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Episoden-Guide + Bildergallery

(Klick auf eine Season)

Ihr wisst ja, das wir ständig auf der Suche nach neuen Fanprojekten sind, denn inzwischen ist die Computertechnik so weit, das selbst der Trekkie zu Hause Filme animieren und drehen kann, die die Original-Serien um Längen schlagen.

Bei unserer Suche stießen wir auf Hidden Frontier, die meines Wissens am längsten laufende Fan-Serie überhaupt.

Hidden Frontier feierte im Jahre 2000 Premiere und war ein Ableger der Fan Serie „Voyages of the USS Angeles“ welche aus Gründen der Legalität nur innerhalb der Cast & Crew verbreitet worden ist. Diese Serie ist nirgends zu bekommen und auch auf der Website der Macher gibt es keinen Hinweis dazu.

 

Ein schneller Überblick:

Nach dem Konflikt mit den Son’a und den Ba’ku hat die Föderation im Briar Patch einen Stützpunkt errichtet: Deep Space 12. Das Gebiet wird nach dem Ende des Dominion-Krieges Schauplatz einer neuen Gefahr für die Föderation, den Kontakt mit den Grey.

Die Grey sind die Fußsoldaten einer telepathischen Rasse und sollen den Alpha Quadranten einnehmen. Zudem kommt noch dazu, das die mysteriösen Tetrahedrons auftauchen, riesige pyramidenartige Gebilde mit Immenser Kraft. Die Grey versuchen nun die Tetrahedrons an sich zu reißen. Auch die Föderation versucht im Besitz dieser Gebilde zu kommen, denn niemand weiß Anfangs wozu die Tetrahedrons eigentlich da sind.

Außerdem kommt es zu einem Konflikt zwischen den Cardassianern und den Son’a und als ob das noch nicht genug wäre, bauen sich in der fünften Season große Spannungen zwischen der Föderation und den Tolianern auf, die ebenfalls hinter den Tetrahedrons her sind.

Schwerpunkt der Handlung ist neben DS 12 der Galaxy class Dreadnought (die Future Enterprise, die wir in „All good things“ zu sehen bekommen haben) USS Excelsior.

Captain des Schiffes war Anfang Ian Quincy Knapp, der später zum Commodore befördert wurde, und in der aktuellen siebten Season zum Admiral aufstieg. Nun befehligt er zusammen mit Admiral Nechayev Starbase 12 und deren Flotte.

Der ehemalige Commander der Excelsior Elizabeth Shelby wurde nach Knapps Beförderung zum Captain der Excelsior ernannt. Als neue Nummer 1 dient der El-Aurianer Commander Tolian Narros, der den Briar Patch schon vor einer ganzen Weile erforscht hat und nun sein Wissen an die Starfleet abgibt.

Lieutenant Commander Robin Lefler ist ein weiterer bekannter Name des Star Trek Universums. War sie in TNG noch Wesleys Freundin so ist sie nun Chefingenieurin der Excelsior und wird später erster Offizier.

Lieutenant Ro Nevin, der Wissenschaftsoffizier ist der Bruder Ro Larens.

Lieutenant Corey Aster kam eigentlich nur für eine Mission auf die Excelsior, dabei entdeckte er, das er Gefühle für Ro Nevin entwickelte. Dieser konnte jedoch nichts damit anfangen, und einige Zeit später kam Aster zurück auf die Excelsior und baute eine homosexuelle Beziehung zu Joran, einen vereinigten Trill auf.

 

So wie sich die verschiedenen Charaktere im Laufe der Seasons entwickelt haben, so wurde auch der Look der Serie angepasst und immer weiter verbessert. Gedreht wird vor einer Green Screen für die nachher Fotos von bekannten Räumen aus den Serien eingefügt werden.

Es mag mitunter seltsam aussehen, wenn die Handlung auf einem Miranda Klasse Schiff spielt, und sämtlichen Anzeigen zeigen die Intrepid-Klasse, aber es ist zu vertreten.

Anfang setzte man einfach die Bilder in den Hintergrund, und beließ es dabei. Ab der dritten Season jedoch änderte sich dies, indem man einige der Anzeigen animierte und so die ganze Umgebung lebendiger wirken ließ.

 

Die Geschichten in Hidden Frontier sind erstaunlich komplex, was man einer Fanserie kaum zugemutet hätte. Meiner Meinung nach schlägt HF dadurch auch die aktuell sehr gefragten Episoden von „New Voyages“ oder „Starship Farragut“, die ja auf Kulissen gedreht werden.

 

Das Green Screen Verfahren ist zwar noch nicht hundert prozentig ausgereift, da man meist noch den grünen Schimmer um den Charakteren sieht, aber daran gewöhnt man sich.

 

Alle Episoden von HF sind auf ihrer Homepage (HiddenFrontier.com) herunterzuladen, und das sind über fünfzig! Es mag zwar ein wenig dauern, aber es lohnt sich. Gerade die letzten Staffeln hauen sowohl Storytechnisch, als auch Effektmäßig vom Hocker. Wenn euch die Schlachten in DS 9 gefallen haben, dann seid ihr bei HF genau richtig. Die Kampfszenen und Weltraumschlachten sind denen von DS 9 ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen. Warum? Weil DS 9, wenn wir mal hochrechnen vielleicht sechs oder sieben Schiffsklassen benutzt hat. (Defiant, Steamrunner, Akira, Sabre, Excelsior, Miranda, Nebula) Und wir alle wissen ja, wie uns der monatliche Starship Guide in der VL beweist, das die Starfleet weeeeeiiitaus mehr Klassen in ihrer Flotte hat. Und in HF bekommen sie ihren Auftritt. So sehen wir neben der Excelsior auch die Niagara, Freedom oder New Orleans Klassen, und noch zig weitere.

