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Joss
Whedon's Buffy – The Vampire Slayer feierte Weltweite Erfolge
und wurde nach der siebten Season eingestellt, weil
Hauptdarstellerin Sarah Michelle Gellar zu hohe Gagen forderte.
Das sollte kein Problem für Whedon werden und holte die
Geschichte einfach im anderen Medium wieder. Dieses Medium war
das Comic, oder besser gesagt die Graphic Novel, wie sie
heutzutage heißt.
Das Comic,
welches die Handlung aus der letzten Season fortsetzt feiert
mittlerweile Erfolge und lieferte gute Einspielergebnisse und
Verkaufszahlen. Inzwischen wird sogar Buffys Spin Off Serie
Angel – Jäger der Finsternis, die ja auch nach fünf Seasons
eingestellt wurden in Form eines Comics fortgesetzt.
Was bisher
geschah:
Staffel 7
endete mit dem Big Bang, indem ganz Sunnydale vernichtet wurde,
um den Höllenschlund auszulöschen. Gleichzeitig gingen Buffy und
ihre Mitstreiter in die Welt hinaus um die vielen Jägerinnen zu
finden, auf die sich die „Macht der Einen“ verteilt hatte, und
sie zu einer schlagfertigen Truppe gegen das Böse unter Buffys
Führung zu formen.
Inzwischen hat
Buffy ihr Hauptquartier in einem Schloss in Schottland
eingerichtet, wo sie die Jägerinnen trainiert und zu Einsätzen
gegen die Unterwelt schickt.
Eine
geheimnisvolle militärische Organisation die unter dem Decknamen
„Dämmerung“ agiert, sieht die Jägerinnen als Gefahr und möchte
sich ihrer entledigen.
Buffy
und Giles wird bewusst, dass die Militärs nicht ganz unrecht
haben, sich vor der Macht der Jägerinnen zu fürchten, denn nicht
alle haben sich Buffy angeschlossen, und nicht alle nutzen ihre
Gabe für den Kampf gegen das Böse…
Buffy 8x2
Plot:
Während
sich über den ganzen Erdball verteilt die vor nicht allzu langer
Zeit erwachten Jägerinnen zu kleinen Gruppen zusammengefunden
haben, um mit vereinten Kräften den Mächten der Dunkelheit
schlagfertig zu trotzen, tut eine Jägerin das, was sie schon
immer getan hat: Faith vertraut niemandem - außer sich selbst -
und bleibt eine Einzelgängerin.
Ausgerechnet
Buffys früherer Wächter Giles ist es, der sie eines Tages
kontaktiert und ihr ein unerwartetes, aber interessantes Angebot
unterbreitet: Einen letzten Auftrag soll Faith als Jägerin noch
für ihn erfüllen. Im Gegenzug dazu wird er ihr neue Papiere,
eine neue Identität – und damit einen Neuanfang ermöglichen,
fern von allen Fehlern der Vergangenheit.
Es ist ein Auftrag, für den die scheinbar skrupellose Faith
geeigneter sein mag als alle anderen. Giles bittet sie, eine
andere Jägerin zu töten, die von „Dämmerung“ angeworben wurde um
Buffy zu töten.
Kritik:
Ein bisschen
nervös war ich schon, als ich gehört habe, dass der
Faith-Storyarc der „achten Staffel“ ausgerechnet von einem
Comicautor geschrieben werden sollte, der bisher noch nicht für
Buffy tätig geworden war. Zwar schien der mir unbekannte Brian
K. Vaughn in den USA für seine eigenen Superhelden-Serie „Runaways“
bejubelt zu werden und es wurde behauptet, Vaughn habe „Wie
tötet man eine Jägerin?“ in enger Zusammenarbeit mit Joss Whedon
verfasst, ein gewisses Maß an Skepsis konnte ich aber nicht
verdrängen. Jedenfalls bis ich die ersten paar Seiten des Comics
gelesen hatte – und alle Skepsis verflog. Bereits zu Beginn
merkt man der Geschichte an, dass Vaughn ein hervorragendes
Gespür für die einzelnen Figuren, allen voran Faith, hat. Die
Charakterisierungen in „Wie tötet man eine Jägerin“ sind auf den
Punkt und beeindruckend treffend, mehr noch, es gelingt Vaughn
im Rahmen seiner Geschichte, die Entwicklung seiner
Protagonisten sogar glaubwürdig weiterzuführen. „Wie tötet man
eine Jägerin“ trifft noch wesentlich exakter den Ton der
TV-Serie als der Debüt-Sammelband „Die Rückkehr der Jägerin“,
obwohl dieser von Serienerfinder Whedon selbst verfasst war. Die
Dialoge „klingen“ tatsächlich, als würden sie direkt aus einer
Fernsehepisode stammen und man wünscht sich wirklich, der Stoff
wäre in einer Doppelfolge mit Eliza Dushku, Anthony Steward Head
und Sarah Michelle Gellar verfilmt worden.
