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Buffy - The Vampire Slayer Season 8  

 

8x02 "Wie tötet man eine Jägerin"     Comic Review

 

Joss Whedon's Buffy – The Vampire Slayer feierte Weltweite Erfolge und wurde nach der siebten Season eingestellt, weil Hauptdarstellerin Sarah Michelle Gellar zu hohe Gagen forderte. Das sollte kein Problem für Whedon werden und holte die Geschichte einfach im anderen Medium wieder. Dieses Medium war das Comic, oder besser gesagt die Graphic Novel, wie sie heutzutage heißt.

Das Comic, welches die Handlung aus der letzten Season fortsetzt feiert mittlerweile Erfolge und lieferte gute Einspielergebnisse und Verkaufszahlen. Inzwischen wird sogar Buffys Spin Off Serie Angel – Jäger der Finsternis, die ja auch nach fünf Seasons eingestellt wurden in Form eines Comics fortgesetzt.

 

Was bisher geschah:

Staffel 7 endete mit dem Big Bang, indem ganz Sunnydale vernichtet wurde, um den Höllenschlund auszulöschen. Gleichzeitig gingen Buffy und ihre Mitstreiter in die Welt hinaus um die vielen Jägerinnen zu finden, auf die sich die „Macht der Einen“ verteilt hatte, und sie zu einer schlagfertigen Truppe gegen das Böse unter Buffys Führung zu formen.

Inzwischen hat Buffy ihr Hauptquartier in einem Schloss in Schottland eingerichtet, wo sie die Jägerinnen trainiert und zu Einsätzen gegen die Unterwelt schickt.

Eine geheimnisvolle militärische Organisation die unter dem Decknamen „Dämmerung“ agiert, sieht die Jägerinnen als Gefahr und möchte sich ihrer entledigen.

Buffy und Giles wird bewusst, dass die Militärs nicht ganz unrecht haben, sich vor der Macht der Jägerinnen zu fürchten, denn nicht alle haben sich Buffy angeschlossen, und nicht alle nutzen ihre Gabe für den Kampf gegen das Böse…

 

Buffy 8x2 Plot:

Während sich über den ganzen Erdball verteilt die vor nicht allzu langer Zeit erwachten Jägerinnen zu kleinen Gruppen zusammengefunden haben, um mit vereinten Kräften den Mächten der Dunkelheit schlagfertig zu trotzen, tut eine Jägerin das, was sie schon immer getan hat: Faith vertraut niemandem - außer sich selbst - und bleibt eine Einzelgängerin.

Ausgerechnet Buffys früherer Wächter Giles ist es, der sie eines Tages kontaktiert und ihr ein unerwartetes, aber interessantes Angebot unterbreitet: Einen letzten Auftrag soll Faith als Jägerin noch für ihn erfüllen. Im Gegenzug dazu wird er ihr neue Papiere, eine neue Identität – und damit einen Neuanfang ermöglichen, fern von allen Fehlern der Vergangenheit.
Es ist ein Auftrag, für den die scheinbar skrupellose Faith geeigneter sein mag als alle anderen. Giles bittet sie, eine andere Jägerin zu töten, die von „Dämmerung“ angeworben wurde um Buffy zu töten.

 

Kritik:

Ein bisschen nervös war ich schon, als ich gehört habe, dass der Faith-Storyarc der „achten Staffel“ ausgerechnet von einem Comicautor geschrieben werden sollte, der bisher noch nicht für Buffy tätig geworden war. Zwar schien der mir unbekannte Brian K. Vaughn in den USA für seine eigenen Superhelden-Serie „Runaways“ bejubelt zu werden und es wurde behauptet, Vaughn habe „Wie tötet man eine Jägerin?“ in enger Zusammenarbeit mit Joss Whedon verfasst, ein gewisses Maß an Skepsis konnte ich aber nicht verdrängen. Jedenfalls bis ich die ersten paar Seiten des Comics gelesen hatte – und alle Skepsis verflog. Bereits zu Beginn merkt man der Geschichte an, dass Vaughn ein hervorragendes Gespür für die einzelnen Figuren, allen voran Faith, hat. Die Charakterisierungen in „Wie tötet man eine Jägerin“ sind auf den Punkt und beeindruckend treffend, mehr noch, es gelingt Vaughn im Rahmen seiner Geschichte, die Entwicklung seiner Protagonisten sogar glaubwürdig weiterzuführen. „Wie tötet man eine Jägerin“ trifft noch wesentlich exakter den Ton der TV-Serie als der Debüt-Sammelband „Die Rückkehr der Jägerin“, obwohl dieser von Serienerfinder Whedon selbst verfasst war. Die Dialoge „klingen“ tatsächlich, als würden sie direkt aus einer Fernsehepisode stammen und man wünscht sich wirklich, der Stoff wäre in einer Doppelfolge mit Eliza Dushku, Anthony Steward Head und Sarah Michelle Gellar verfilmt worden.

