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Buch-Kritik

 

 

Alien vs. Predator

Planet der Jäger (OT: Hunters Planet)

Von David Bischoff

 

Das Buch Alien vs Predator (AvP) Teil 1 „Beute“ gehört inzwischen zu einem meiner Lieblingsbücher, das genial und mitreißend geschrieben war, so dass ich nicht drum herum kam, das ganze Buch mit einem Mal zu lesen, bis keine Seite mehr übrig war.

Also war es eine Selbstverständlichkeit, dass ich mir auch Teil 2 des Dreiteilers zulegte.

 

Plot:

Machiko Noguchi lebte eine zeitlang als Jäger unter den Yaut’ja, den Predatoren. Doch ihre Andersartigkeit wurde nur geduldet, nicht akzeptiert. Also kehrte sie zur Menschheit zurück und lebt seitdem in Abgeschiedenheit. Bis eines Tages der gewiefte Entwickler Livermore Evanstone an sie heran tritt, und sie bittet als Sicherheitschef auf einem entfernten Planeten zu agieren. Auf diesem hat Evanstone die perfekte Umwelt für Jagdbegeisterte Touristen erschaffen, in der reiche Möchtegernkrieger genmanipulierte Geschöpfe jagen können.

Doch Evanstone pokert zu hoch, als er versucht aus dem genetischen Code der Xenomorphe (Aliens) eine neue kontrollierbare Beute zu erschaffen.

Zudem rechnet er auch nicht damit, dass sich die tödlichsten Jäger der Galaxis auf diesem Idyll einfinden sollten, - die Yaut’ja.

Was als perfektes Projekt begann wird nun zum ultimativen Albtraum!

 

Kritik:

Entgegen dem ersten Teil dieser Buchreihe schreibt die Fortsetzung ein anderer Autor. Verständlich, das sich entsprechend der Stil ändern würde. Leider scheint David Bischoff mit dem AvP Universum nur bedingt konform zu sein, denn viele Beschreibungen fühlen sich fremd an und haben mit dem Mystizismus der Yaut’ja nicht mehr viel zu tun.

Auf die Charaktere wird nahezu gar nicht mehr eingegangen, so als ob Bischoff ein ungeliebtes Stiefkind durch die Handlung zwängen muss. Dabei war gerade das die große Stärke des ersten Teils. Viele Dinge wurden von Machikos Dolmetcher-Androiden unnötig vereinfacht, was den Roman im Gegensatz zu seinen Vorgänger nur noch bedingt lesenswert macht.

 

Da ich inzwischen auch den dritten Teil „Krieg“ gelesen hab, der im übrigen wieder vom gleichen Autor wie Teil 1 stammt, muss ich auch auf ein paar Ungereimtheiten zu sprechen kommen.

Zuersteinmal lautet die richtige Reihenfolge der Bücher: Teil 1, Teil 3, Teil 2. Wer also vorhat sich diese Reihe vorzunehmen sollte unbedingt erst Teil 1 und Teil 3 hintereinander lesen.

Dann kommen auch noch verschiedene Storytechnische Fehler durch die beiden Autoren zusammen. In ihrer Zeit bei den Predatoren hat sich Machiko einen Intimfeind namens Shorty gemacht, auf dem sie sowohl im zweiten Teil, als auch im dritten Teil in einem finalen Showdown stößt. Seltsamerweise enden beide Kämpfe tödlich für Shorty, was sein Auftauchen im folgenden Buch etwas verwirrend macht. Etwas mehr Kooperation zwischen den Autoren hätte hier schon sein müssen.

 

Fazit:

Auch wenn nicht mit dem genialen ersten Teil zu vergleichen, so liest sich auch Teil 2 wieder flüssig und kurzweilig. Leider wird auf Charaktere und Yaut’ja Mystik kaum eingegangen und in vielen Dingen machte es sich der Autor zu leicht: Stichwort – Der Androide Attila.

 

3 von 5 Punkte

 

 

Über den Autor:

David Bischoff ist 1951 In Washington D.C. geboren und schrieb seit 1976 mehr als 20 eigenständige Romane, die fast jedes Genre abdecken: SciFi, Fantasy, Horror, Mysterie, Kinderbücher, Historische Romane. Er schrieb auch eine Fortsetzung zu „Die Zeitmaschiene“ von H.G. Wells und zwei humoristische SciFi Romane nach Vorlage von Harry Harrison. 1993 erschien sein Bestseller „Die Epidemie“, ein Roman zur Reihe Star Trek „The Next Generation“.

Im Bereich Alien vs Predator schrieb er noch den Roman „Genocide“, der als Alien-Einzelwerk gilt.

 

Text by Thomas Raube

 

 

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