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Jules Verne

(08.02. 1828 – 24. 03.1905)

 

In Jahr 2005, jährte sich der Todestag des berühmten Science Fiction Autor zum 100 Mal.

Seine überbordenden Phantasien denen er immer einen realistischen Anstrich verlieh, haben den Franzosen unsterblich gemacht.

„Wir alle sind Kinder von Jules Verne“, sagte kein Geringerer als Autor Ray Bradbury über Vernes Arbeiten.

 

Wie ein Seeungeheuer durchpflügt die Nautilus die grünschimmernden Tiefen einer geheimnisvollen Unterwasserwelt. “20000 Meilen unter dem Meer” ist Kapitän Nemo (lat für niemand) mit seiner Mannschaft unterwegs, ständig auf der Suche nach naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, bedroht von Riesenkraken und – im Film- amerikanischen Marinesoldaten. Schließlich endet die Tauchfahrt im Desaster. Nemo und die Nautilus versinken im Mahlstrom vor der Inselgruppe der Lofoten...

Jules Verne hat sich die Geschichte einer Welt am Limit ausgedacht, die noch heute, 100 Jahre nach seinem Tod, fesselt. Dabei war Verne alles andere als ein schwärmerischer Phantast. Eher ein visionärer Realist, ein Künder der neuen Welt, der in der technikbegeisterten Zeit des 19 Jahrhunderts den Großteil seiner Bücher schrieb. Und zwar immer nach seiner Maxime: “Die Leute haben schon Probleme, die Gegenwart zu erfassen. Da werde ich mich hüten, weitere Prophezeiungen anzustellen.”

Ein Spruch, der heute noch so aktuell ist wie damals. Denn ganz gleich, ob Vernes literarische Reise zum Mond oder dem Mittelpunkt der Erde führt. “Sein Werk basiert auf der intensiven Lektüre von täglich zehn Tageszeitungen und nicht auf der verklärten Schreibe eines spekulativen Literaten.”, sagt Deutschlands renommiertester Verne-Kenner Volker Dehs, der in seiner Biographie über den Franzosen Jules Verne den Mythos um dessen Person entrümpelt.

“Verne hat die damals aktuelle Diskussionen um Naturwissenschaft und Technik aufgegriffen und in spannende Romanform gegossen“, sagt Dehs. Und weiter: „Da das französische Schulsystem zur damaligen Zeit erhebliche Defizite in Sachen naturwissenschaftlichen Unterricht aufwies, bat der Verleger Pierre-Jules Hetzel seinen Autor Verne, die Werke quasi schulbuchtauglich abzufassen.“

Verne lieferte zwei Bücher pro Jahr. 60 Romane waren es insgesamt. Ein unerschöpfliches Reservoir für Hollywood, wo die Filmemacher aus Jules Verne schließlich das machten, was er nie sein wollte: Der Vater der Science Fiction.

Text by Thomas Raube

 

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