Es macht Spaß, Faith dabei zuzusehen, wie sie für ihren Auftrag Undercover in die britische High Society eintaucht – etwas, für das sie eigentlich denkbar ungeeignet scheint - und, je besser sie ihr Opfer kennen lernt, mit sich kämpfen muss, ihren eigenen Instinkten zu trauen, die sie früher bereits oftmals in die Irre geleitet haben. Das Aufeinanderprallen zwischen ihr und Buffy verläuft ebenso emotional, und actionreich, wie man das aus Serienepisoden gewohnt ist und Vaughn gelingt es, eine explosive Geschichte mit unvermutetem Ende zu erzählen, die sowohl auf dem humoristischen, als auch auf dem dramatischen und düsteren Level funktioniert – etwas, das Buffy immer ausgezeichnet hat.

 

Das eigentliche Highlight des Bandes, welches aus diesem „Nice to have“- einen „Must have“-Artikel macht, ist das von Joss Whedon verfasste Kapitel „Überall und nirgends“, in dem Buffy und Willow einen Dämonen aufsuchen, um herauszufinden, wer sich hinter dem mystischen Namen „Dämmerung“ verbirgt. Im Verlauf dieses Abenteuers wird nicht nur klar, was sich zwischen der letzten Folge der TV-Serie und dem ersten Band der Comic-Reihe ereignet hat, wir erhalten außerdem einen wagen prophetischen Ausblick auf das, was noch auf uns zukommt. Beim Schreiben von „Überall und nirgends“ war Whedon wieder in Hochform. Auch wenn Buffy in einer winzigen Szene nicht wirklich überzeugt (man erfährt, wie die Jägerinnen ihre Basislager finanziell unterhalten), ist die Episode perfekt: Sie treibt den Episodenübergreifenden Handlungsbogen um „Dämmerung“ voran und ist dennoch sehr charakterzentriert. Sie gibt Willow und Buffy eine Basis, sich auf sehr persönlicher Weise wieder aneinander anzunähern, komische, tragische und spannende Momente wechseln sich ab.

 

Rein äußerlich hat sich der Panini-Verlag mit der Produktion des 128 Seiten starken Softcovers wie gewohnt Mühe gegeben: Ein edel wirkendes Klapp-Cover und eine gute Papier- und Druckqualität rechtfertigen den Preis von € 14,95. Die Übersetzung von Space View Mitarbeiterin Claudia Kern – die übrigens jüngst mit „Sturm“ ihr Debüt als Fantasy-Autorin gefeiert hat – kommt zwar nicht an das wohl unerreichbare Original heran, ist aber um einiges besser als die deutschen Synchrontexte, mit denen Pro7 uns früher malträtiert hat. Eine Kurz-Bio über Joss Whedon, eine Covergalerie, die auch sämtliche der wunderbaren Titelillustrationen der fantastischen Jo Chen enthält sowie ein zweiseitiger Abriss der bisherigen Handlung im redaktionellen Teil runden den Sammelband ab.

Buffy-Fans, die vom ersten Teil der Reihe noch nicht hunderprozentig überzeugt waren, können hier bedenkenlos zugreifen, denn „Wie tötet man eine Jägerin“ trifft den Ton der Fernsehserie so exakt, dass einem das Herz vor Wehmut ganz weich wird!

 

Fazit: 5 von 5 Punkte

 

 

Wie geht es weiter?

 

Noch immer steht die Frage mehr oder minder ungeklärt im Raum: Wer hat Buffy aus dem magischen Schlaf wach geküsst? Nun, dieses Mysterium wird im nächsten Band vollkommen aufgeklärt und bedeutet für Buffy eine vollkommen neue Episode in ihrem chaotischen Liebesleben. Und wir erfahren auch mehr über Xanders und Willows Liebesleben…

Aber, wie wir wissen, sind Gefühle in der Welt der Jägerin eine gefährliche Sache und daran hat sich nichts geändert – insbesondere, wenn plötzlich Wölfe an den Toren der Festung auftauchen und sich als Vampire mit Fähigkeiten entpuppen, die man bislang nur von Dracula kannte…

Diese Gegner entpuppen sich als gefährlicher denn je. Der Kampf gegen sie führt die Truppen nach Japan und fordert hohen Blutzoll, Leidensfähigkeit und Kooperation mit alten feinden von unseren Helden.

