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Buch-Kritik Ich hab letztens mal wieder eine Wühlbox im Buchladen entdeckt, in dem sie Mängelexemplare für jeweils 1€ verkauften. Eigentlich wollte ich nur mal durchstöbern, was sie so da haben, aber am Ende war ich doch wieder um sechs Bücher reicher. Eines davon war der Auftakt zu einer Buchreihe „Rhiana – die Amazone“ in „Der Flammenbund“ von Hans-Joachim Alpers Es handelt sich dabei um ein Spin Off der auf dem Computerspiel Das Schwarze Auge basierende Buchreihe. Plot: Rhiana, die letzte Überlebende des Könighauses von Albernia musste als Kind mit ansehen, wie Thronräuber ihren Vater getötet, und das Königreich übernommen haben. Sie konnte mit ein paar dutzend Überlebender ins Exil fliehen, und gemeinsam errichtete man die Zuflucht, wo man hofft in Zukunft friedlich leben zu können. Doch Jahre später, Rhiana ist mittlerweile erwachsen und zur Amazone erzogen worden, kehren die Thronräuber zurück, und richten ein Massaker unter den Bewohner der Zuflucht an. Man kann die Aggressoren zwar zurückschlagen, aber man musste einen hohen Blutzoll zahlen. In einer Nacht- und Nebelaktion beschließt man erneut umzuziehen, um sich den Angreifern zu entziehen. Doch auch in der neuen Zuflucht hat man keine Ruhe: Ein Formwandler schleicht sich des Nachts mit der Gestalt von Neel, der besten Freundin von Rhiana in das Lager, und bringt Tjamal den Waffenmeister und Anführer der Flüchtlinge um, und kann dann sogar noch entkommen. Rhiana versteht die Welt nicht mehr. Ihr Vaterersatz wurde umgebracht, und ihre beste Freundin schien sich von ihnen abgewandt zu haben. Von Rachsucht getrieben macht sich die Prinzessin auf, Neel zu finden und zur Strecke zu bringen. Dabei merkt sie nicht, dass sie von einer weitaus größeren Gefahr bedroht wird, als den Thronräubern. Der Dragor, Anführer des Drachenbundes (so eine Art mittelalterlicher Mafia) ist hinter Rhiana her, da er bei ihr ein Geheimnis vermutet, welches ihr Vater ihr kurz vor seinen Tod anvertraut hat. Kritik: Ich glaube ich habe für die ersten fünfzig Seiten so um die zwei Monate gebraucht. Der Anfang ist schleppend, langweilig und scheinbar lustlos geschrieben. Es verging keine Passage, in denen nicht mit Fremdwörtern um sich geworfen wurde, die ein Normalsterblicher wissen müsste. Das man so etwas einbaut, habe ich kein Problem, doch dann sollte man auch erklären, was sie bedeuten. Ich jedenfalls, wusste, bevor ich es nachgeschlagen habe nicht dass eine Muhrsape ein beginnendes Flussbett ist, dass man Kalfaterfugen die geleimten Holzbrettern auf antiken Schiffen nannte oder ein Holk ein mittleres Segelschiff ist. Etwa gegen Mitte des Buches wurde es erstmals interessant, und man freute sich darauf weiterzulesen. Wer es bis dahin geschafft hatte, konnte auch erfreut feststellen, dass sich die Fremdwörteranzahl auf zwei oder drei pro Seite reduzierten. Die Handlung selbst ist ganz in Ordnung, wenn auch nichts was mich umgeworfen hat. Sie ist stellenweise sehr vorhersehbar, so dass die Spannung zwar ständig brodelt, aber nicht wirklich ausbricht. Trotz der schlechten Worte bisher, hat mir das Buch zum Ende hin gefallen. Leider ist dies eine fortschreitende Buchreihe, so dass ich den Ausgang nicht erfahren habe, aber das lässt sich vielleicht noch nachholen. Fazit: 2 von 5 Punkte Text by Thomas Raube |
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