 

Was ist das besondere an Star Trek Hidden Frontier?

Die Frage ist berechtigt, tummeln sich im Netz doch allerhand von Selbstgedrehten Fanfilme und Serien herum. „New Voyages“, „Starship Farragut“, „Highlander“, „Borg War“, „Star Wreck“, „Star Trek Intrepid“ und noch einige mehr. Sie alle haben sich ein Stück vom Popularitäts-Kuchen abgeschnitten. „Highlander“ ist wohl das erfolgreichste deutsche Fanfilmprojekt. Die Crew um Captain Norad hat schon vor zehn Jahren den Fanfilm-Thron bestiegen. „Borg War“, ebenfalls ein deutsches Produkt hat dadurch von sich aufmerksam gemacht, das Produzent Rene von Bodisco mehrere zehntausend Mark in seine Filme gesteckt hat. „Star Wreck“, der erfolgreichste finnische Fanfilm überzeugt durch seine Kinoreifen Effekte, die denen eines Hollywood-Blockbuster in nichts nachstehen.

Und jetzt soll HF noch besser sein?

Darauf ein klares Ja! HF arbeitet zwar ohne Kulissen, doch das was auf den Bildschirm gezaubert wird, steht den Drehs von „New Voyages“ in nichts nach. Die Effekte sind denen von DS9 durchaus vergleichbar, und die Stories sind für eine Fanproduktion überraschend vielseitig.

Die Stories. Das ist meist so eine Sache. Fanfilme haben ja das kleine Steckenpferd, das ihre Plots nicht sehr tiefgründig oder überraschend sind. Klar, schließlich wurden keine bezahlten Drehbuchautoren verpflichtet, und auch keine professionellen Schauspieler. Dennoch schafft es HF über sieben Staffeln, und damit ist sie die längste hintereinander laufende Fanserie überhaupt, eine Storyline aufzubauen, diese mit ansehnlichen Effekten zu würzen, und die Charaktere mit der Zeit zu entwickeln. Das ist etwas, was man doch schon bemerkenswert nennen kann.

 

Ableger

Hidden Frontier endet nach der siebten Season, aber Fans der Serie brauchen darüber nicht traurig zu sein, denn gleich zwei Tochterproduktionen gehen aus ihrem Ende hervor. Die eine ist Star Trek Odyssey.

Odyssey ist, was man dem Trailer entnehmen konnte Tricktechnisch weiter als HF. Die Handlung spielt auf dem Schiff USS Odyssey, einem Prototypen der eine Mischung aus Galaxy und Sovereign Klassen zu sein scheint. Was man im Trailer erfährt ist, das eine Rasse aus der Andromeda-Galaxie einfällt und unter den Romulanern schwere Schäden anrichtet.

Zusammen mit den Klingonen soll die Odyssey per Slipstream in die Andromeda Galaxie fliegen, und den dortigen Wurmlochgenerator vernichten, um dem Gegner die Möglichkeit zu nehmen, weiter in die Milchstraße einzufallen.

Doch der Name des Schiffes sagt schon so einiges. Der Slipstream fällt aus, und die Odyssey muss einen Weg nach Hause finden.

 

Der zweite Ableger ist die Serie „The Helena Chronicles“, in der Commander Tolian Narros, der El-Aurianer das Kommando über die USS Helena bekommt. Über die Serie ist bisher nichts weiter bekannt, aber in einigen Episoden von HF wurde die Helena bereits eingeweiht, und teile der Crew vorgestellt.

 

Fazit:

Es gibt viele gute Fanfilm-Projekte, und die besten haben wir ja bereits vorgestellt, aber wenn es ein Siegertreppchen geben würde, dann würde Hidden Frontier darauf stehen.

Es lohnt sich.

 

Ort der Handlung:

 

DS 12

Um die Ba’ku und ihren Planeten vor den Son’a und anderen Völkern zu schützen, die möglicherweise die regenerativen Eigenschaften der Planetenringe nutzen wollen, hat Starfleet Command die Raumstation Deep Space 12 im Orbit von Ba’ku errichtet. DS 12 wird von Admiral Alynna Nechajev und ihrem ersten Offizier Commander James Darwin kommandiert. Nach Commodore Knapps Beförderung zum Admiral schließt er sich der Kommandocrew der Station an.

 

U.S.S. Excelsior, NCC-77246

Die Excelsior ist ein aufgerüstetes MK III Schiff der Galaxy Klasse komplett mit dritter Warpgondel und starken Phaserkanonen. Sie gilt als stärkstes Schiff der Flotte und nimmt den Posten des Flaggschiffes ein. Nach Ende des Dominion Krieges übernahm Captain Ian Knapp das Kommando, später trat er es an Elizabeth Shelby ab.

 

Text by Thomas Raube

 

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