Band 3 – Wölfe ist ab sofort im Handel erhältlich.

 

 

Interview mit Steffen Volkmer von Panini zur achten Staffel Buffy in Comicform

 

Dass ich selbst Buffy-Fan bin, dürfte jeder, der ab und an diese Zeitschrift in den Händen hält, mitbekommen haben. Die Serie hat das Genre stark beeinflusst, und Joss Whedons Produktionen, egal ob sie Buffy oder Firefly heißen sind für mich ein absolutes Must Have. Auch die achte Staffel in Comicform hat mich gepackt.

 

Steffen Volkmer, Senior-Editor der Panini Verlags GmbH für die deutsche Veröffentlichung der achten Staffel Buffy verantwortlich, wurde kürzlich darüber interviewet.

Wer also wissen will, wie die deutsche Zukunft von Buffy aussieht und ob die deutschen Leser auch Angel wieder zu Gesicht bekommen, findet hier alle Infos…

 

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, die „achte Buffy-Staffel“ in euer Programm aufzunehmen?

…wir hatten schon seit längerem darüber nachgedacht, einiges aus dem Buffy-Comic-Material in unser Programm aufzunehmen. Zum einen, weil wir die Begeisterung der Fans kennen, zum anderen, weil ich selbst auch Fan bin. Außerdem haben wir bei unseren amerikanischen Kollegen gesehen, dass Buffy als Comic-Version einfach ein sehr gutes Thema ist. Von denen haben wir dann auch erfahren, dass Joss Whedon die 8. Staffel exklusiv für eine Comic-Veröffentlichung vorbereitet. Das haben wir dann als guten Startpunkt erachtet und abgewartet, bis es soweit war.

 

Seid ihr mit der bisherigen Resonanz zufrieden?

Absolut… einerseits sind die Verkäufe sehr angenehm, noch wichtiger ist aber die positive Art, wie die Fans die Veröffentlichung aufgenommen haben und wir hoffen sehr, dass das so weitergeht. Wir werden jedenfalls alles dafür tun und da ich das Material schon bis zu unserem 3. Paperback kenne, weiß ich, dass auch Joss so richtig in die Vollen geht. Ohne zu spoilern kann ich sagen, dass er und seine Schreiber-Kumpane im besten Buffy-Sinn zu absoluter Hochform auflaufen und die Möglichkeiten des Mediums brillant nutzen, um wirklich auch Grenze auszuloten, an die sie im Fernsehen niemals hätten ran gehen können.

 

Plant ihr in zukünftigen Softcover-Alben auch eine Leserbrief-Ecke einzurichten? Wenn ja, wohin sollte euch der begeisterte Comic-Leser schreiben?

In Alben machen Leserbriefe eigentlich keinen Sinn, da die Frequenz zu niedrig ist und zu wenig Platz dafür eingeräumt werden kann. Da finden wir es besser, wenn sich die Fans in den Foren austauschen. Da lauschen wir dann auch immer wieder rein, um uns einen Überblick zu verschaffen und hin und wieder auch Antworten auf Fragen zu geben.

 

Das verantwortliche deutsche Synchron-Studio hat sich seinerzeit bei der Buffy-TV-Serie nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Mit Claudia Kern habt ihr eine Übersetzerin gefunden, für die „Buffy“ nicht nur ein Job ist, sondern auch eine Passion. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Claudia Kern arbeitet schon lange für uns als Übersetzerin und Autorin. Ihre Passion für Buffy ist uns bekannt gewesen (sogar ihr Hund trägt den Namen Buffy) und wir schätzen ihre Arbeit. Somit war relativ schnell klar, dass sie die richtige für den Job ist. Zudem ergänzen wir uns prächtig und ich denke – selbst wenn wir natürlich nicht perfekt sind – treffen wir zusammen den Ton schon ganz gut.

 

Bist du selbst Buffy-Fan? Wenn ja, wer ist dein Lieblingscharakter und hast du eine Lieblingsszene in den bisher veröffentlichten Staffel 8-Comics?

Dass ich selbst Fan bin, ist ja inzwischen wohl klar geworden… Ich habe in jedem Band so meine Lieblingsszenen. Besonders gerne mag ich alles, was Joss-typisch ist. Eine gänzlich abgefahrene Szene dieser Art wird dann in Band drei kommen (ich verrate nix) – aber zum Beispiel den Dialog zwischen Xander und Willow im ersten Band, über die Art des Kusses, der Buffy wecken soll, finde ich genial. Ansonsten ist Willow schon immer mein Lieblingscharakter gewesen, gefolgt von Tara und Anya.

