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Kinokritik -  "Drei Engel für Charlie": Volle Power

USA 2002.

Regie: McG. Buch: John August, Cormac Wibberly.

Darsteller: Cameron Diaz, Lucy Liu, Drew Barrymore, Demi Moore, Bernie Mac, Matt Le Blanc, Luke Wilson, Robert Patrick, Justin Theroux, John Cleese, Crispin Glover.

Produktion: Mandy Films, Tall Tree Productions, Flower Films, Columbia Pictures.

Verleih: Columbia TriStar.

Länge: 105 Minuten.

Start: 10 Juli 2003

Mehr Action, mehr Spaß, mehr Mädchen!
von Spacecowboy, © 2003
 

Mit "Drei Engel für Charlie - Volle Power" kehren Cameron Diaz, Lucy Liu und Drew Barrymore als flottes Agentinnen-Trio auf die Leinwand zurück - und lassen sich von einer extrem coolen Demi Moore die Show stehlen.

Okay, in einem Satz kann man den Film etwa so zusammenfassen: Wer ihn sich ohne große Erwartungen an ein Intelligentes Drehbuch oder den Hauch einer Storylogik ansieht, der kann nicht enttäuscht werden! Dafür brillieren die drei Engel in fast jeder Szene mit einem neuen Outfit. Wo die das wohl herbekommen? Wohl kaum aus ihrem minimalen Gepäck…

Der Plot ist einfach: Auf zwei „Halo“- Ringen sind sämtliche Daten des U.S. Zeugenschutzprogramms gespeichert. Während der Jagd nach den Ringen prügeln sich die drei Engel von der Mongolei über ein irisches Kloster bis nach New York. Natürlich gibt es auch mächtig viele haarsträubende Stunts, vom „Bullenreiten“ über einen spektakulären Absturz von einem Staudamm bis hin zum Motocross- Rennen, alles mit deftig „coolen“ Sprüchen gesalzt, dümpelt der Film die erste Dreiviertelstunde dahin und man kann getrost einschlafen, sofern man nicht durch die teilweise knappe Bekleidung der drei in eine spätpubertäre Lechz-Phase verfällt. Auch die Nebendarsteller, Pink, John Cleese (Q aus James Bond) als Lucy Liu‘s Vater, Bruce Willis als irgendein U.S. Justizbeamter (stirbt nach einigen Sekunden) und andere können den Film (mit Ausnahme von Cleese herrlich komischer Visage) kaum retten.

Doch dann kommt der eigentliche Star ins Rampenlicht: DEMI MOORE. Den jüngeren Semestern sicher noch aus G.I. Jane (1997) und Striptease (1996) bekannt, spielt sie die drei Engel mit lässigen Kommentaren und einer schauspielerischen Höchstleistung souverän an die Wand. Herrlich böse zieht sie die Fäden und als sie die drei Engel (leider nur) scheinbar mit ihrer goldenen Desert Eagle (bekannt als Waffe von Agent Smith aus Matrix) niederschießt, kann es einen kaum noch im Sitz halten. Man möchte einfach aufspringen, laut jubeln und der Moore einfach nur danken!

Doch wie es in Hollywood Blockbustern leider üblich ist, bekommen die drei Engel natürlich gegen Ende des Films die Ringe und Moore muss abtreten und das ganz schön unspektakulär…

Was bleibt sind ein paar schöne Bilder von Demi Moore und der fade Nachgeschmack, dass es wohl eine weitere Fortsetzung dieses frei von jeglichem künstlerischen Anspruch erstellten Machwerkes geben wird. Leider ohne Demi Moore. Sic!

 

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