos wiederbeleben soll, zählt zu den kreativsten Köpfen der jungen Filmemachergarde - diesen Ruf zementiert er damit. Der Teaser-Trailer setzte im Internet eine Welle frei, die kaum gesehene Ausmaße erreichte und bis zum US-Start im Januar 2008 einen unglaublichen Hype verursachte, der durch die Informationssperre zum Film geschickt genährt wurde.

 

Kritik:

Ja, ich bin auch auf diesem Hype reingefallen,... und hab’s bitter bereut. Der ganze Film ist aus der Ego Perspektive gedreht, dessen war ich mir bewusst. „Blair Witch Projekt“ zeigte sehr gut, dass auf diese weise die Stimmung der Akteure auf den Zuschauer übergehen konnte. Bei Blair Witch 1 saß ich nachher auch da, und achtete wie die verängstlichen Teniees da, auf jedes kleinste Geräusch. Blair Witch war cool, das hier jedoch... Mal davon abgesehen, dass nahezu keine Handlung vorhanden ist, ist das ständige Gewackel der Kamera schnell Verursacher heftiger Kopfschmerzen und Brechreiz. Diagnose: Grottiger Film.

Gehen wir weiter auf Meckerkurs. 25 Millionen Dollar Produktionskosten. Gut, ist für Hollywood ein echtes Schnäppchen, denn üblicherweise setzt man für einen Blockbuster noch eine 1 vor die 25. Dennoch frage ich mich, für was diese 25 Millionen Dollar draufgegangen sind. Bestimmt nicht für Gagen, denn es waren ausnahmslos No-Name Schauspieler. Für Sets? Kann auch nicht sein. Handlungsorte waren ein Apartment, ein U-Bahntunnel und ein paar Außenszenen, die man locker auf jedem Hinterhof hätte drehen können. Bleibt also bloß noch die CGI Kunst als möglicher Geldschlucker. Gemessen daran, was der Nerd-Trekkie/Warsler/Gater heutzutage mit seinem heimischen PC zu stande bringt, können auch daran keine 25 Millionen verloren gegangen sein. Das Monster war eh nie wirklich zu sehen, und das was man sah, war eher zum gähnen.

 

Fazit:

Mit Abstand der dämlichste Film den ich seit langen gesehen habe. Bloß nicht anschauen.

1 von 5 Punkten

 

 

 

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