 

Sind weitere redaktionelle Beiträge geplant wie die Handlungsübersicht im ersten Band?

Das ist so schwer zu sagen… wir werden an den Anfang wohl künftig immer eine kurze, bebilderte Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse der 8. Staffel stellen. Sollte sich einmal anbieten ein Interview mit Joss zu führen oder etwas ähnlich Interessantes, kann das durchaus auch Eingang finden, wir sind da flexibel, haben aber derzeit noch nichts geplant.

 

Im US-Band Nr.16 wird Fray auftauchen, eine Jägerin aus der Zukunft, über die Joss Whedon bereits vor einigen Jahren eine Comic-Miniserie verfasst hat. Plant Panini, diese Mini-Serie ebenfalls zu veröffentlichen?

Ja, das ist bereits geplant. Fray wird bei uns in Band 4, Anfang 2009 auftauchen und die Fray Mini-Serie wird als Komplettband parallel oder mit nur leichter Verzögerung erscheinen.

 

Nach dem Erfolg von „Buffy Staffel 8“ setzt die US-Comicserie „Angel: After the Fall“ den Buffy-Spin Off „Angel“ fort. Leider sind die Zeichnungen nicht wirklich herausragend zu nennen. Gibt es trotzdem bereits Pläne, auch „After the Fall“ auf Deutsch herauszubringen?

Die Zeichnungen sind deutlich anders als die von Buffy – sie qualitativ zu beurteilen, liegt wohl eher im Auge des Betrachters (und Zeichner können wechseln). – Letztlich ist aber doch das Wichtigste, dass es mit der Story weiter geht. Und tatsächlich haben wir seit kurzem den Vertrag für „After the Fall“ hier und werden die Serie veröffentlichen. Da gibt es allerdings noch keinen Zeitplan, Startpunkt wird aber in 2009 sein.

 

Und was ist mit den von Joss Whedon und seinen Serien-Mitarbeitern verfassten „Tales of the Slayer“-Comic-Kurzgeschichten bzw. „Tales of the Vampires“. Diese haben ja mitunter direkten Bezug zur „achten Buffy“-Staffel. Könntet ihr euch vorstellen, einzelne Episoden im Rahmen der laufenden Buffy-Reihe zu veröffentlichen?

Vorstellen können wir uns das, allerdings müssen wir sehen, wie sich das Ganze entwickelt um uns nicht zu verkalkulieren und auch die Fans nicht zu überfordern. Schließlich wollen wir das Projekt ja auf die Zukunft ausgerichtet aufstellen und nicht durch eine überzogene Veröffentlichungspolitik in Wanken bringen. Wenn wir das Gefühl haben, dass die Fans mehr Material nicht nur fordern, sondern auch vertragen, kommen sicher die „Tales“, vielleicht sogar auch einige der älteren Sachen (wobei da schwer selektiert werden muss).

 

Bleibt es beim fünfmonatigen Erscheinungsrhythmus oder werden die Bände zukünftig in kürzeren Zeitabständen veröffentlicht werden?

Viel kürzer wird es wohl nicht werden – das hat allerdings produktions- und vermarktungstechnische Gründe. Wenn allerdings die andern angesprochenen Veröffentlichungen dazu kommen, werden ja die Lücken zwischen der Hauptserie aufgefüllt, die gefühlten Abstände werden also kürzer.

 

Für die US-Sammelbände von „Buffy“ hat die wunderbare Jo Chen eigens neue Cover kreiert, für die ersten beiden Bände der deutschen Übersetzung habt ihr jedoch Cover der monatlichen Ausgaben gewählt. Wie wichtig ist eigentlich ein Cover?

Sehr wichtig, weswegen wir auch nicht die Chen Cover genommen haben. Die sind zwar sehr schön, aber nicht aussagekräftig genug. Aber innen drin zeigen wir ja (zumindest nach Möglichkeit) alle Cover.

 

Weshalb war es wichtig, andere deutsche Titel zu wählen und nicht die ursprünglichen Titel einfach zu übersetzen?

Aus demselben Grund. Die Titel müssen für den hiesigen Markt aussagekräftiger sein. Die US-Titel sind zu verklausuliert und verlieren zudem bei der Übersetzung.
 

Was macht „Buffy“ deiner Meinung nach zum Kult?

Die Schreibe von Joss. Er schafft es wie kaum ein anderer Witz und Spannung, Mysterie und Teeny-Soap zusammen zu bringen und perfekt auszutarieren. Diese Mischung ist einzigartig.

 

 

 

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