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Buch-Kritik

 

Hiermit kommen wir zum dritten Teil der Reihe – Der Dominion Krieg. Wie schon in den Ausgaben zuvor erklärt, gehören Teil 1 und Teil 3 zusammen, und „Sternentunnel“ ist somit die Fortsetzung von „Hinter feindlichen Linien“.

 

Zur Handlung:

Der dritte Band des Vierteilers findet an der Seite der Mannschaft der Enterprise – E statt, die sich zusammen mit einigen ehemaligen Sklavenarbeitern des Dominions, Ro Laren und einen romulanischen Gefangenen Namens Hasmek an Bord des Frachters Orb of Peace befinden. Dabei ist auch der ehemalige Kollaborateur Grof, ein Trill, der eine Wurmlochmaschine für das Dominion gebaut hat, womit diese trotz des verminten bajoranischen Wurmloches eine neue Flotte von Jem’Hadar in den Alpha Quadranten holen wollen. Etwas, was natürlich um jeden Preis verhindert werden muss, also ist Picard gezwungen, mit seinem Frachter eine gigantische Station anzugreifen, die von etlichen cardassianischen und Jem’Hadar Schiffen bewacht wird. Erschwerend kommt hinzu: er hat nur einen Photonentorpedo, keine Rückendeckung und nicht mehr viel Zeit, bevor die Verstärkung für seine Feinde kommt und die Föderation den Krieg definitiv verliert. Also macht er sich mit seiner zusammengewürfelten Crew daran, das Unmögliche möglich zu machen.

Dabei ist das Misstrauen an Bord groß. Die ehemaligen Sklaven trauen Grof, dem Kollaborateur nicht sonderlich, aber er ist wichtig für die Mission. Alle stehen dem romulanischen Gefangenen sehr kritisch gegenüber und auch Ro Laren wird als ehemalige Verräterin und Maquis nicht unbedingt als besonders vertrauenswürdig eingestuft. Gerade als sich diese Misstrauensbänder etwas beruhigt haben, werden sie durch neuen Wind aufgestört, als beide Nahrungs- und Wasserreplikatoren der Orb of Peace gleichzeitig ausfallen, wie Geordi feststellt, durch Sabotage.

Dies zwingt die Besatzung dazu einen Umweg zu einem geisterhaften Schiffsfriedhof in die Badlands zu machen, um dort Ersatzteile zu suchen. Hier finden sie etliche Wracks riesiger Kampfschiffe einer unbekannten Rasse, die anscheinend durch unregelmäßige temporale Phasenverschiebungen laufen. Nach einem ersten Besichtigen der Wracks tauchen in der Nähe auf einmal Talavianer auf, die ein Geschäft vorschlagen. Gegen das Retten einiger alter Gegenstände aus den Wracks, sollen die Föderalen Wasser und Nahrung und bei besonderen Funden sogar neue Replikatoren erhalten. Picard ist diese Art der archäologischen Grabräuberei in keinster Weise recht, aber er hat keine andere Wahl, wenn er seinen Plan zur Zerstörung des Wurmlochgenerators wirklich ausführen will. Im Verlaufe dieser Aktion geht einiges schief, aber schließlich kann die Orb of Peace ihren Weg in den Selbstmord fortsetzen. Bei dieser Aktion kam aber auch aus unbekannten Gründen und auf unbekannte Weise eine Transportertechnikerin an Bord des Schiffes ums Leben, was die Angst vor einem Saboteur von Picard und Geordi auf den Rest der Besatzung auszudehnen beginnt. Darauf folgende Sabotageakte bringen die gesamte Mission immer wieder in Gefahr und lassen die Paranoia an Bord höchste Wellen schlagen.

 

Kritik:

Wie schon in der Kritik zu „Hinter feindlichen Linien“ erklärt (VL 20) ist Autor John Vornholt jemand mit großer Erfahrung, was das Sci-Fi Universum, insbesondere Star Trek angeht.

In einem Wort das Buch zu beschrieben wäre wohl: Spannend. Alles ist unheimlich spannend, sehr komplex und auch ziemlich rasant. Ich fand es erstaunlich, wie viel Handlung man in fast 300 Seiten unterbringen kann. Dabei bin ich hier noch gar nicht mal auf die Ereignisse an Bord der Enterprise und auf Datas Sondermission in einem Runabout eingegangen. Es ist also wirklich viel los in diesem Buch, und mit diesem Teil ergeben die beiden Teile von Mr. Vornholt eine schöne Doppelfolge, die sich sehen lassen kann.

 

Anmerkung:

Nach dem ersten Teil war ich etwas misstrauisch, da dieser etwas schleppend voranging, zu viele Charaktere untergebracht waren, und zu viele Informationen mit einem Mal an den Man gebracht wurden, weswegen sich der Autor auch irgendwann entschied, mal die Sense zu schwingen, und alles und jeder der nicht mehr gebraucht wird, in die ewigen Jagdgründe zu schießen. Beim zweiten Teil hat Vornholt aber scheinbar gelernt, und bringt trotz der Handlungsfülle nur noch die wirklich wichtigen Sachen unter, so dass zwischen der Spannung nicht plötzlich dreißig Seiten Nebenhandlung kommen, die man getrost überblättern kann.

 

  

Text by Thomas Raube

 

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