Es macht Spaß,
Faith dabei zuzusehen, wie sie für ihren Auftrag Undercover in
die britische High Society eintaucht – etwas, für das sie
eigentlich denkbar ungeeignet scheint - und, je besser sie ihr
Opfer kennen lernt, mit sich kämpfen muss, ihren eigenen
Instinkten zu trauen, die sie früher bereits oftmals in die Irre
geleitet haben. Das Aufeinanderprallen zwischen ihr und Buffy
verläuft ebenso emotional, und actionreich, wie man das aus
Serienepisoden gewohnt ist und Vaughn gelingt es, eine explosive
Geschichte mit unvermutetem Ende zu erzählen, die sowohl auf dem
humoristischen, als auch auf dem dramatischen und düsteren Level
funktioniert – etwas, das Buffy immer ausgezeichnet hat.
Das
eigentliche Highlight des Bandes, welches aus diesem „Nice to
have“- einen „Must have“-Artikel macht, ist das von Joss Whedon
verfasste Kapitel „Überall und nirgends“, in dem Buffy und
Willow einen Dämonen aufsuchen, um herauszufinden, wer sich
hinter dem mystischen Namen „Dämmerung“ verbirgt. Im Verlauf
dieses Abenteuers wird nicht nur klar, was sich zwischen der
letzten Folge der TV-Serie und dem ersten Band der Comic-Reihe
ereignet hat, wir erhalten außerdem einen wagen prophetischen
Ausblick auf das, was noch auf uns zukommt. Beim Schreiben von
„Überall und nirgends“ war Whedon wieder in Hochform. Auch wenn
Buffy in einer winzigen Szene nicht wirklich überzeugt (man
erfährt, wie die Jägerinnen ihre Basislager finanziell
unterhalten), ist die Episode perfekt: Sie treibt den
Episodenübergreifenden Handlungsbogen um „Dämmerung“ voran und
ist dennoch sehr charakterzentriert. Sie gibt Willow und Buffy
eine Basis, sich auf sehr persönlicher Weise wieder aneinander
anzunähern, komische, tragische und spannende Momente wechseln
sich ab.
Rein äußerlich
hat sich der Panini-Verlag mit der Produktion des 128 Seiten
starken Softcovers wie gewohnt Mühe gegeben: Ein edel wirkendes
Klapp-Cover und eine gute Papier- und Druckqualität
rechtfertigen den Preis von € 14,95. Die Übersetzung von Space
View Mitarbeiterin Claudia Kern – die übrigens jüngst mit
„Sturm“ ihr Debüt als Fantasy-Autorin gefeiert hat – kommt zwar
nicht an das wohl unerreichbare Original heran, ist aber um
einiges besser als die deutschen Synchrontexte, mit denen Pro7
uns früher malträtiert hat. Eine Kurz-Bio über Joss Whedon, eine
Covergalerie, die auch sämtliche der wunderbaren
Titelillustrationen der fantastischen Jo Chen enthält sowie ein
zweiseitiger Abriss der bisherigen Handlung im redaktionellen
Teil runden den Sammelband ab.
Buffy-Fans,
die vom ersten Teil der Reihe noch nicht hunderprozentig
überzeugt waren, können hier bedenkenlos zugreifen, denn „Wie
tötet man eine Jägerin“ trifft den Ton der Fernsehserie so
exakt, dass einem das Herz vor Wehmut ganz weich wird!
Fazit: 5 von 5
Punkte

Wie geht es
weiter?
Noch immer
steht die Frage mehr oder minder ungeklärt im Raum: Wer hat
Buffy aus dem magischen Schlaf wach geküsst? Nun, dieses
Mysterium wird im nächsten Band vollkommen aufgeklärt und
bedeutet für Buffy eine vollkommen neue Episode in ihrem
chaotischen Liebesleben. Und wir erfahren auch mehr über Xanders
und Willows Liebesleben…
Aber, wie wir
wissen, sind Gefühle in der Welt der Jägerin eine gefährliche
Sache und daran hat sich nichts geändert – insbesondere, wenn
plötzlich Wölfe an den Toren der Festung auftauchen und sich als
Vampire mit Fähigkeiten entpuppen, die man bislang nur von
Dracula kannte…
Diese Gegner
entpuppen sich als gefährlicher denn je. Der Kampf gegen sie
führt die Truppen nach Japan und fordert hohen Blutzoll,
Leidensfähigkeit und Kooperation mit alten feinden von unseren
Helden.
