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Buch-Kritik
Auf für mich inzwischen nicht mehr nachvollziehbare Weise hatte ich vor einiger Zeit zwei Bücher gewonnen. Eines davon möchte ich euch kurz vorstellen: Robert A. Heinleins gut 280 Seiten starkes „Zwischen den Planeten“
Robert Anson Heinlein wurde am 07.07.1907 (nein, das ist kein Scherz) in Butler, Missouri, USA geboren, graduierte 1929 an der US-Marineakademie und diente in der US Navy, bis er 1934 wegen Tuberkulose entlassen wurde. Danach versuchte er sich in verschiedenen Berufen, u. a. im Silberbergbau, als Politiker und im Immobiliengeschäft, allerdings mit wenig Erfolg, bevor er sich auf das Schreiben verlegte. Zusammen mit Isaac Asimov und Arthur C. Clarke wird er oft zu den großen Drei der Science Fiction gezählt. Seine wohl berühmteste Story ist „Starship Troopers“ von 1959.
Die Story Die Menschheit hat inzwischen das Sonnensystem (zumindest teilweise) kolonisiert, ist aber aufgrund fehlenden Überlichtantriebes noch nicht darüber hinaus aufgebrochen. Die neuen Welten stehen unter der Kontrolle der Erde und dürfen brav ihre Steuern zahlen, haben aber kein Mitspracherecht im politischen Prozess, was natürlich einiges an Unmut weckt. (Warum kommt mir das so bekannt vor?) In dieser Situation erhält Don Harvey, der Kurz vor dem Schulabschluss steht, von seinen Eltern die telegrafische Anweisung, die Schule vorzeitig abzubrechen und zu seinen Eltern auf den Mars zu fliegen. Vorher, so die Anweisung, soll er sich noch von einem Onkel verabschieden, der kein Verwandter ist. Als er dies tut, gerät er in die Fänge der irdischen Sicherheitspolizei, nur um wenig später in einen Überfall von Rebellen auf die Raumstation, von der aus er in Richtung Mars hätte weiterreisen sollen, mitzuerleben. Vom Mars abgeschnitten entscheidet er sich, zur Venus auszuweichen. Dort angekommen fristet er ein Leben als Tellerwäscher, bis die Erdtruppen angreifen und er sich den Rebellen anschließt. Nach mehreren Monaten als Guerillakämpfer und einem Wiedersehen mit alten Bekannten erfährt er endlich, weswegen ihn die Sicherheitspolizei damals auf der Erde in die Mangel genommen hatte.
Kritik: Der Basisplot bietet zwar eine gute Grundlage für eine spannende und mitreißende Story, aber die Umsetzung ist alles andere als gelungen. Die Wendungen waren zwar nicht unbedingt hervorsehbar, fühlten sich aber sehr stark nach der Erfüllung von Erwartungen an, was nicht wesentlich besser ist. Es kommt nie genug Spannung auf, um vom Plot mitgerissen zu werden. Die Charakterzeichnung bleibt auch stark lückenhaft und flach. Insgesamt erscheint die Schreibweise auch sehr anstrengend. Da dieses Buch das bisher einzige von Heinlein ist, das ich gelesen habe, kann ich nicht beurteilen, ob Heinlein einfach einen schlechten Tag hatte oder ob mir sein Stil nicht liegt.
Fazit: Um es kurz und knapp zu sagen: Sollte euch dieses Buch auf einem Grabbeltisch oder unter ähnlichen Umständen begegnen, lasst besser die Finger davon.
Text by Schmiddi |
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