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Games –
Review
„Dark Star One“
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Stellen Sie sich vor, sie düsen mit ihrem Jäger
durchs All, und plötzlich funkt ihnen ein
durchgeknallter N.O.M.A.D.-Satellit "Widerstand ist zwecklos!"
zu?
Nein, es handelt sich hier nicht um eine "Star Trek"-Parodie, sondern
um das PC-Spiel "Darkstar One", welches nur vor solchen Anspielungen sprüht.
Kein Wunder, schließlich wurde die Story des Spiels von der bekannten deutschen
Science-Fiction-Autorin Claudia Kern geschrieben. In sofern ist Darkstar One
eine gelungene SciFi Parodie, doch kann das Spiel selbst überzeugen?
Story:
Sie haben von Ihrem Vater das
Raumschiff Darkstar One geerbt, nachdem dieser unfreiwillig das Zeitliche
gesegnet hat. Nun liegt es an Ihnen herauszufinden, wer ihn auf dem Gewissen
hat. Dass Sie dabei quer durchs Weltall müssen und nebenbei einen interstellaren
Krieg verhindern, versteht sich von selbst. Doch als ob das nicht genug wäre,
gibt es im Weltall auch noch die ganz alltäglichen Probleme: Frachter suchen
Begleitschutz, Piraten wollen Ihr Schiff, Konzerne möchten einen Konkurrenten
zum Schweigen gebracht wissen, oder aber einfach nur ein Forschungssatellit, der
anscheinend nicht mehr funktioniert. Die Lösung dieser Probleme ist dann
eigentlich immer die gleiche: die Feuertaste. Dies ist auch der Hauptinhalt des
Spiels - Ballern ohne Ende. Forschung wie bei "Freelancer" oder der "X"-Serie
sucht man vergeblich.
Manko:
Das Spiel scheint in den
ersten ein, zwei Stunden wirklich gut zu sein. Dann muss man aber feststellen,
dass sich außer den Waffen am eigenen Schiff so gut wie nichts ändert. Immer das
gleiche: Kopfgeldjäger-Aufträge erledigen, losfliegen, den Gegner (und seinen
Begleitschutz) ausknipsen und hier und da mal eines der ach-so-mysteriösen
Artefakte einsammeln, die das eigene Schiff nach und nach aufrüsten.
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Auf Ihrer Reise durchs All
treffen Sie auf insgesamt sieben verschiedene Völker: Terraner, die
kriegerischen Mortok, die krakenartigen Octo, die echsenartigen Raptoren,
die spinnenähnlichen Arrack, die aus den Menschen hervorgegangenen Thul und
die geheimnisvollen Skaa. Jedes Volk hat dabei seine eigene Designlinie und
eine eigene Kampftaktik.
Auf der Suche nach dem
Mörder Ihres Vaters werden Sie allerdings eines recht schnell feststellen:
Der mickrige Jäger, den Ihnen Ihr Vater hinterlassen hat, kann mit den immer
stärker werdenden Gegnern nicht mithalten. Doch dafür bietet das Spiel zwei
Lösungen an: Zum einen können Sie auf den Handelsstationen neue
Schiffssysteme und Waffen kaufen. Doch wie im echten Leben muss man sich das
Geld dafür erst einmal verdienen. Einen gewissen Betrag bekommt man
automatisch für jeden abgeschossenen Piraten. Für mehr Geld kann man
Eskortieraufträge oder Kopfgeldmissionen annehmen. Das Spiel bietet einem
zwar auch Handel und Piraterie an, beides bringt jedoch nur sehr wenig Geld
ein.
Die zweite Möglichkeit
sind Artefakte. Diese liegen in manchen Asteroiden versteckt, und damit
können Sie gleich Ihr ganzes Schiff verbessern. So werden Sie schneller,
wendiger, besser gepanzert oder können mehr Waffen installieren.
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Gleichzeitig können Sie die
Hauptwaffe Ihres Schiffs aufrüsten, den Plasmawerfer. Anfangs ermöglicht Ihnen
diese Waffe stärkere Schilde oder Waffen.
Im weiteren Verlauf können Sie
dann Gegner per EMP außer Gefecht setzen, deren Schilde zerstören oder sogar
ganz in der Zeit einfrieren und gegen Ende des Spiels Ihr Schiff für eine kurze
Zeit unverwundbar machen.
Mit all diesen Upgrades können
Sie sich dann auch getrost den Unmengen von Gegnern in den Weg stellen. Dies
klappt dank verschiedener Schwierigkeitsgrade auch sehr gut. Frust kommt
höchstens in den gelegentlichen Minispielen auf und wenn das Spiel in seltenen
Fällen abstürzt.
Qualität:
Nett
gemacht, die Videos gehen so von der Qualität. Die Figuren verrenken sich etwas
bei einigen Bewegungen und sehen daher etwas albern aus. Die Story selber ist
anfangs abwechslungsreich, später gibt's aber mehr und mehr Missionen, bei denen
man einfach nur bestimmte Punkte oder Raumstationen abklappern muss. Großartige
Wendungen und Überraschungen sucht man vergeblich. Der Hintergrund (Sohn erbt
Schiff vom verstorbenen Vater und fliegt los um die Umstände dessen Tod zu
klären...) macht seinem Namen hier alle Ehre: Die Storyerzählung kommt nur
äußerst schleppend voran und die Erledigung der Einzelmissionen tritt in den
Vordergrund. Das hätte man besser machen können.
Grafisch setzt "Darkstar One"
zwar keine Akzente, bietet aber dennoch dank teilweise hoher Polygonanzahlen und
dem Shader-Modell 2.0 eine zeitgemäße Optik. Leider hat das Spiel einen im
Verhältnis zur Grafik unverschämten Hardwarehunger, welcher aber auch auf
Programmfehler zurückzuführen ist. Umso besser klingt das Spiel dafür.
Explosionen werden bombastisch per Raumklang wiedergegeben, und zumindest für
die zwei Hauptrollen wurden professionelle Sprecher verpflichtet.
Steuerung:
Als
alter „Wing Commander“ und „Freelancer“ Veteran brauchte ich leider eine ganze
Weile um mich an die neue und umständliche Steuerung (die man im übrigen kaum
bis gar nicht rekonfigurieren kann) zu gewöhnen. Besonders wenn es um die
Navigation in Asteroidenfeldern ging, setzte ich mein Schiff in den ersten Tagen
regelmäßig in den Sand.
Das Problem: Die Steuerung
weicht leider sehr von den üblichen Space Shootern ab und ist wenig intuitiv.
Also ein klarer Nachteil.
Fazit:
Wer Tiefgang sucht, wird ihn
bei "Darkstar One" nicht finden, wer allerdings eine unkomplizierte
Weltraumballerei möchte, der ist bei diesem Spiel genau richtig und erhält zirka
15 Stunden Spielzeit. Durch Lösen aller Sidequests kommen noch einige Stunden
hinzu.
Doch hohe CPU Anforderungen
und schlechte Steuerung lassen mich lediglich 2 von 5 Punkten geben.
Text by Thunderchild mit
Auszügen von Trekzone.net |