Band 3 – Wölfe
ist ab sofort im Handel erhältlich.
Interview mit Steffen Volkmer von
Panini zur achten Staffel Buffy in Comicform
Dass ich selbst
Buffy-Fan
bin, dürfte jeder, der ab und an diese Zeitschrift in den Händen
hält, mitbekommen haben. Die Serie hat das Genre stark
beeinflusst, und Joss Whedons Produktionen, egal ob sie Buffy
oder Firefly heißen sind für mich ein absolutes Must Have. Auch
die achte Staffel in Comicform hat mich gepackt.
Steffen Volkmer,
Senior-Editor der
Panini Verlags GmbH
für die deutsche Veröffentlichung der achten Staffel Buffy
verantwortlich, wurde kürzlich darüber interviewet.
Wer also wissen will, wie die deutsche
Zukunft von
Buffy
aussieht und ob die
deutschen Leser auch
Angel wieder zu Gesicht
bekommen, findet hier alle Infos…
Wie seid ihr
auf die Idee gekommen, die „achte Buffy-Staffel“ in euer
Programm aufzunehmen?
…wir hatten
schon seit längerem darüber nachgedacht, einiges aus dem
Buffy-Comic-Material in unser Programm aufzunehmen. Zum einen,
weil wir die Begeisterung der Fans kennen, zum anderen, weil ich
selbst auch Fan bin. Außerdem haben wir bei unseren
amerikanischen Kollegen gesehen, dass Buffy als Comic-Version
einfach ein sehr gutes Thema ist. Von denen haben wir dann auch
erfahren, dass Joss Whedon die 8. Staffel exklusiv für eine
Comic-Veröffentlichung vorbereitet. Das haben wir dann als guten
Startpunkt erachtet und abgewartet, bis es soweit war.
Seid ihr mit
der bisherigen Resonanz zufrieden?
Absolut…
einerseits sind die Verkäufe sehr angenehm, noch wichtiger ist
aber die positive Art, wie die Fans die Veröffentlichung
aufgenommen haben und wir hoffen sehr, dass das so weitergeht.
Wir werden jedenfalls alles dafür tun und da ich das Material
schon bis zu unserem 3. Paperback kenne, weiß ich, dass auch
Joss so richtig in die Vollen geht. Ohne zu spoilern kann ich
sagen, dass er und seine Schreiber-Kumpane im besten Buffy-Sinn
zu absoluter Hochform auflaufen und die Möglichkeiten des
Mediums brillant nutzen, um wirklich auch Grenze auszuloten, an
die sie im Fernsehen niemals hätten ran gehen können.
Plant ihr in
zukünftigen Softcover-Alben auch eine Leserbrief-Ecke
einzurichten? Wenn ja, wohin sollte euch der begeisterte
Comic-Leser schreiben?
In Alben
machen Leserbriefe eigentlich keinen Sinn, da die Frequenz zu
niedrig ist und zu wenig Platz dafür eingeräumt werden kann. Da
finden wir es besser, wenn sich die Fans in den Foren
austauschen. Da lauschen wir dann auch immer wieder rein, um uns
einen Überblick zu verschaffen und hin und wieder auch Antworten
auf Fragen zu geben.
Das
verantwortliche deutsche Synchron-Studio hat sich seinerzeit bei
der Buffy-TV-Serie nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Mit Claudia
Kern habt ihr eine Übersetzerin gefunden, für die „Buffy“ nicht
nur ein Job ist, sondern auch eine Passion. Wie kam es zu dieser
Zusammenarbeit?
Claudia Kern
arbeitet schon lange für uns als Übersetzerin und Autorin. Ihre
Passion für Buffy ist uns bekannt gewesen (sogar ihr Hund trägt
den Namen Buffy) und wir schätzen ihre Arbeit. Somit war relativ
schnell klar, dass sie die richtige für den Job ist. Zudem
ergänzen wir uns prächtig und ich denke – selbst wenn wir
natürlich nicht perfekt sind – treffen wir zusammen den Ton
schon ganz gut.
Bist du selbst
Buffy-Fan? Wenn ja, wer ist dein Lieblingscharakter und hast du
eine Lieblingsszene in den bisher veröffentlichten Staffel
8-Comics?
Dass ich
selbst Fan bin, ist ja inzwischen wohl klar geworden… Ich habe
in jedem Band so meine Lieblingsszenen. Besonders gerne mag ich
alles, was Joss-typisch ist. Eine gänzlich abgefahrene Szene
dieser Art wird dann in Band drei kommen (ich verrate nix) –
aber zum Beispiel den Dialog zwischen Xander und Willow im
ersten Band, über die Art des Kusses, der Buffy wecken soll,
finde ich genial. Ansonsten ist Willow schon immer mein
Lieblingscharakter gewesen, gefolgt von Tara und Anya.
