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Buch-Kritik
Das 218
Seiten starke Buch „Seven of Nine“, dem ich mich dieses Mal gewidmet
habe, stammt aus der Feder von Christie Golden, einer eher Newcomerin im Star
Trek Bereich, auch wenn sie bereits zwei weitere Voyager Bücher („Die ermordete
Sonne“ & „Verwundet“) auf den Markt geworfen hat, welche beide eher durchwachsen
waren. Das stellte natürlich in Aussicht, dass dieses Buch ähnlich ausarten
wird. Aber kommen wir erst einmal zur Story.
Plot: Die
Geschichte beginnt auf dem Planeten der Skedaner, einer Rasse von sehr starken
Telepathen, die angsterfüllt den Angriff einer Borgflotte erwartet. Aber diese
Angst ist eher gemäßigt, da ihr Planet zu einem großen Imperium gehört, dessen
Herrscher Beytek der Siebente ihnen versprochen hat, eine Flotte von fünfhundert
schwerbewaffneten Schiffen zu ihrer Verteidigung zu schicken.
Während
die Skedaner noch auf ihre Retter warten, erscheinen auf einmal die Borgschiffe
über ihren Planeten und beginnen die wehrlose Rasse fast vollständig zu
assimilieren. Für die friedlichen und waffenlosen Skedaner ist Widerstand
tatsächlich absolut zwecklos.
Jahre
später kommt die U.S.S. Voyager in den Bereich des Lhiaarischen Imperiums, das
immer noch von Beytek den Siebenten regiert wird.
Dieses
Imperium ist so groß, dass das Durchfliegen des Gebiets an seiner engsten Stelle
einige Wochen bei voller Geschwindigkeit in Anspruch nehmen würde, wohingegen
ein Umfliegen des Bereiches ein ganzes Jahr an der Heimreise der Voyager
dranhängen würde. Captain Janeway versucht deswegen, mit den Behörden der
Lhiaarianer in Verbindung zu treten, um die Durchreise genehmigt zu bekommen.
Auf dem Planeten treffen sie und ihr Landeteam in einer Schlange vor einem
Einwanderungsbüro auf einige Skedaner, die bereit sind, ihnen bei ihren Plan zu
helfen, sofern die Besatzung der Voyager bereit ist, die Skedaner einen Stück
des Weges mitzunehmen. Als sich die Skedaner unmittelbar nach diesem Angebot als
nützlich erweisen, stimmt Janeway freudig zu, nicht bemerkend, dass Seven of
Nine ihr etwas über die Skedaner sagen möchte. Bevor Seven dazu kommt dies zu
tun, beginnt sie auf einmal einen Raben zu sehen und dieser Anblick löst eine
sehr realistische Halluzination bei ihr aus, in deren verlauf sie schließlich
die Erinnerung einer von ihr assimilierten Person nachvollzieht. Während sich
die Skedaner nur Stunden später an Bord der Voyager eine Ecke einrichten können,
werden Sevens Halluzinationen immer häufiger, während die Anzahl der Raben die
sie sieht immer weiter ansteigt.
Tatsächlich werden diese Erinnerungen so stark, dass ihre menschliche Persona,
Annika Hansen, kurzfristig in den Vordergrund tritt, was Seven schließlich mit
einer Vorliebe für Schokoladenkuchen zurücklassen soll. Mit zunehmender
Rabenzahl wird die Situation immer unangenehmer, bis sie schließlich kurz davor
ist, Selbstmord zu begehen. Zur gleichen Zeit gehen im Lhiaarianischen Imperium
große Dinge vor sich und der ungeliebte Gott-Imperator Beytek der Siebente tut
einiges dafür, um sich bei seinen Beratern und Vertrauten immer unbeliebter zu
machen.
Dazu
gehört zum Beispiel, dass er verbietet, dass einer von Hunger geschlagene Welt
in seinem Herrschaftsgebiet irgendwelche Hilfe angedeihen soll, eine
Entscheidung, die schließlich einige seiner Berater zu einem kleinen Hochverrat
verleitet.
Gleichzeitig berichten sie von dem Herannahen einiger Skedaner, denen Beytek
allerdings seine persönlichen Truppen entgegen stellt. Mit diesen Truppen muss
sich die Besatzung der Voyager auf ihrer weiteren Reise durch das
Lhiaarianischen Imperium dann ziemlich intensiv auseinandersetzen, nichts
ahnend, dass sich an Bord des Schiffes Probleme ganz anderer Art zusammen
brauen, denn die Skedaner sind mitten auf einem Rachefeldzug
Kritik:
Die Geschichte behandelt den wohl attraktivsten Zuwachs aus Voyager, wie man
unschwer am Namen und am Cover erkennen kann. Daher ist der Anfang etwas
langatmig, wenn man zuvor nur die Geschichte der Skedaner erzählt bekommt. Man
hofft zumindest auf mehr, wenn man diesen Teil endlich durchhat, doch was einen
erwartet, ist dem Anfang nicht unähnlich. Die ganze Story mag zwar intelligent
und durchdacht sein, doch leider ist sie lieblos herunter geschrieben worden. An
keinem einzigen Moment wird es besonders spannend, so dass alles wie
Einheitsbrei schmeckt.
Zumal
einiges nicht wirklich neu ist. Seven sieht Raben, das hatten wir doch schon mal
(Voy: „The Raven“) und auch der Plot um ihre Halluzinationen kennen wir bereits
aus der TNG Episode „Die Überlebenden von Rana 4“ In beiden Fällen wurden
unliebsame Mitwisser durch telepathische Attacken außer Gefecht gesetzt.
Fazit: Wie
ich schon erwartet hatte, bei einem Roman von Christie Golden braucht man sehr
viel Geduld (und Langeweile) um sich diesen Roman bis zum Ende vorzunehmen. Und
wenn man an diesen angekommen ist, fragt man sich, ob man nicht doch besser das
Buch das neben diesen im Regal gestanden hat genommen hätte.
Das Beste
am Buch ist das hübsch gezeichnete Cover, ansonsten nicht zu empfehlen.
Text by Thomas Raube
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