Sind weitere
redaktionelle Beiträge geplant wie die Handlungsübersicht im
ersten Band?
Das ist so
schwer zu sagen… wir werden an den Anfang wohl künftig immer
eine kurze, bebilderte Zusammenfassung der bisherigen
Geschehnisse der 8. Staffel stellen. Sollte sich einmal anbieten
ein Interview mit Joss zu führen oder etwas ähnlich
Interessantes, kann das durchaus auch Eingang finden, wir sind
da flexibel, haben aber derzeit noch nichts geplant.
Im US-Band
Nr.16 wird Fray auftauchen, eine Jägerin aus der Zukunft, über
die Joss Whedon bereits vor einigen Jahren eine Comic-Miniserie
verfasst hat. Plant Panini, diese Mini-Serie ebenfalls zu
veröffentlichen?
Ja, das ist
bereits geplant. Fray wird bei uns in Band 4, Anfang 2009
auftauchen und die Fray Mini-Serie wird als Komplettband
parallel oder mit nur leichter Verzögerung erscheinen.
Nach dem
Erfolg von „Buffy Staffel 8“ setzt die US-Comicserie „Angel:
After the Fall“ den Buffy-Spin Off „Angel“ fort. Leider sind die
Zeichnungen nicht wirklich herausragend zu nennen. Gibt es
trotzdem bereits Pläne, auch „After the Fall“ auf Deutsch
herauszubringen?
Die
Zeichnungen sind deutlich anders als die von Buffy – sie
qualitativ zu beurteilen, liegt wohl eher im Auge des
Betrachters (und Zeichner können wechseln). – Letztlich ist aber
doch das Wichtigste, dass es mit der Story weiter geht. Und
tatsächlich haben wir seit kurzem den Vertrag für „After the
Fall“ hier und werden die Serie veröffentlichen. Da gibt es
allerdings noch keinen Zeitplan, Startpunkt wird aber in 2009
sein.
Und was ist
mit den von Joss Whedon und seinen Serien-Mitarbeitern
verfassten „Tales of
the Slayer“-Comic-Kurzgeschichten bzw. „Tales of the Vampires“.
Diese haben ja mitunter direkten Bezug zur „achten
Buffy“-Staffel. Könntet ihr euch vorstellen, einzelne Episoden
im Rahmen der laufenden Buffy-Reihe zu veröffentlichen?
Vorstellen
können wir uns das, allerdings müssen wir sehen, wie sich das
Ganze entwickelt um uns nicht zu verkalkulieren und auch die
Fans nicht zu überfordern. Schließlich wollen wir das Projekt ja
auf die Zukunft ausgerichtet aufstellen und nicht durch eine
überzogene Veröffentlichungspolitik in Wanken bringen. Wenn wir
das Gefühl haben, dass die Fans mehr Material nicht nur fordern,
sondern auch vertragen, kommen sicher die „Tales“, vielleicht
sogar auch einige der älteren Sachen (wobei da schwer selektiert
werden muss).
Bleibt es beim
fünfmonatigen Erscheinungsrhythmus oder werden die Bände
zukünftig in kürzeren Zeitabständen veröffentlicht werden?
Viel kürzer
wird es wohl nicht werden – das hat allerdings produktions- und
vermarktungstechnische Gründe. Wenn allerdings die andern
angesprochenen Veröffentlichungen dazu kommen, werden ja die
Lücken zwischen der Hauptserie aufgefüllt, die gefühlten
Abstände werden also kürzer.
Für die
US-Sammelbände von „Buffy“ hat die wunderbare Jo Chen eigens
neue Cover kreiert, für die ersten beiden Bände der deutschen
Übersetzung habt ihr jedoch Cover der monatlichen Ausgaben
gewählt. Wie wichtig ist eigentlich ein Cover?
Sehr wichtig,
weswegen wir auch nicht die Chen Cover genommen haben. Die sind
zwar sehr schön, aber nicht aussagekräftig genug. Aber innen
drin zeigen wir ja (zumindest nach Möglichkeit) alle Cover.
Weshalb war es
wichtig, andere deutsche Titel zu wählen und nicht die
ursprünglichen Titel einfach zu übersetzen?
Aus demselben
Grund. Die Titel müssen für den hiesigen Markt aussagekräftiger
sein. Die US-Titel sind zu verklausuliert und verlieren zudem
bei der Übersetzung.
Was macht „Buffy“
deiner Meinung nach zum Kult?
Die Schreibe
von Joss. Er schafft es wie kaum ein anderer Witz und Spannung,
Mysterie und Teeny-Soap zusammen zu bringen und perfekt
auszutarieren. Diese Mischung ist einzigartig. |